Frage von Wekle, 45

Wie bekomme ich eine klare Diagnose?

Mir geht es schon länger nicht gut, da mich etwas bedrückt doch ich weiß nicht was. Es ist warscheinlich so weil ich sehr viele Menschen leiden sehe und ihnen nicht helfen kann da ich einerseits es nicht kann,m andererseits ich selber nicht kraft dazu habe. Ich bin ja eigentlich faul aber das was ich habe ist Antrieblosigkeit da ich einfach nicht die Kraft dazu habe etwas zu machen. Ich kann auch mit niemanden wircklich darüber reden da ich nur eine Belastung wär... meine Freunde haben genug Probleme und meine brauchen sie als letztes. Aber als ich letztes mal darüber geredet habe hat die Erste gesagt es wären Andeutungen auf Depressionen und die Zweite meinte ich hätte schon welche. Ich hab mir Gedanken darüber gemacht und will eine klare Diagnose haben. Doch ich weiß nicht wie ich es meiner Mutter erklären soll wenn ich's selber nicht richtig weiß! Wenn ich es ihr so erzähle kommt es sehr überdramatisiert vor und das hasst meine Mutter. Ich glaube sie wird mich nicht ernst nehmen da ich einfach immer lache (in den Zeiten meist gespieltes lachen) und ich eigentlich ein fröhlicher Mensch bin. Sie sieht in mir ein starkes Mädchen aber ich bin leider seelisch schwach... aber das würde sie mir nie glauben. Könntet ihr vielleicht mir ein paar Tipps geben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Fledermaus92, 21

Ok, ein paar Tipps. Du wirkst intelligent. Und übrigens auf keinen Fall schwach. Sag: Was ist es, das dich traurig macht? Ist es, dass du mit der Welt nicht zufrieden bist? Und dass deine Antriebslosigkeit nur aus Hoffnungslosigkeit kommt? Oder ist es eher etwas Unbestimmtes, das dich lähmt, obwohl du eigentlich gerne glücklich wärst? Depressionen sind sehr schwer zu deuten, vor allem in dieser Welt, wie sie jetzt ist. Könnte sein, dass du Depressionen hast. Könnte auch sein, dass du die Welt nur so erkennst, wie sie ist und nicht zufrieden damit bist. Und weißt, dass du es nicht ändern kannst. Das würde bedeuten, dass du nicht unbedingt depressiv, sondern einfach nur feinfühlig bist. Gegen dieses unbestimmte Gefühl, dass man eigentlich die Welt verändern will, aber gleichzeitig weiß, dass es nicht geht, kann leider wahrscheinlich auch der beste Psychologe nicht helfen. Das kann man nur selbst überwinden.

Was deine Mutter angeht: Wenn es geht, solltest du ihr am besten einfach erklären, was du fühlst. Eine Diagnose ist da nicht nötig. Erklär ihr, was in deinem Kopf vor sich geht. Ich bin natürlich keine Psychologin, aber für mich klingt es erstmal nicht so, als ob etwas falsch mit dir wäre.

Vielleicht wäre es das Beste, deine Gedanken einfach mal in Worte oder Bilder zu fassen ...  Etwas zu schreiben oder ein Bild zu malen. Du solltest selbst überlegen, welchen Weg du gehen könntest, um diese Welt besser zu machen. Vielleicht wärst du ja eine gute Ärztin oder Lehrerin. Vielleicht könntest du gut andere Menschen mitreißen. Versuch es mal. Meiner Erfahrung nach ist die einzige Lösung, die aus dieser Misere führt, einfach nur: Etwas machen. Egal was es ist. Ob man nun nach Afrika fährt, um Kindern Englischunterricht zu geben oder ob man Bücher schreibt: Es ist im Prinzip völlig egal. Man muss nur sein Ding finden, um ein klein wenig in dieser Welt zu bewirken.

Kommentar von Wekle ,

Vielen Dank für die Antwort! (Ich bin mir nicht sicher ob dieser Text wichtig ist aber ich habe ihn trotzdem mal geschrieben) Klar, würde ich gerne die Welt verändern aber ich wüde das gerne machen wenn ich erwachsen bin. Ich bin noch sehr jung und gehe in die Schule (genaues Alter will ich nicht angeben) , darum hab ich mir eher ins Ziel gesetzt Leuten zu helfen wo man sieht das es ihnen nicht gut geht. Es gibt auch zwei in meiner Klasse die sich selbstverletzten und wollte daraufhin zum Schulpedergogen, wurde aber angeschrien und als behindert bezeichnet (von ihren Freunden) , weil ich mich nicht in ihre Probleme einmischen soll. Hätt ich auch nicht, wenn deren Freunde nicht nur zusehen würden. Vor einem halben Jahr hatte ich mich auch mal selbst verletzt um meiner besten Freundin zu helfen, weil ich damals nie verstanden habe warum sie sowas macht. Leider greife ich wieder dazu aber nicht wegen ihr (an den Beinen). Das ist eigentlich ein wichtiger Teil da ich das meiner Mutter auch gerne erzählen möchte (ich habe leider vieles in diesem Text nicht im "Frage-Text" erwähnt da ich es vergessen hatte). Meine Mutter hatte eine schwere Kindheit und machte so was nicht darum bezweifle ich stark das sie mich ernst nimmt. Ich versuche in Zukunft mehr zu zeichnen um meine Gedanken frei zu kriegen. Es sollte nicht überdramatisiert wirken falls es so rüberkommt.

Antwort
von Miezimaus, 19

Nimm deinen Mut zusammen und sprich mit deiner Mutter über deine Probleme. Sprich mit deinem Hausarzt und laß dir ggfs. eine Überweisung zu einem Psychologen geben.

Zum anderen - zu kannst nicht die Probleme der Welt tragen und lösen. Du kannst in deinem Umfeld Gutes tun. Aber auch nur soviel, wie du kräftemässig - körperlich und seelisch - dazu in der Lage bist.

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