Frage von MilleW, 230

Wie bekomme ich dazu das er den Kopf runter nimmt bzw durch Genick?

Hey also ich habe mit meiner Reitbeteiligung das Problem das ich ihn mit ausbindern reiten muss. Am Freitag habe ich aber Reitstunde bei der ich probieren darf ihn ohne zu reiten, wenn das gut klappt auch immer! Das möchte ich unbedingt schaffen da er gegen die Ausbinder ziemlich ankämpft :/. Aber wie bekomme ich den Kopf sonst runter bzw ihn durchs Genick? Riegeln sicher nicht! Aber was kann ich machen? Am Gebiss spielen hilft nicht das ignoriert er nämlich.

Antwort
von Dahika, 80

Mit Ausbindern kannst du nicht reiten lernen.

Allerdings kann ich dir auch keinen Rat geben, wie du das Pferd durch das Genick geritten bekommst. Ohne ein Lehrbuch abzuschreiben.

Du wirst es auch nicht schaffen, denn das lernt man nicht mal eben so in einer Stunde oder in 50. Dazu gehört das FEINE Zusammenspiel aller Hilfen. Und das ist sauschwer.

Du wirst also das Pferd nicht durch das Genick geritten bekommen. Und wenn das Pferd bisher nur mit Ausbindern geritten wurde, müsste es  sowieso erst mal korrigiert werden, denn das Pferd hatte ja keine Chance zu lernen,  auf die Signale des Reiters zu reagieren.
Wenn du über die Phase hinaus bist ,wo dem Tier in den Rücken plumpst, solltest du darauf bestehen, das Pferd nun generell ohne Ausbinder zu reiten. Auch wenn du es nicht durch das Genick geritten bekommst, solltest du nicht mit Ausbindern reiten. Es sein denn eventuell in der Reitstunde mit lockeren Laufferzügeln, aber nicht mit Ausbindern.

Wenn sich die Besi weigert, solltest du dich nach einer neuen Reitbeteiligung umsehen, denn dort lernst du kein Reiten.

Kommentar von MilleW ,

Korrigiert müsste er wegen den Ausbindern nicht werden, da er sie erst Mitte November bekommen hat und an den Wochenenden von einer geritten wird die ohne reiten kann aber riegelt -.-' Und aus der Phase mit dem in den Rücken Fallen lassen bin ich schon lange raus. Ich weiß natürlich das es dem Pferd weh tut wenn man das macht, und meine RB ist mein ein und alles geworden, ich möchte ihn auf gar keinen Fall verletzen! Und ich finde das selbst unangenehm auf ein Pferd zu fallen.

Antwort
von MissDeathMetal, 29

Konzentriere dich gar nicht auf den Kopf des Pferdes, sondern auf die Hinterhand. Erst wenn die Hinterhand ordentlich arbeitet, richtig unterfußt und das Gewicht aufnimmt kann der Kopf überhaupt erst runterkommen. Vorne runterziehen wird immer zu Verlusten in der Hinterhand führen. 

D.h. du solltest nicht versuchen den Kopf krampfhaft nach unten zu bekommen (je mehr Druck, Zwang und Gewalt desto weniger wird das Pferd deinem Willen nachkommen - sehr, sehr wichtig auch bei Araber, deiner Lieblingsrasse ;D). Du nimmst die Zügel so weit auf, dass du einen ganz feinen Zug am Ringfinger spürst, nur 100g. Und dann reitest du einfach ordentlich vorwärts, treibst korrekt jedes Abfußen des inneren Hinterbeines und reitest v.a. viele, viele gebogene Linien. Mein RL sagte immer "Keine Runde gradeaus" und das stimmt wirklich. Du reitest jetzt nicht nur noch ganze Bahn und alle paar Jahre mal einen Zirkel, du reitest intensiv gebogene Linien. 

