Frage von Flocke1234,

Wie bekomme ich den Jagdinstinkt aus meinem Hund raus?

Habe eine zwe jährige Mischlingshündin mit der ich in der Hundeschule war. Sie hört so auch echt super... total klasse Hund. Sieht sie jedoch eine Katze, kaninchen oder reh... rennt sie wie eine bekloppte los und läuft dem jeweiligen tier hinterher... sie reißt es nicht oder so... sie rennt einfach nur aus spieltrieb hinterher... nach wenigen minuten kommt sie auch wieder zurück, aber das stört mich total... bekommt amn sowas in den griff...???

Danke!

Hilfreichste Antwort von xxSmilexx,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein Training mit der Schleppleine wäre da angebracht.Wenn so ein Jagdhund (o.a z.B deine Mischlingshündin) Wild gesehen oder auch nur erschnuppert hat ist er meistens auf und davon.Da hilft nur konsequente und gezielte Erziehung,die gegen das Verhalten hilft.Jagen oder auch nur Hinterherrennen (oder z.B Wild aufspüren) versetzt den Hund in einen euphorischen Rauschzustand,indem der Hund sozusagen "taub" für dein Rufen wird.Für einen Jagdhund ist es das höchste aller Gefühle -dem Wild hinterherzurennen deswegen kann man die Verhaltensweise nicht einfach abstellen,sondern man kann es nur zu kontrollieren lernen.Schleppleinen -Arbeit ist jedoch ein großes Kapitel in der Hundeerziehung.Du solltest einen Hundetrainer kontaktieren,der dir dabei hilft und dir zeigt wie das geht.Ich habe eine gute Seite gefunden,in der dieses unerwünschte Jagen beschrieben wird: http://www.hovawart-info.de/jagdtrieb.htm Ansonsten heißt es da: Üben,Üben,ein Hundebuch zum Thema kaufen und lesen,weiterüben,einen Hundetrainer zu Rate ziehen und üben,üben,...Wenn du jedoch keine Lust auf das Üben hast muss deine Hündin eben an der Leine bleiben.

Kommentar von Flocke1234,

Wenn ich keine Lust hätte mit meiner Maus zu üben, hätte ich mir keinen Hudn holen brauchen! Ein Hund ist halt arbeit, da muss ich durch! Dein Tipp ist klasse!

Kommentar von xxSmilexx,

Vielen lieben Dank und ich finde es schön,dass du so denkst.

Antwort von Katara64,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Laß Dir vom Trainer ein paar Tips geben, wie Du ihr besseren Gehorsam beibringst. Aber einen Instinkt "weg erziehen"- das geht nicht. Warum auch?

Kommentar von CrazyDaisy,

Natürlich kann man auch angeborene Verhaltensweisen umerziehen. Sonst würden wir immer noch in den Wald sch...ßen...

Kommentar von Katara64,

Geht um Instinkte, nicht um das Benehmen!

Antwort von annecara,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Viel pro und contra bei den bisherigen Antworten. Generell gilt, dass man keinen Trieb abgewöhnen kann. Der ist und bleibt drin! Was man tun kann ist, diesen Trieb "in den Griff" bekommen. Die Methode mit der Schleppleine ist super. Man fängt mit 10m an. Ich könnte dir problemlos das weitere Vorgehen schreiben. Ich bin aber der Meinung, dass du zu einem guten Trainer in Einzelstunden gehen solltest, der dir das korrekte Vorgehen zeigt und bei wöchentlichen Terminen über das Ergebnis mit dir zusammen reflektiert. Eins ist klar, die Arbeit mit der Schleppleine kann Monate dauern, da wirklich in kleinen Schritten vorgegangen werden muss. Ich wünsch dir viel Erfolg.

