Frage von AndiBbbbb, 15

Wie bekämpfe ich Angst/Panik bei Vorträgen?

Ich bin beruflich gezwungen, Vorträge vor einem 20-25 Mann Publikum zu halten. Dabei bin ich immer HÖLLISCH nervös, was mich sehr belastet. Ich kannte diese Seite an mir garnicht, da ich eigentlich ein lockerer Typ bin. Aber wenn ich vor einem Publikum stehe, oder schon daran denke, wie ich vor einem Publikum reden muss, fängt mein Herz plötzlich panisch an zu Klopfen, ich hab nur noch Brei im Hirn und kriege eine zittrige Stimme, werde ganz blass im Gesicht und kriege kaum noch ein Wort raus. Dies belastet mich sehr. Ich möchte mich ja nicht vor den Leuten zum Affen machen, und eigentlich kann ich ja gut reden, aber mein körper spielt da einfach nicht mit, sogar wenn ich es schaffe meine Gedanken zu kontrollieren. Aber mein Unterbewusstsein rebelliert da schrecklich stark und macht mir das ganze fast unmöglich...

Habt ihr irgendwelche Ratschläge wie ich es schaffe, mein "Lampenfieber" bzw die Unfähigkeit vor vielen Leuten zu reden zu besiegen bzw. zumindest so einzuschränken dass ich meinen Vortrag halbwegs vernünftig halten kann? Wie gesagt, momentan ist es so schlimm dass ich kaum drei Sätze rauskriege...

Schrecklich... :/

Antwort
von StilleStaerken, 5

Zunächst mal: Bei einem Vortrag vor über zwanzig Leuten ist Lampenfieber normal. Auch geübte Redner gehen mit körperlichen Reaktionen, die sie selbst als sehr unangenehm bei sich empfinden, vor's Publikum.

Du siehst das als Zuschauer meistens nicht - und wenn doch, dann stört es dich nicht weiter. Weil du es normal findest, dass jemand am Anfang seines Vortrages erst mal reinfinden muss.

Das trifft auch auf dein Publikum zu, wenn du ihm gegenübertrittst: Es stört sich nicht daran, dass du nervös bist (selbst wenn es deutlich erkennbare Anzeichen dafür gibt).

Ich habe als Trainerin schon weit über hundert Leute in Übungs-Präsentationen erlebt. Nahezu alle empfanden sich als "völlig übermäßig nervös". Bei den meisten konnte ich es auch sehen oder hören, als sie ihren Vortrag begonnen haben. Gestört hat es nie, denn alle sind nach wenigen Minuten mitten in ihrem Thema gewesen, haben durch ihre Inhalte überzeugt und durch's Weiterreden ihre Nervosität abgebaut.

Daher ist mein Tipp: Machen. Möglichst in nicht zu langen Abständen immer wieder.

Nach maximal drei Minuten Vortrag hat das Publikum deine Nervosität vergessen. Du selbst spürst sie zwar dann noch (weil der Körper eine Weile braucht, um den zuvor produzierten Erregungs-Botenstoff-Cocktail wieder abzubauen), aber sie spielt für den Vortrag keine Rolle mehr.

Für die ersten drei Sätze: Nimm immer die gleichen Einstiegssätze und mach sie dir zur Gewohnheit.

Ach ja: Atmen ist extrem wichtig am Anfang eines Vortrages. Wird allzuoft vor Aufregung vergessen...

Also: Tief durchatmen, mit routiniertem Einstieg starten und akzeptieren, dass die Aufregung da ist und sich mit der Zeit während des Vortrags abbauen wird.

Antwort
von Lupinie13, 11

Das kenne ich auch :( Ich bin m/13 und habe damit auch zu kämpfen. Ich habe leider auch noch nicht so wirklich eine Krankheit aber ich habe gehört das es Tabletten dagegen gibt. Ich wünsche dir viel Glück :)

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