Ganze Bahn, auf A einen Zirkel, wieder ganze Bahn und gleich eine einfache Schlangenlinie. So muss das aussehen. Anfangs nur möglichst weite Linien wie Zirkel, einfache Schlangenlinie, später dann (nach dem ersten lockeren Trab) auch engere wie doppelte Schlangenlinie, 3fache Schlangenlinie, 10m-Volte, usw. Beschäftige dein Pferd durch oftes Abwenden und durch viele Übergänge. Anfangs kann man mal 5min warmtraben am langen Zügel, gehst du an die Arbeit brauchst du mehr übergänge. Mein RL meinte: "10 Schritte Trab, 15 Schritte Schritt". Übergänge und Biegungen holen dein Pferd an die Hilfen, und auch Ausbinderpferde bekommt man so schnell locker und aufmerksam. Dann wird dein Pferd auch im Atlas, dem ersten Halswirbel abknicken und locker durchs Genick gehen. Bedenke aber, dass das korrekte "durchs Genick gehen" nicht so aussieht, dass das Pferd die Nase in der Senkrechte hat und den Hals übermäßig rund macht. Das ist schlichtweg falsch. Die Nase gehört eine Handbreite vor die Senkrechte und gerade anfangs sieht das nicht so "schick" aus. Aber du reitest für das Pferd und nicht für die ahnungslosen Deppen an der Bande. 

Antwort
von FelixFoxx, 73

Es ist ein Zusammenspiel aller Hilfen, man treibt das Pferd von hinten mit Gewicht und Schenkeln an das Gebiss ran, während man vorne eine leichte, aber stetige Verbindung mit den Zügeln hält. Wie viel man machen muss, ist bei jedem Pferd unterschiedlich, daher hilft nur guter Unterricht.

Antwort
von sukueh, 47

Wie bekomme ich dazu das er den Kopf runter nimmt bzw durch Genick?

Durch das Zusammenspiel der richtigen Hilfen. Sowas kann man aber nicht mal eben durch Nachlesen lernen, sondern dass ist eine Übungssache, die du im Reitunterricht lernen musst.

Also warte auf die Reitstunde, lass dir das von dem RL erklären und übe es dort. Wenn es in der Reitstunde gut klappt, versuche gemeinsam mit deinem RL die Besitzerin des Pferdes davon zu überzeugen, dass die Ausbinder überflüssig sind.

Antwort
von LyciaKarma, 34

Das wird vermutlich nicht klappen, wenn du nur diese eine Stunde hast.  

Ansonsten musst du halt immer in der Reitstunde ohne reiten, bis das arme Ding es schafft.  

Allerdings ist das unwahrscheinlich, wenn du die einzige bist, die ordentlich reitet. 

Antwort
von Viowow, 70

das wird nicht klappen. weil man den ko0f nicht runterspielt, sondern das pferd aktiv über den rücken reiten muss. da das pferd aber die ganze zeit runtergebunden wurde, hat es die komplett falsche muskulatur. diese kann nur über richtiges reiten sowie richtige longenarbeit korigiert werden.
wo ich aber tippen würde, das das in deinem stall keiner mitmacht...
schade fürs pferd....

Kommentar von MilleW ,

Er hat die Ausbinder erst seit Ca 1 1/2 Monaten.

Kommentar von Viowow ,

aber warum hat er die bekommen?

Antwort
von Horsefan3001, 78

Du versuchst es ja extra in der Reitstunde, damit deine Rl dir helfen kann oder nicht? Ansonsten solltest du ihn versuchen mit Paraden vorne runterzuarbeiten und mit dem inneren Schenkel nachtreiben bis er mit der Hinterhand richtig tritt. Bei den meisten Pferden geht der Kopf dann nach einer gewissen Zeit runter, sogar bei meinem😉

Ansonsten lass dir einfach von deiner Rl helfen, die müsste ja wissen wie es geht.

Kommentar von MilleW ,

Nein ich darf es nur in der Reitstunde probieren. Eigentlich würde ich es auch außerhalb der Reitstunde machen, mit einer Freundin die mir Tipps gibt, aber das darf ich nicht.

Kommentar von Horsefan3001 ,

Was bedeutet bei dir denn Reitstunde? Das du alleine reitest oder wie?

Kommentar von Viowow ,

mit paraden vorne runterarbeiten... -> nennt sich riegeln und ist sowas von falsch...

Kommentar von Horsefan3001 ,

Gut dann sag ich das meiner Reitlehrerin, meinen beiden Kusinen, meinem ehemaligem Reitlehrer und noch nen paar anderen

Kommentar von Viowow ,

damit stößt du auf taube ohren, aber versuch es gerne... fast jeder turnier reiter riegelt sein pferd ohne gnade runter. "für die galerie" . von daher herrscht die allgemeine meinung, wenn die das machen können wir das doch auch so machen....

