Wie baut man bei einem jungen Hengst gut&schnell Muskeln auf?

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7 Antworten

Um die o.g. Frage im Titel pauschal zu beantworten - gut aufbauen geht, schnell nicht.

Für "gut" reicht es im Prinzip schon, euch langsam der am Ende geforderten Leistung anzunähern. Der Körper bildet und formt seine Muskulatur immer danach, wie er beansprucht wird. Also sprich, erstmal mit dem Gedanken anfangen, dass das Pferd wenig Muskulatur und Kondition hat, Gelenke, Bänder, Sehnen usw. sind viel Beanspruchung auch nicht gewohnt und müssen sich erst anpassen. Also - nicht stundenlang muskelzehrende Übungen, diese eher stetig wiederholen. Du kannst das schon genannte bergauf und abreiten als Beispiel nehmen: Reite den Berg lieber morgens zwei mal hoch und runter und abends nochmal, anstatt viermal auf einmal. Intervallmäig trainieren eben, sodass der ganze Körper immer wieder Luft hat zur Erholung. Diese Intervalle kann man dann erhöhen, bald reitest du nicht je 2x hoch und runter, sondern 3x, irgendwann sind dann auch 5x auf einmal kein Problem mehr. Das kannst du auf Longieren, Dressurarbeit usw. übertragen. Das steigert Kondition und baut Muckis auf. 

Das war das eine - das andere: Immer Bedenken, dass Sehnen etc. ja auch noch nicht die volle Dröhnung mitmachen. Also eher die Sachen konzentrierter machen, die diese nicht übermäßig belasten und anfangs eher die häufiger, die schonender sind.

Dann wird sich das Pferd mit der Zeit entwickeln =)

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Equikinetic. falls dir diese trainingsweise nichts sagt kannst du genaueres auch noch googeln. prinzipiell ist es sehr simpel. du brauchst insgesamt 8 begrenzende stangen etc die du in einem viereck als gasse hinlegst sodass das pferd durch dieses gassenviereck durchläuft. wichtig: NUR in diesem viereck damit die biegung etc im späteren verlauf gewährleistet wird.

am besten verwendest du eine longe und einen kappzaum damit du das genick des pferd usw besser kontrollieren kannst. lass dem pferd erst kurz ein wenig gewöhnungszeit und korregiere es jedesmal wenn es die gasse verlässt. es muss zuerst verstehen dass die gasse sein bereich und das innere viereck deiner ist.

klappt das soweit dann kannst du weitermachen. nimm dir eine etwas längere gerte zur hand und "stütze" damit die innere schulter des pferdes. nicht feste drücken aber so dass die schulter draussen bleibt und nicht nach innen fällt. gleichzeitig biegst du dein pferd nach innen mit dem kappzaum. wenn es schön untertritt dann machst du es richtig. nur nicht überdehnen aber die haltung trotzdem konsequent beibehalten. währenddessen ihr das macht geht ihr erstmla im schritt innerhalb der gasse in dieser biegung. sieht sehr unspektakulär aus, ist aber wahnsinns effektiv. das ganze machst du letztendlich immer in bestimmten intervallen. nimm dir da am besten eine stoppuhr zur hand. immer ca 30 sekunden auf der einen hand dann 30 sekunden pause machen. das heisst du lässt dein pferd aus der biegung heraus und an der langen longe innerhalb der gasse ungezwungen laufen. da es trotzdem sehr wichtig ist dass sich die musklen wieder entspannen können.

danach die hand wechseln und das selbe nochmal wiederholen. du kannst mit der zeit die dauer der intervalle steigern.wobei man auch ein bestimmtes höchstmaß beachten sollte um das pferd nicht überzubeanspruchen.

nach den übungen wirst du merken dass bestimmte bereiche des pferd sehr sehr warm geworden sind. das zeugt dann davon dass du es richtig gemacht hast. du kannst im internet nochmal genau nachlesen welche bereiche dies sind.

jetzt noch ein bischen allgemeines dazu:

die trainingsweise an sich wurde von michael geitner zusammengestellt der selbst viel im reitsport tätig war. ich weiss auch von was ich rede da ich selbst ein praktikum bei ihm hatte und jetzt sehr von der trainingsweise überzeugt bin. unterstützend zu diesen übungen ist es sinnvoll bei der farbwahl der stangen blau und gelb zu verwenden da diese so weit man bisher weiß vom pferd am besten unterschieden und erfasst werden können.equikinetic  selbst unterstützt den gesamten muskelaufbau des pferdes. beobachten kann man das auch an der beidseitig wachsenen mähne bei längerer trainingsanwendung.

zudem ist es aber genauso wichtig dem pferd im verlauf der woche trotzdem noch genug pausen zu gönnen. nach den ersten paar trainingseinheiten sollte man auch mal 2 tage nichts tun da ein muskelkater nicht unbedingt auszuschließen ist. 

achso und als letztes wollte ich noch sagen dass ihr die gangarten mit der zeit auch ändern könnt. bzw das ganze im trab machen könnt.

bei fragen gerne bei mir melden ;)

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Du redest hier von einem gekörten Junghengst, der muß ja in eine guten Basiskondition sein, um überhaupt gekört zu werden.

Auch muß er ansonsten relativ gut da stehen, sonst würde ja kein Stutenhalter seine Stute zum decken bringen. Das mal vorausgeschickt.

Ansonsten hast du schon geschrieben was geht, Bergsteigen, Longieren in V/A und gezielte Stangenarbeit und Freispringen.

Noch was, was bedeutet bei dir rumstehen - Box oder Koppel? Wenn es Koppel ist, dann steht das Pferd nicht.

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Kommentar von DunkelElfe3344
03.07.2016, 21:11

Ja es ist nicht so das er gar keine hätte, aber eben wenig, da er in den letzten Wochen nur rumstand und wie gesagt auch nie zB in´s Gelände ging.

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Achja, und zu "er hatte nicht so ein gutes Leben" - hey, es ist einfacher, jetzt das Pferd aufzubauen, als eines wiederzubeleben, dass schon in der Jugend sauer geritten wurde oder gar körperlich schon durch zu frühe Arbeit ruiniert ist ;)

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Kommentar von DunkelElfe3344
03.07.2016, 21:00

Ja stimmt natürlich. Und er ist ja erst 6, er hat ja noch das Leben vor sich und es wurde nicht soo viel kaputt gemacht, abgesehen von seinen Muskeln 

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A  Intervall training Schritt und Trab im Wechsel je 1 Minute für Anfangs 15 Minuten insgesamt. .  dabei sehr viel handwechsel, . Geritten oder longiert.

B bergauf und bergab im Schritt, später bergauf auch im trab und Galopp jeweils für 1 Minute im Wechsel mit Schritt

C Wasser treten oder schwimmen 10 Minuten reicht völlig

D immer einen Tag arbeiten dann einen Tag spazieren gegangen

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Kommentar von friesennarr
03.07.2016, 21:13

Bergauf ist im Aufbautraining für die Muskulatur immer nur Schritt - niemals Trab oder gar Galopp.

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Viel ausreiten und im Schritt die Berge hoch und runter. Im Schritt, wohlgemerkt. Das ist anstrengend und baut Muskeln auf.

Und dann halt GUTES Longieren. Longieren, nicht Zentrifugieren!

Und gutes Dressurreiten.

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Also ich würde mit ihm Hügel hinauf gehen (am Anfang nur im Schritt), mit ihm Schwimmen gehen und über Stangen laufen.

LG hannileo12  

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