Wie bekomme ich ein Pferd vom Boden aus in eine korrekte Haltung?

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5 Antworten

Huhu,

kauf Dir den Kombitrainer von Waldhausen. Ist ein tolles Ding, wirklich. Kostet um die 20€ bei Amazon und gibt bei jedem Schritt durch einen leicht gewichteten Riemen einen kleinen Impuls auf die Hinterhand.

Das lässt die Pferde weiter untertreten, der Rücken wird aufgewölbt, und baut wunderbar die Muskulatur auf. Hatte schon so manchen Patienten, der danach relativ schnell aufgemuskelt hat :-)

Lieben Gruß,
Secretstory2015

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Kommentar von Punkgirl512
12.10.2016, 21:55

Meinst du diesen Schrott hier? https://www.waldhausen.com/kombi-trainer.html

Da, wo sich das Pferd selbst bei jedem Tritt im Maul rumhängt? Wo das Pferd abstumpft durch falsche Impulse an der Hinterhand? Durch vor allem ständige Impulse hinten? 

Man könnte stattdessen auch einfach lernen, sein Pferd korrekt zu versammeln, anstatt dass die Bewegung der Hinterbeine aufs Maul übertragen wird. 

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Kommentar von Ronda4ever
12.10.2016, 22:34

Gibt es auch sowas, das hinten die Impulse gibt OHNE dabei überhaupt am Kopf befestigt zu weden? Ronda verkrampft immer total, sobald irgendwas unkontrolliert am Kopf (auch am halfter) rumwackelt...

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Kommentar von Ronda4ever
13.10.2016, 09:06

Wie lang muss so eine Bande sein?

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Kommentar von Secretstory2015
20.10.2016, 20:47

Danke für den Stern! :)

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du macht schon sooo viel gutes mit ihr.... ich hab nach der langen Krankheit meiner Stute ähnlich gerabeitet UND alles mit der Körperbandage unterstützt: 2 normale bandagen, die mit einander verbunden nwerden und als 8 um Hintern und Hlas gelegt werden, Kreuzungspunkt ist auf dem Rücken. Dazu Doppellonge und immer wider Stangentreten, auch mit Anhalten und Hufweise mit Pausen dazwischen, Spaziergen gehen und joggen im Wechsel., also Intervaltraining an der HAnd ( oder am Rad - aber nicht erwischen lassen...) viele sanfte Bögen um alles , was man findet: Bäume, oder Eimer, Binsen oder Unkrautgestrüpp, andere Pferde oder oder oder... grooße 8er mit Seitwärtsverschiebungen nach außen kommmen auch ganz gut an die Schwerpunktverlagerung ran und immer wieder gern das Stangen- Doppel-Ypsilon: >--< über und um man die kompliziertesten Figuren führen und später auch reiten kann Viel Erfolg

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Kommentar von Ronda4ever
13.10.2016, 17:37

Danke, ja...so mache ich das auch. Hab mich nur gewundert, dass es trotzdem nicht besser wird. Das mit dem Doppelten-Stangen-Y klingt gut. Kann mir die Figur in etwa vorstellen, aber wie umreitet man die? Kannst du mir einen link schicken oder eine Skizze welche Formen man da drüber reiten kann?

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Habt Ihr Steigungen im Umkreis um den Stall? Kannst Du die in sinnvoller Entfernung erreichen? Meiner hat bei einem Klinikaufenthalt ALLES abgebaut, was er an Muskulatur hatte und ich bin mit ihm an der Hand zu einer entsprechenden Steigung gegangen und mehrmals rauf und runter. Das einen Monat lang, dann dasselbe unterm Sattel ... schon nach kurzer Zeit war er noch nicht gut bemuskelt (Bodybuilder ist er bis heute nicht, er ist Freizeitpferd und sieht halt kantig aus, weil nicht überfüttert, was nicht antrainiert ist), aber er konnte wieder ordentlich mit frei schwingendem Rücken tragen. Wenn er das kann und mich spüren lässt, dass er Kraft für viel mehr hätte als ich von ihm verlange, ist mir einigermaßen egal, wie er aussieht. Auch, weil ich mich erinnere, dass in meiner Jugend alle Freizeitpferde so kantig waren. Heute sind sie allesamt so dick, dass man an den Anblick nicht mehr gewöhnt ist und meint, da was tun zu müssen.

Seinen Zustand mache ich also einfach an dem Feedback fest, das ich von ihm bekomme. Vielleicht sitzt mal auf und spürst nach, was Du ihr wirklich zumuten kannst. Du wirst die Antwort ja bekommen, ob sie trägt, ob sie den hinteren Rücken aufmacht oder ob sie mit festgehaltenem Rücken dahin tappt. Damit kannst leichter abschätzen, wo der Punkt ist, an dem Du einhaken solltest.

Wenn der Sattel aktuell passt, dann brauchst Dir um die Unterlage keine großen Gedanken machen. Komplett umbauen würde ich ihn für die paar Wochen, bis es wieder sichtlich besser wird, nicht lassen, aber bei der Unterlage mit dem Sattler besprechen, was in dem Fall genau sinnvoll ist: Das mag ein dickes Lammfell sein oder so ein Dekubitus-Teil. Beides gibt es auch mit Taschen, die man polstern kann. Gelpads sind von der Lastverteilung her gruslig und viel zu undurchlässig. So Übergangspolster, weil nur kurzzeitige Veränderung, macht man normalerweise eher mit Filz, Lammfell o.ä.