Kommentar von Horsefan3001 ,

Hey sry dass ich eine andere Meinung in dem Thema habe, ich habe nur geschrieben wie ich es gelernt habe und zwar, dass man mit leichten Paraden, und Aktivierung der Hinterhand den Kopf eines Pferdes nach unten arbeiten kann, ohne dass es sich auf den Zügen legt etc. Außerdem habe ich noch geschrieben dass man das am besten vor Ort von einem Rl beigebracht bekommt. 

Ich lasse mich natürlich gerne auflären, aber nicht auf diese Art.

Kommentar von Viowow ,

tschuldige, wusste ja nicht, das du so empfindlich bist... das ging im übrigen nicht gehen dich, da es fast jeder so lernt aufgrunde der faulheit von reitlehrern und ausbildern...

Kommentar von Horsefan3001 ,

Ach vergiss es am besten... Eigentlich bin ich nicht empfindlich und meine Reitlehrerin kennst du auch nicht. Aber ich will mich da jetzt auch ehrlich gesagt nicht drüber streiten, also lass es einfach gut sein, ok? Dann ist das deine Meinung, meine ist eine andere.

Kommentar von Viowow ,

streiten will ich mich auch nicht. ich finds nur schade, das es kaum noch reitlehrer gibt, die vernünftiges reiten lehren. immer muss es "schnell schnell" gehen...

Kommentar von Horsefan3001 ,

Da bin ich ganz deiner Meinung. Genau aus dem Grund habe ich gewechselt.☺

Antwort
von Sarriii, 80

Du brauchst Zeit das zu lernen. Frag deine reitleherin ob sie die mehrere versuche gibt. Bei einigen braucht das länger bis du es raus hast, war bei mir auch so.
Mit dem inneren Zügel Paraden geben und mit dem inneren Beinen schön treiben. Du solltest darauf achten das eine Spannung zum Pferdemaul da ist ,aber meiner z.b stellt sich besser durch wenn ich die zügel lockerer lasse :D

LG

Antwort
von pinacolada42, 67

Bist du dir sicher, das er das überhaupt kann? So wie du das beschreibst, hat er das selber nie gelernt. Er müsste von einem erfahrenen Reiter zunächst eine solide Grundausbildung erhalten und wenn er das kann, kannst du das gemeinsam mit deinen RL erarbeiten.

Antwort
von xxEqUeStRiAnxx, 74

Nimmt man nicht Unterricht um genau sowas zu lernen? Verstehe das Problem nicht so ganz.

Kommentar von MilleW ,

Ich muss ihn immer mit Ausbindern reiten, gegen die er sich total wehrt. Wenn ich es am Freitag schaffe das er den Kopf auch ohne Ausbinder runter nimmt muss ich ihn nicht mehr damit reiten. Nur weiß ich nicht so ganz wie ich das anstellen soll... Weil mir ist er unglaublich schlecht zu reiten! Wenn ich die Zügel aufnehme versucht er schon sie mir aus der Hand zu ziehen. Und er fällt immer vom Galopp schnell in den Trab zurück, ohne ausbinder galoppiert er aber 2 mal die ganze Bahn durch ohne das ich überhaupt treiben muss! Mit ist einfach schlimm! Und die RL kann ja nicht aussuchen ob ich ohne reiten darf da er privat Pferd ist.

Kommentar von Sarriii ,

hstz du die Besitzerin mal gefragt. solange die audbinder nicht zu stramm sind ist es doch völlig okay. Versuch mal die lockerer zu machen:)

Kommentar von MilleW ,

Die sind vor eingestellt am Sattel also kann ich sie nicht lockerer machen...

Antwort
von Viowow, 53

kannst du reiten? klingt nicht so...

Kommentar von Viowow ,

komentar zu equestrian love. blödes handy:(

Kommentar von Equestrianlove ,

Sagte die Isländertante. Ist ja klar, dass du dazu andere Ansichten hast😂 Und ich behaupte mal, dass man auf Isländern am wenigsten Reiten lernt... Also musst dus ja wissen!

Kommentar von LyciaKarma ,

@ Equestrianlove - die "Isländertante"??  

Isis sind noch schwerer ordentlich zu reiten als die meisten anderen Pferde. 

Eben durch die beiden Gänge mehr. Da gehen die Pferde erst recht kaputt, wenn man vorne zieht und hinten reintreibt.. 

