Frage von atoemlein, 91

Wie begegnet man einem Freitod"kandidaten"?

Wie würdet ihr einem flüchtigen Bekannten begegnen, von dem ihr wisst, dass ihr in trefft, und dass er in wenigen Tagen in den medizinisch begleiteten Freitod gehen wird?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Lichtpflicht, 42

Eine schwierige Frage, da einem das nicht so oft im Leben passieren wird und wahrscheinlich nicht so viele Menschen Erfahrung damit haben...

Wahrscheinlich würde ich ihn erstmal begrüßen und eher abwarten, ob und wie er selbst auf seine Situation zu sprechen kommt. Vielleicht würde ich meine eigene Unsicherheit formulieren und fragen, wie es dem Menschen damit geht und ob er sich vielleicht von mir etwas wünscht, aber auch das kommt auf die konkrete Situation an.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Mensch sich intensiv mit seinem nahen Tod beschäftigt hat und entweder viel oder wenig drüber sprechen will, je nachdem, in welcher Beziehung man mit diesem Menschen steht.

Das verabschieden ist sicher das schwierigste, da man sich nie wieder sehen wird. Ich würde vielleicht vorher überlegen, ob es positive Dinge gibt, die ich ihm schon immer einmal sagen wollte und ihm viel Kraft wünschen und umarmen.

So allgemein denke ich, kommt es in dieser Situation vor allem auf Feinfühligkeit an und man muss sein Verhalten sehr auf das Verhalten des anderen abstimmen.

Antwort
von testwiegehtdas, 30

Ich würde mir überlegen ob ich noch etwas ansprechen möchte z.B. etwas für das ich ihm immer danken wollte.

Wenn nicht, würde ich versuchen ihm so normal es geht zu begegnen. Wenn ihr darauf kommt, dann sage ihm evtl. dass du seine Entscheidung respektierst (aber nur, wenn es wirklich so ist).

Wenn es ein medizinisch begleiteter Freitod ist, dann wird er ja irgendeine schlimme Krankheit haben und sich vermutlich daher schon auf die Erlösung freuen.  Trotzdem wird es für ihn schwer sein seine Verwandten und Freunde in einer Mischung aus "es ist besser für ihn" und "ich will aber nicht dass er geht" zu sehen. Seine Entscheidung hat ja auch Auswirkung auf deren Leben, ich denke da ist ein bisschen ernst gemeinter Zuspruch gut.

Da ist es doch schön, vorher noch mal das Leben möglichst unbeschwert genießen zu können...

Antwort
von silberwind58, 41

Wenn Er darüber reden will,höre ich erstmal zu. Und ganz vorsichtig hätte ich auch viele Fragen zu stellen,aber nur,wenn Er das möchte.Ja,ich glaube,ich wäre selber ein wenig unbeholfen,muss ich zugeben! Ist ja auch keine Alltägliche Situation.

Antwort
von PurpurSound, 29

Der tod gehört zum leben, nur dass wir seinen zeitpunkt eher in der hand haben.

Ich begegne ihm ganz gewöhnlich, wie wenn ich einem "star" begegne der genauso aufs klo muss wie alle anderen. Eine ausnahme machen für mich nur geniale menschen, die gott geküsst hat :-)

Wenn er etwas auf dem herzen hat wird er es schon ansprechen!

Antwort
von kruemelche, 39

Ganz normal. Er/sie ist ja trotzdem die selbe Person und wegen der entscheidung nicht gleich ein anderer mensch.

Antwort
von Youareme, 19

Ich würde mit Respekt gegenüber treten und es akzeptieren, hat man eine andere Wahl?

Antwort
von meinerede, 27

Ich würde ihn ♥lich grüßen und mich freuen, das ich ihn nochmal sehen kann.

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