Frage von Maran77, 89

Wie baue ich einen Fußboden über verdichtetem Erdreich auf, ohne Gefahr zu laufen, dass aufsteigende Feuchtigkeit zum Problem wird?

Hallo, ich bin dabei ein ca. 100 Jahre altes Haus mittels einer Kernsanierung wieder fit und bewohnbar zu machen. Ein Raum im Erdgeschoss, ist im Gegenteil zum Rest des Hauses nicht unterkellert. Als wir dort die alten Holzdielen herausgenommen hatten, fanden wir alte Eichenbalken und eine Schüttung. Nachdem auch dieses Material entfernt war, stießen wir auf alte Dachpappe und fanden darunter verdichtetes Erdreich. Es sind nun ca. 15 cm an Aufbauhöhe verfügbar. Ich möchte den Fußboden neu aufbauen und natürlich verhindern, dass die Feuchtigkeit erneut aus dem Erdreich nach oben steigt. Ich habe schon im Internet viel gelesen, auch über kapillarbrechende Schichten, bin mir aber noch nicht schlüssig, wie ich es nun angehen soll. Was meint ihr, was wäre die beste Lösung?

Antwort
von Onki73, 32

Der Fußbodenaufbau nach guter, alter väterlicher Sitte war nie verkehrt:

Bitumenabdichtung (Voranstrich plus Dachbahn) auf Sauberkeitsschicht (ca. 5cm gestampfen Beton) gegen Bodenfeuchte. Ggf. noch ca. 10cm Erdreich dafür abtragen.

Darüber eine 6-10cm starke Luftschicht, die über Öffnungen in den Aussenwänden mit der Aussenluft in Kontakt steht. Das dient der Feuchteabfuhr (Wohnraumfeuchte).

Über der Luftschicht eine tragende Holzbalkenkonstruktion (aufliegend auf Ziegelsteine auf dem Boden) mit dem Fußbodenaufbau (Dielung). Möglichst dickes Holz der Dielung sorgt hier nicht nur für Stabilität, sondern speichert und dämmt auch die Wärme.

Ggf. (wenn der Platz ausreicht) kann auch ein Blindboden aus 4-5cm dickem Bauholz gezimmert werden, auf welchem dann schwimmend Parkett oder Laminat verlegt werden kann (auf 5mm dicken Holzfaser-Weichplatten zur Trittschalldämmung).

Bei anderen Varianten des Fußbodenaufbaus (ohne feuchteabführende Luftschicht) besteht die Gefahr der Durchfeuchtung von Dämmstoffen durch Kondensatbildung, bzw. nach Wasserschaden. Die Kondensatgefahr besteht immer auf der kalten Seite des Dämmstoffs - ein Eindiffundieren von Feuchte muss hier von der warmen Seite aus durch geeigntete Folien verhindert werden. Ist die Dämmung feucht, so ist die Trocknung zur Dämmwert-Wiederherstellung sehr aufwänig, ggf. auch unmöglich.

Antwort
von dupri, 43

Die vorherigen Antwortgeber haben ja schon von einer Dampfbremse gesprochen, damit wird umgangssprachlich aber meist ein Produkt aus Polyethylenfolie bezeichnet. Für deinen Einsatzzweck sollte ein Produkt aus Bitumen mit zusätzlicher Aluminiumeinlage eingesetzt werden. Das gibt es von praktisch jedem Bitumenbahnenhersteller. Zwei konkrete Produkte, die wir in unserem Shop haben (Achtung Eigenwerbung) sind die "Knauf Katja" und die "Börner Erika". Aus irgendeinem Grund sind bei diesem Artikel Frauennamen sehr beliebt. viele Grüße bausep.de

Antwort
von Kuestenflieger, 42

starke folie in einem stück einbauen , ausgleichs-kiesschicht ~ 3-5 cm , steinwolle , folie , 6cm beton , 20mm styropor , estrich .

Kommentar von Borowiecki ,

Und der Schimmel zwischen die zwei Folien Schichten ist vorgeschrieben

Antwort
von Borowiecki, 44

Dampfsperre , 50 mm Dämmung , 50-70 mm fliesestrich bleiben noch 30 mm für fertig Fußboden . Vor dem ganzen wurde gut gebraucht eine horizontalsperre zu mindest an die wände die nicht mit Keller verbunden sind etwa 100 mm unter dem Fußboden Aufbau .

Antwort
von dietar, 40

Das A und O eines trockenen Kellers ist eine gute Drainage.

Kommentar von Borowiecki ,

Leider stimmt das nicht . A und O trockene Keller ist horizontale und vertikale Sperre außen Wände und Boden Platte .

Antwort
von pharao1961, 25

Wenn du Sperrschichten einbaust und eine Dränage verlegst, sollte alles ok sein.

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