Kommentar von MissDeathMetal ,

Viowow kann nicht nur 3 gänge ordentlich reiten, sondern 5. Ich würde eher behaupten du wirst mit 3 Gängen schon nicht fertig... 

Kommentar von Viowow ,

Danke, du hast meine vermutung von "keine ahnung deinerseits " absolut bestätigt. was genau ist auf einem Isi anders zu reiten als auf einem großpferd? ausser das man noch zwei gänge mehr hat? schau mal unter "Islandpferde vom blauen haus". die seite hat eine freundin von mir gestern entdeckt und so sieht korektes reiten aus. ob dabei ein Isi oder ein warmblöd unter dem sattel ist, ist zweitrangig. entweder man reitet oder man ist fleischtransport....;)

Kommentar von Equestrianlove ,

Und was ist das bei dir? Haflinger im Westernsattel wenn ich das richtig sehe? Aaaalles klar!

Kommentar von LyciaKarma ,

Meinst du MissDeathMetal?  

Das ist ein spanischer Sattel. Dass du nicht mal das erkennst, sagt ja Einiges.  

Und wenn, was ist daran falsch? Die verteilen das Gewicht besser als Englischsättel und sind auch für Reiter meist deutlich bequemer. Man hat einen besseren Sitz und das Pferd kann wegen des Lederbaums deutlich besser laufen. 

Kommentar von Viowow ,

lycia, gib dir keine mühe. equestrianlaove scheint so ein typischer "galeriereiter" zu sein. die können die 3 GGA's auf beiden händen, bisschen bahnfiguren und tempovarianz, das alles hüpsch am runtergezogenen zügel, weil das (groß)pferd so blöd ist und das mitmacht(warmblöd), vielleicht noch n paar sprünge(wo das pferd sie an jedem zweiten sprung rettet) und das wars. weist du doch... wehe da kommt n "pony" (z.b. n isi oder n hafi daher, der korrekt geritten ist. dann klappt nix mehr und ...?! ...richtig: *der gaul ist schuld" XD

Antwort
von Equestrianlove, 63

Dass er Ausbinder braucht wird seinen Grund haben. Die Ausbinder sind ja keine Feinde, sie helfen dir ja und wie du es sagst dass er dagegen kämpft wird es schwierig werden dass ohne zu schaffen. Deshalb frag ich mich grade warum du unbedingt ohne reiten willst...

Kommentar von Viowow ,

die ausbinder sind unnötig. so lernt es weder das pferd noch der reiter ordendlich. das pferd braucht die ausbinder nicht. die rl oder die besi, die zu faul sind es der rb und dem pferd beizubringen, die sind die einzigen die die ausbinder brauchen...

Kommentar von MilleW ,

Bevor er welche hatte bin ich auch auf ihm geritten. Das ging besser als mit.

Kommentar von Equestrianlove ,

Ausbinder sind nicht unnötig. Solange es noch nicht ordentlich klappt, ist es definitiv besser fürs Pferd. Sonst wird nur der Rücken fest und es wird unnötig im Maul rumgezogen😁

Kommentar von Viowow ,

WENN du ausbinder drin hast: wird der rücken fest und das pferd bekommt im maul jedes mal einen ruck. wie soll es denn jemals klappen mit ausbindern? jemand der den kopf runterbindet, kann nicht reiten. jemand der das pferd auf dem weg dahin begleiten kann, sich selber in der haltung zu tragen, der kann reiten

Kommentar von Equestrianlove ,

Mit Dreieckszügeln hat das Pferd die Möglichkeit sich zu dehnen und vorwärts abwärts zu laufen. Das ist sehr gut für Einsteiger. Und grade auch bei Pferden die es einem nicht leicht machen ist es eine gute Hilfe WEIL sich viele sonst permanent darauf konzentrieren dass das Pferd auch bloß beigezäumt ist und dadurch die grundlegenden Dinge vernachlässigen!!

Kommentar von Viowow ,

auch mit dreieckszügeln kann ein pferd nicht VA laufen. ausser du hast sie so verschnallt, das sie keine wirkung haben. dann kannst du sie aber auch weglassen....

Kommentar von Equestrianlove ,

Dir wäre also gequetsche und geziehe lieber? Beim Ausbinder kann sich das Pferd immerhin noch die ruhige Anlehnung selber suchen.

Kommentar von LyciaKarma ,

Ausbinder sind nie sinnvoll.  

