Frage von Laurin33, 181

Wie befindet ihr mein Arbeitszeugnis?

Herr "Max Mustermann", geboren am 01.04.1986, Staatsangehöriger von Deutschland, ist seit dem 01.11.2009 in unserem Untemehmen tätig.

Sein Aufgabengebiet umfasst die folgenden Tatigkeiten:

  • MIG-Schweissen.

  • IG-Schweissen

  • Bedienung der Schweissportale Allgemeine Schleif- und Fräsarbeiten

  • Zusammenstellung von Baugruppen gemass Zeichnung

Herr "Mustermann" besitzt ein fundiertes Fachwissen und umfangreiche Erfahrung in seinem Aufgabengebiet. Er setzt erworbenes Wissen erfolgreich in die Praxis um und findet sich auch in neuen Aufgabenstellungen schnell zurecht. Durch seine Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erzielt er eine sehr gute Arbeitsqualitat. Der Arbeitsaufwand und die Arbeitsergebnisse sind gut aufeinander abgestimmt und die Vorgaben werden zuverlässig eingehalten. Er erkennt Probleme in seinem Verantwortungsbereich und liefert einen wesentlichen Beitrag zu deren Lösung. Auch bei grossen Anforderungen arbeitet er konzentriert und erbringt eine hohe Leistung. Herr "Mustermann" engagiert sich sehr für sein Aufgabengebiet ist äusserst initiativ und setzt sich vollumfanglich für seinen Aufgabenbereich ein. Veränderten Situationen kann er sich ausgesprochen leicht anpassen und reagiert auch unter belastenden Umständen ruhig und sicher. Besonders erwähnenswert sind seine Selbständigkeit und hohe Flexibilitat. Er unterstützt die Zusammenarbeit im Team, schätzt andere Meinungen und nutzt Kritik zur personlichen Entwicklung. Herr "Mustermann" ist daher bei Vorgesetzten und Mitarbeitenden anerkannt und beliebt Wir schätzen ihn als einen wertvollen Mitarbeiter, der sich seiner Aufgabe und dem Unternehmen verpflichtet. Dieses Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Herrn "Mustermann" ausgestellt. Wir danken ihm für die bisher geleisteten Dienste und hoffen, weiterhin auf seine sehr geschätzte Mitarbeit zählen zu dürfen. (Ende)

Ich arbeite in der Schweiz, deswegen der Hinweis auf die Staatszugehörigkeit. Ich bitte euch um eine Bewertung meines Zeugnisses.

Vielen Dank.

Antwort
von abibremer, 109

abgesehen von der sehr "holperigen" Formulierung "ist Staatsangehöriger von" die besser einfach(ist deutscher Staatsbürger)- lauten würde- Das will doch gar niemand wirklich wissen und ergibt sich ohnehin aus dem Lebenslauf, der üblicherweise zu einer Bewerbung gehört: Wenn hr.x hier als Migrant Arbeit sucht, wird das "automatisch" im Lebenslauf stehen.


Antwort
von Interesierter, 125

Ich vermisse die für ein gutes Zeugnis üblichen Steigerungsformen an vielen Stellen.

Das Zeugnis liest sich in etwa so, als ob hier eben jemand seine Stunden ableistet, das tut, was man ihm sagt, aber auch nicht mehr. Die Arbeit ist in Ordnung, aber das wars dann auch. 

Treten Probleme auf, muss der Meister helfen.

Unterm Strich als Schulnote ausgedrückt, dürfte das in die Richtung 3 bis 3,5 gehen, also nicht so wirklich der Brüller.

Antwort
von apophis, 117

Hmm, bisschen doppeltgemoppelt an einigen Stellen.

"Arbeitsaufwand und Arbeitsergebnisse sind gut aufeinander abgestimmt"
Einerseits etwas überflüssig, weil der Fleiß sehr oft betont wird, andererseits ist ein "gut" nicht gut genug für ein Arbeitszeugnis.

Dass das Zwischenzeugnis auf Mustermanns Wunsch ausgestellt wurde, sollte nur erwähnt werden, wenn Mustermann das auch möchte. Ansonnsten sollte es weggelassen werden.

Dass die Tätigkeiten stichpunktartig aufgelistet ist gefällt mir persönlich nicht so, ob es für ein Arbeitszeugnis gut oder schlecht ist, weiss ich allerdings nicht.

Kommentar von Nightstick ,

1. Die Floskel, dass ein Zwischenzeugnis auf Wunsch des Mitarbeiters ausgestellt wird, ist absolut üblich, richtig und notwendig! Ein Zwischenzeugnis wird ja schließlich nicht auf Veranlassung des Unternehmens erstellt.

1. Auch die Auflistung der Tätigkeiten ist absolut normal. Soll man sie etwa im Fließtext schreiben? Bei der Auflistung kommt es allerdings auf die Reihenfolge an (Staffelung nach Wichtigkeit bzw. verantwortungsvollen bzw. hauptsächlichen Tätigkeiten)!

Kommentar von apophis ,

1. Ganz genau, auf Wunsch des Mitarbeiters, sprich etwas ganz übliches. Das muss nicht extra erwähnt werden

1. Wie gesagt, mit der Auflistung war es meine persönliche Ansicht.

Antwort
von nurlinkehaende, 107

Auf den ersten Blick ein gutes bis sehr gutes Zeugnis.

Kommentar von Nightstick ,

Auf den zweiten Blick jedoch leider ein vollkommen unbrauchbares, von einem unfähigen Zeugnisautor geschriebenes Zwischenzeugnis, das einen ungesunden Mix aus der Formulierung eines gewerblichen und kaufmännischen Mitarbeiters enthält.

Ich rate dem Fragesteller, sich jemenden zu suchen, der etwas von der Materie versteht, mit ihm zusammen das Zeugnis neu zu formulieren, und dann damit an den Arbeitgeber zwecks Änderung heranzutreten.

Antwort
von Hoegaard, 102

Gut bis sehr gut, mit deutlicher Tendenz zum letzteren.

Antwort
von ischdem, 62

1-2 Zeugnis um nach Schulnoten zu beurteilen...

manche Wortzusammenhänge gefallen mir nicht aber das ist Formulierungssache.....besonders bei den Schweizern denke ich .....

Kommentar von ischdem ,

lass dich hier nicht verunsichern....von "klugen" Leuten....wenn ich will kann ich in jeder Wortformulierung eine Kritik finden......

bei jedem RA wirst du eine verschiedene Meinung finden....

ich bleibe bei meiner Meinung, wie hier auch viele Andere ein gutes Zeugnis, wenn nich tsogar ein serh gutes...halt mit schweizer wort-ausdrücken.....

take care

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