Antwort von Katja1976,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

es ist sicher in gewisser Weise mit dem Trainer zu üben, aber wenn n Stück Jagdhund drin is, wirst dus vielleicht nie 100%ig weg bekommen

Antwort von Purzellbaum,

Der kritische Moment ist immer der zwischen sehen des "Wildes" und dem Losrennen. Ist der Hund erstmal unterwegs ist es sehr schwer, ihn vom Rennen abzukriegen. Spielt Dein Hund gerne Ball? Dann kann man als Training versuchen, den Hund auf Kommando zum Ball zu schicken und somit den Zeitpunkt des Loslaufens selber zu bestimmen und hin und wieder kann man den Hund auch zurückrufen, wenn er schon hinter dem Ball her ist. Der Ball ist wahrscheinlich nicht ganz so reizvoll wie eine Katze oder Ähnliches und der Hund kann da besser abgerufen werden in einer an sich ähnlichen Situation. Der zweite Ansatz ist ein Kommando, das den Hund sofort ins Liegen bringt. Bring dem Hund bei auf ein Kommando (z.B. Runter) sich sofort in Platz zu legen und auch den Kopf auf den Boden zu legen. Aus dieser Lage darf sich der Hund nur mit Deiner Erlaubnis erheben (mit feststehendem Kommando wie oK oder los). Da der Kopf ebenfalls auf dem Boden ist, kann der Hund das Jagdziel nicht mehr so gut mit den Blicken verfolgen und der Reiz ist für ihn schwächer. Das Kommando muss längere Zeit bei gutem Befolgen stark belohnt werden und muss bei Nichtbefolgen wiederholt werden bis es klappt.Auch auf größere Distanz zum Hund. Dann kann es dir gelingen, den Hund abzulegen bevor er losrennt und wenn das Kommando sicher genug "sitzt" bleibt er ja bis zur Auflösung den Kommandos liegen. Das dauert einige Zeit, ist aber für Gefahrenquellen auch sehr gut, z.B. wenn der Hund in Richtung eines fahrenden Autos rennt oder Ähnliches.

Antwort von CrazyDaisy,

Da sie nach einigen Minuten abrufbar ist, kann man das Abrufen natürlich trainieren, so dass sich die Zeit verkürzt. Irgendwann mit viel Hartnäckigkeit, bleibt nur noch ein "Zucken" übrig. ;-) Ein Profitrainer kann natürlich helfen, aber letztendlich kann man den Hund auch selbst trainieren, indem das Zurückkommen auf Zuruf (ganz wichtig!) mit einem Leckerli belohnt wird. Von Vorteil ist dabei natürlich ein verfressener Hund. Aber kleingeschnittene Fleischwurst als Belohnungshappen funktioniert auch bei Hunden, die weniger auf Futter fixiert sind!

Antwort von schelm1,

10 m - Leine und beim Durchgehen den Moment vor dem Ruck abwarten und dann den Hund scharf zurückrufen. Folgt er dem Kommando in dem Aufgenblick nichtt, überschlägt er sich und lernt daraus, auf das Kommando zu hören und zu folgen. So läuft es zumindesten erfolgreich bei der Abrichtung von Jagdhunden nach meiner eigenen Kenntnis bei der Ausbildung.

Kommentar von CrazyDaisy,

Abtrainieren kann man durch Strafe, antrainieren aber nur durch Belohnung. Wäre der Hund nicht abrufbar, würde ich die Schleppleinenmethode auch favorisieren. Im geschilderten Fall würde ich allerdings erst einmal versuchen, einfach das gewünschte Verhalten (das die Hündin ja zeigt, nur eben verzögert) zu belohnen. Ist der Hund beratungsresistent, kann man immer noch zu dem von Dir beschriebenen Training greifen.

Kommentar von schelm1,

Im Wald kommt das vorsichtige abtrainieren schon mal ungünstig, wenn man dann anschließend bei der "weichen" Methode sein Hundchen nach einem lauten Knall irgendwo neben einem gerissenen stück Wild wiederfindet! - Da muß fiffi halt durch!

Kommentar von CrazyDaisy,

Im Wald darf der Hund ohnehin nicht ohne Leine laufen...

Kommentar von schelm1,

Whow! - Das nenne ich eine Erkenntnis in diesem Zusammenhang! - Bravo!

Antwort von Leandra3,

Vielleicht besprichst du das noch mal mit dem Hundetrainer. Eventuell gibt es spezielle Übungen für den Hund.

Antwort von Heartless,

Das ist der natürliche Jagdtrieb und den wirst Du wohl kaum aus dem Hund rauskriegen. Was auch gut so ist, versuch auf gar keinen Fall den Jagdtrieb aus ihr raus zu kriegen, das geht gar nicht!

Antwort von Andy21,

ein hund ist halt tief drin noch ein wolf

Antwort von FaulesTier,

naja das kann dir wohl nen trainier sagen

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