Die ziehen mit Gewalt den Kopf des Pferdes runter, das hat auch nichts mit Rücken aufwölben oder dehnen zu tun, Letzteres geht nämlich gar nicht.  

http://www.abload.de/img/ausbinder687h.jpg

Folglich wird ein Pferd sich entweder auf das Gebiss legen oder hinter dem Gebiss verkriechen, denn sonst wird es ständig einen Ruck ins Maul bekommen.  

Versuch mal, den Kopf auf die Brust zu legen und gleichzeitig ein Hohlkreuz zu machen - das geht, tut aber weh. Viele Pferde drücken aber den Rücken mit Ausbindern durch, was zu einer extrem schmerzhaften Übersäuerung der Muskeln und einer Überdehnung der Oberlinie führt.  

Außerdem geben Ausbinder nicht nach, wie es eine gute Reiterhand kann. Das Pferd wird fixiert. Versuch du mal, ohne den Kopf zu bewegen, ein paar Runden zu laufen. 

Die richtige Lösung ist ein Kappzaum zum Longieren. Reiten mit Hilf(losigkeit)szügeln ist genauso schädlich wie Longieren mit den Teilen.  

Kommentar von MissDeathMetal ,

versteh ich nicht so ganz. Warum wird mit Ausbindern nicht gequetscht? Und warum soll es sich eine ruhige Anlehnung suchen können? Das Pferd trägt ja trotzdem Zügel an denen der Reiter ziehen kann. Nur, dass das Pferd den Schmerz nicht äußern kann und ihm nicht entweichen kann indem es den Kopf hebt. Es ist ja runtergeschnürt. Deine Argumente sind sehr leicht zu widerlegen, nicht fundiert und unüberlegt. 

Kommentar von Viowow ,

wie willst du denn durch eine starre verbindung eine ruhige anlehnung bekommen?

Kommentar von MissDeathMetal ,

Equestrianlove, ich kann dir versichern, dass Viowow reiten kann und das sehr gut. 

Ich kann mit Ausbindern nichts anfangen, uns zwar aus folgenden Gründen:

- Die Ausbinder sind gleich lang. auf gebogenen Linien (in jeder Ecke, auf dem Zirkel, in der Schlangenlinie, in der Volte, usw.) muss sich das Pferd der Linie entsprechend biegen. Je enger der Kreis, desto stärker die Biegung. Das Pferd muss sich durch den gesamten Körper hindurch biegen. Wie soll das gehen, wenn die Ausbinder gleich lang sind? Das Pferd wird immer wieder über die innere Schulter treten müssen, auf die innere Hand fallen und kann sich nicht biegen, was aber essentiell ist, um die Muskulatur fein und geschmeidig zu halten. Beim Longieren das gleiche Thema: Wie soll man mit nem Stock im A*** gebogen laufen können? Und da kannst du jetzt schreien wie du willst, rein physikalisch: Das geht nicht.

Auch wenn du die Ausbinder ungleich lang verschnallst (was beim Reiten aber noch schwachsinniger wäre weil man bei jedem Handwechsel umschnallen müsste) heißt das nicht, dass sich das Pferd biegt und stellt. Aber ich fürchte, du wirst nicht einmal merken wenn sich das Pferd im Genick verwirft

- Es gibt keine korrekte Länge für Ausbinder, entweder sie sind viel zu lang, dann schlackern sie nur herum und reißen bei jedem Schritt dem Pferd im Maul (ein springender Zügel ist ein harter Zügel und selbiges gilt auch für den Ausbinder). Sind sie zu kurz drückt sich das Pferd dagegen und presst die Kiefer zusammen um das Gebiss irgendwie ruhig zu halten. Dadurch verspannt es sich im Nacken, was sich auch durch den gesamten Rücken hindurch zieht. Das Pferd ist angespannt und verspannt, und trainiert noch dazu einen wunderbaren Unterhals. Es kann sich super nach oben drücken, sich aber nicht selbst tragen und fallen lassen. Also trainiert es genau die Muskeln, die man beim Reiten sowas von überhaupt nicht braucht.

- Der Ausbinder ist starr und kann nicht nachgeben. Weißt du wie Pferde husten? Sie strecken den Kopf ganz weit vor und zum Boden runter, und wenn sie dann husten, dann geht das durch den ganzen Körper. Kannst du dir vorstellen wie Schmerzhaft es ist, wenn das Pferd beim Husten ins Gebiss hineinrumpelt? Oder wenn das Pferd mal stolpert? Pferde balancieren sich v.a. über den Hals aus, aber wenn dieser starr fixiert wird klappt das nicht mehr. 