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Kommentar von Ronda4ever
15.10.2016, 19:53

Hi :) Danke für die Antwort. Eine Frage, wir machen an einem Hügel bereits so eine Art "Hangbahntraining" an der Longe. Also, ich lasse Ronda hoch traben/galoppieren...und dann im Schritt runter. Nun ist der Hügel aber recht "steil" was ja fürs hochrennen ideal ist. Aber Ronda hat Arthrose in den Vorderbeinen; deswegen denke ich die ständige Belastung durch das wieder-runter-kommen ist kontraproduktiv. Was sagst du dazu?

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Über Stangen gehen lassen, denn dann muss sie die Hinterbeine auch heben.

Und in hügeliegem Gelände spazieren führen.

Und, wenn es der Tierarzt schon für gut befindet, würde ich auch reiten. Natürlich nur wenig, mal nur 10 Minuten im Entlastungssitz,  nachdem sie vom Boden aus gut aufgewärmt ist. 

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Kommentar von Ronda4ever
12.10.2016, 21:41

die beiden ersten Sachen machen wir sowieso, reiten vllt erstmal mit Gelpad?

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Kommentar von Ronda4ever
12.10.2016, 21:41

also sattelunterlage...

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Ohja, das mit der Hinterhand ausbrechen kenne ich auch zu gut. Das Pferd biegt sich also noch nicht richtig. 

Und du hast auch sehr gut beobachtet: Willst du dann die Hinterhand schon aktivieren, also zu mehr Lastaufnahme bringen, weicht das Pferd mit der Hinterhand nur noch mehr aus. 

Ich persönlich arbeite dann unheimlich gerne mit Dualgassen/Stangen oder Pylonen, als Quadrat hingelegt. So hat das Pferd eine sichtbare äußerliche Begrenzung und man selbst ist weniger mit der Biegung beschäftigt, dafür mehr damit, das Pferd sicher durch die Pylonen zu geleiten - und zack, bessert sich die korrekte Biegung. Erwarte jetzt keine Wunder, aber das hilft dir garantiert. 

Pylonen sind übrigens nicht teuer - bei Krämer z.B. gibt es so rote Fahr-Pylonen, die reichen dafür aus ;) 

Was machst du denn bei der Langzügelarbeit? Ich persönlich finde Langzügel wesentlich schwieriger als Kurzzügel bzw. die Arbeit an der Hand, andererseits finde ich es einfacher, ein Pferd am Langzügel zu versammeln und auf die Hinterhand zu setzen durch das touchieren auf der Kruppe. Dazu bedarf es aber eines gut ausgebildeten Pferdes - denn hier treten Pferd u.U. schonmal - bitte aufpassen. 

Was ich liebe, sind Seitengänge. Schulterherein, Travers und Traversalen - und die setzen auch sehr gut auf die Hinterhand und lösen dir das ganze Pferd. 

Mit dem Reiten finde ich es schwierig zu beurteilen. Ein Gelpad würde ich definitiv nicht nutzen, dadrunter gibt es einen gruseligen Hitzestau, das willst du nicht. Ich würde bzgl. des Reitens meinem Bauchgefühl folgen. 

Meiner z.B. muss gerade auch wieder aufmuskeln, durch eine mehrwöchige Arbeitspause. Den reite ich auch, mache aber auch viel Handarbeit dabei. Auch, wenn er noch nicht wieder voll aufgemuskelt ist. 

Vielleicht kannst du dich mit deinem Gewissen ja darauf einigen, dass du dich nach den Bodenarbeit für einen kleinen Ausritt draufsetzt? 

Ich möchte dir jetzt keinesfalls die Hoffnungen nehmen - aber deine Stute ist nicht mehr die jüngste, und dessen bist du dir auch bewusst, das weiß ich. Gerade im Alter muskeln Pferde schwieriger wieder auf. Vielleicht solltest du einfach mit der Bodenarbeit weitermachen und dich für kleine Ausritte nur noch draufsetzen. 

Mir fällt gerade noch der Aspekt der Fütterung ein... Was bekommt sie denn zu fressen? Ggf. braucht sie (mehr) Kraftfutter, denn sie ist nicht mehr die jüngste, der Fellwechsel ist sehr anstrengend, die Kälte verlangt auch mehr Energie vom Pferd ab. 

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Kommentar von Ronda4ever
12.10.2016, 22:30

Bloß kein kraftfutter^^ Ronda ist ein ehemaliges rehepferd und auch so viel zu dick. Schulterherein macht sie sehr gut. Travers u Traversale nicht. Das sieht dann so aus: . Ich muss ziemlich Druck auf den zügel geben, um sie in Bewegungsrichtung zu stellen, nebenbei lehne ich mein Körpergewicht an ihre äußere HinterHand, damit diese drinnen bleibt...und die Gerte zwickt immerzu gegen die Schulter...schön ist das nicht, eher stressig. . Und trotz allem wiedersetzt sie sich weiter. Schweif bis schulter ist richtig gebogen, ab dem Wiederrist macht der Hals einen Knick...und dann wieder einen Knick im Genick...sodass Ronda eher wie ein "S" herumeiert. . Puh- wie kriegt ihr alle den Travers an der Hand so entspannt hin?

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Kommentar von Ronda4ever
13.10.2016, 17:27

Dankeschön :)

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