Frage von FlorianKranz, 25

Wie bekomme ich einen gute Gitarrensound (PreAmp, Endstufe, Effekte etc.)?

Ich spiele schon seit längerem E-Gitarre und wollte aus gegebenem Anlass (wegen Weihnachten und soo..) mal fragen, ob mir jemand eine halbwegs detaillierte Erklärung zu Verstärkern, Preamps und Endstufe geben kann. Ich würde gerne etwas davon verstehen, meinen eigenen Sound zu modellieren und mein Geld in die richtigen Geräte zu stecken. Also in etwa folgende Fragen:

-Also was machen die einzelnen Geräte und was ist ihre Funktion im Sound-Modelling?

-wie kommt der Sound zustande (Dass der Pickup die Saiten abnimmt, hab ich alles verstanden, und was ein Kabel ist weiß ich auch)?

-was für Geräte brauche ich für einen fetten Sound (Live und auch für Studioaufnahmen etc.)?

-kann ich vielleicht noch was an meiner Spieltechnik verbessern, um ein solideres Ergebnis zu erzielen?

Schonmal Danke!!

Gruß Florian

Antwort
von SupraX, 16

An deiner untersten Idee (Spieltechnik) würde ich als erstes ansetzen. Das beste Equip für tausende Euro bringt nichts, wenn man einfach die Spieltechnik nicht drauf hat. Und um die zu erlernen reicht ein einfacher kleiner Verstärker.

Welches Gerät welche Funktion hat steht wirklich mehrfach im Internet. Einfach mal Google fragen.

Kannst dir ja mal die Line6 PODFarm anschauen, da kann man recht gut mit den verschiedenen Geräten herumhantieren (simulieren) und erst einmal einen Eindruck gewinnen was sich wann wie warum auf den Sound auswirkt.

Ich selber bin allerdings auch kein Freund von diesen überladenen Effektboards und dem ganzen Equipment-Wahnsinn. Zu viele Gitarristen verstecken sich einfach dahinter und kaschieren so viele Fehler.

Um Live und auf Aufnahmen "fett" zu klingen ist aber eben gerade die Spieltechnik entscheidend. Die gute alte "Badewanne" klingt zwar zuhause alleine für sich fett und geil, im Bandkontext (und damit auch live und bei Aufnahmen) benutzt man aber eher so wenig Verzerrung wie möglich und die Gitarre ist mehr für die Mitten zuständig. 

Es haben zum Beispiel sehr, sehr viele Gitarristen die Angewohnheit bei Powerchordwechseln mit den Fingern einfach über das Griffbrett zu rutschen ohne die Finger anzuheben. Bringt zwar schnellen Erfolg, sorgt aber auch für massig Stör- und Nebengeräusche. Jetzt kann man sich natürlich super tolle High-Tech-Saiten kaufen, einen 1000€ Verstärker und 500€ Lautsprecher und ein supertolles Noisegate und 10 verschiedene Verzerrer... etc. - oder man lernt einfach spielen und hebt die Griffel hoch beim Akkordwechsel.

Entscheidend für den "Bums" ist dann eben auch primär die Anschlagtechnik. Wenn ich mit einem hauchdünnen Plek elfengleich über die Saiten hauche klingt das anders als wenn ich mit einem dicken Plek hart durchgezogene Abschläge mache. Und auch wo man den Handballen auflegt beim abdämpfen wirkt sich massiv auf den Klang aus, ebenso der Anschlagwinkel etc. 

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