- Das Pferd kann weder im v/a gehen, noch in passiver Aufrichtung gehen. Für das v/a muss die Nase des Pferdes auf Buggelenkhöhe, und das VOR der Senkrechten. Schnallt man die Ausbinder so lang werden sie bei einem rausgehobenen v/a oder in der Aufrichtung stark herumschlackern und im Maul sehr stören. Geht das Pferd in passiver Aufrichtung wackeln die Dinger noch mehr, sind sie so kurz geschnallt dass es passen würde hat das Pferd zug auf den Laden und entwickelt einen Unterhals. Sich strecken kann es sich dann auch nicht mehr.

Es gibt da so ein schönes Sprichwort: Je mehr Leder am Kopf, desto schlechter der Reiter. Dem kann ich nur zustimmen (abgesehen vom Sattel). Wer sein Pferd erst mit Ausbindern und Zügeln zurechtschnüren muss, damit es für den ungebildeten Laien toll aussieht, der hat etwas nicht verstanden. Achja, seinen Rücken kann das Pferd mit Ausbindern auch nicht heben. 

Kommentar von Equestrianlove ,

Ich sage ja nicht dass jeder Reiter mit Ausbindern reiten sollte, natürlich ist es besser ohne ABER natürlich nur wenn man es auch kann! Ich finde es deshalb für Anfänger besser diese zu gebrauchen, als zu versuchen den Kopf zwanghaft runterzuziehen oder sich nur auf die Beizäumung zu konzentrieren etc. Alles andere wie zB der gute Sitz und die ruhige Hand, also Unentbehrliches, geht dadurch verloren. Und soetwas sollte man keinem vermitteln. Man muss erstmal die Grundlagen beherrschen und die gute Anlehnung ist doch nur eine positive Folge von diesen beherrschten Grundlagen. Du setzt doch keinen Anfänger auf ein Pferd und sagst: 'So, jetzt stell den mal!' Ich denke dass kann man von keinem Anfänger und von dem Pferd auch nicht erwarten und sollte man auch definitiv nicht.

Kommentar von MissDeathMetal ,

Natürlich sag ich nicht "stell mal!" zum Anfänger. Aber ich hock den nicht auf irgendein Pferd und lass den außenrum dschingeln. Für einen Anfänger nehme ich ein Pferd, welches solide ausgebildet ist und sich von selbst ordentlich trägt. Es gibt nichts schlimmeres als einen Reiter, der nichts kann auf einem Pferd, das auch nichts kann. Ein gut ausgebildetes Pferd geht auch mit einem Anfänger in einer guten Haltung, ohne Ausbinder. Und dann geht der Anfänger nicht auf der ganzen Bahn bummeln sondern kommt an die Longe. Dort übernehme ich als Longenführer das Biegen und Stellen und der Reitschüler bekommt eh erst Zügel in die Hand wenn er diese ruhig halten kann und sie sitzunabhängig trägt. Davor braucht der gute Anfänger auch keine Schüler. Und wenn er sie hat, dann nur, um mal zu fühlen wie sich das Pferdemaul anfühlt. Er lernt aber das Treiben, Halten und Parieren über den Sitz, nicht über die Hand. Das stellen fängt man erst an, wenn der Reiter Schritt, Trab und Galopp reiten kann. 

Dieses ewige Ausbindergefimmel kommt nur daher, dass alle Kinder sofort "alleine" reiten wollen und Eltern nerven, wenn ma das Kind länger als 3 Stunden an der Longe behält. Und weil das Kind dann in den Zügeln hängt geht das Pferd k*cke, also schnürt man es runter. Kind glücklich, Eltern zahlen, Reitlehrer kann am Handy fummeln und Pferd latscht sich den Rücken kaputt. Toll, was?

Kommentar von Viowow ,

equestrianlove, das ist doch das was ich meine: mit ausbindern lernt man es erst recht nicht. man setzt einen anfänger an die longe, solange, bis der sitz unabhängig ist. dann nimmt man ein -> ausgebildetes <- pferd und da drauf lernt der reiter im schritt die hilfen. wenn sie im schritt sitzen , kommt der trab. danach galopp, dann lektionen etc. so ist es sinnvoll aufgebaut und braucht keine ausbinder.

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