Frage von GanNo0815, 79

Wie Auto angemeldet verkaufen?

Hallo, ich versuche im Moment mein Fahrzeug zu verkaufen. Nun habe ich einen Interessenten welcher eine lange anreise hat und mich Deshalb gefragt hat ob ich das Auto auch angemeldet verkaufen würde.

Ich habe vieles im Internet zu diesem Thema gefunden, jedoch nicht das was ich mir vorgestellt habe.

Hat hier jemand zufällig Erfahrungen gemacht wie das abläuft und auf was ich rechtlich achten muss? Wie funktioniert das danach mit dem abmelden?

Vielen Dank schon mal für die Info.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von machhehniker, Community-Experte für Auto, 25

Also Möglich ist das und bestimmt auch schon sehr oft genauso gut und richtig abgelaufen, nur ich würde dies nicht empfehlen.

Es gibt immer Mehr die zwar auf dem Kaufvertrag die Verpflichtung eingehen das Fahrzeug unverzüglich abzumelden aber diese Verpflichtung einfach nicht einhalten. Möglicherweise verursachen die noch Unfälle, Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten und zunächst kommt Alles auf Dich zu. Manchmal ein langwieriger Prozess bei dem man mit Anwalt rummachen muss um da wieder raus zu kommen.

Ich würde das Fahrzeug zugelassen lassen bis das mit Probefahrt usw erledigt ist. Wenn es zum Verkauf kommt zur Zulassungsstelle, abmelden und gleichzeitig ein Kurzzeitkennzeichen vom Käufer machen lassen.

Problematisch wäre es wenn Dein Auto keine gültige HU mehr hat, dann würde der Käufer kein Kurzzeitkennzeichen bekommen (den dämlichen Extremtunern sei Dank!). Auch dann würde ich dem aber mitteilen selbst dafür sorgen zu sollen wie er das Auto heimbekommt, zugelassen würde ich es nicht aushändigen.

Antwort
von MaSiReMa, 40

Hallo,

ich würde niemals ein Auto angemeldet verkaufen! Du kannst dem Käufer ja auch nur bis vor die Stirn schauen, gell?

Wenn Du Pech hast, dann meldet er nach dem Kauf nicht ab und Du mußt weiterhin Versicherung und Steuern zahlen. Das kann bis zu 3 Monate dauern.

Oder er baut mit Deinen Kennzeichen einen Unfall, dann zahlt Deine Versicherung und Du steigst in den Prozenten höher.

In beiden Fällen mußt Du unter Umständen einen Anwalt einschalten und hast viel Rennerei, um zu Deinem Geld, bzw. Recht zu kommen.

Der Käufer kann sich eine Tageszulassung besorgen, mit welcher er das Fahrzeug nach Hause fahren kann.

LG

Expertenantwort
von bronkhorst, Community-Experte für Auto, 21

Das kann man - entgegen der hier verbreiteten Panikmache - durchaus mit sehr kleinem Risiko tun und erleichtert einem auswärtigen Käufer die Prozedur ganz enorm.

Es gibt halt - wie immer - ein paar unverzichtbare Hausaufgaben - genau so, wie man niemanden probefahren lassen sollte, dessen Führerschein man nicht genau angeschaut hat.

Für den Verkauf eines Gebrauchtwagens sollte man einen der gängigen Musterverträge der großen Autoverkaufsportale verwenden, in den ja auch ein Ausschluss der gesetzlichen Sachmängelhaftung (!!!) eingearbeitet ist.

Zu diesem Mustervertragssatz gehört eine Veräußerungsanzeige.

Die muss ebenfalls ausgefüllt und mit Datum, Uhrzeit und der Unterschrift des Käufers versehen werden, sinnvollerweise auch mit den Ausweis/Passdaten des Käufers, auch hier checken.

Dieses Dokument sollte dann umgehend nach "Abflug" des Käufers mit dem Auto an die Zulassungsstelle, ergänzend (wenn auch nicht zwingend notwendig) an die Kfz-Versicherung gefaxt werden.

Dann ist der Zulassungsstelle bekannt, dass danach auftretende Übertretungen nicht mehr auf Dein Konto gehen und die Versicherung geht auf den Käufer über, so dass in der Übergangszeit geschehene Unfälle nicht mehr auf den Schadenfreiheitsrabatt des Verkäufers gehen.

Antwort
von RexImperSenatus, 23

Bin der selben Meinung, wie "MaSiReMa"

Aber - auch DU könntest diese Tageszulassung veranlassen, ihm die Schilder mitgeben, und auf jeden Fall einen Kaufvertrag mit Ort der Übergabe & Uhrzeit, sowie Kilometerstand.

Und folgenden Passus mit einfügen :

Der Käufer verpflichtet sich, das oben genannte KFZ sofort, bzw. spätestens am nächsten Werktag bei der Zulassungsstelle an- bzw. umzumelden. Der Käufer verpflichtet sich, vom Zeitpunkt der Übergabe des Fahrzeuges an, sämtliche Schäden und Verkehrswidrigkeiten, die zu Lasten des Verkäufers gehen, bis zum Tage der Ummeldung des oben genannten Fahrzeuges sofort zu begleichen, ohne Nachteile zu Lasten des Verkäufers.

Antwort
von MrBesserwisser, 37

In der Regel machen das Leute um mit dem Auto dann nach Hause zu kommen, melden es ab und melden es auf sich um. Sollte dies nicht passieren kannst du für Schäden die entstanden sind haften.

Deswegen empfehle ich jedem, wenn du jemanden persönlich kennst, kannst du es angemeldet lassen. Bei Fremden abmelden, er soll sich dann ein Kurzkennzeichen besorgen und mitnehmen.

Das kann gut gehen, aber sicher ist das nicht.

Lieber Gruss

Antwort
von Schnibbelhilfe, 40

Du musst deiner Versicherung und dem Straßenverkehrsamt mitteilen das du dein Auto mit den gültigen KfZ-Kennzeichen verkauft hast.

Ein Kaufvertrag, wo dies ebenfalls drin erwähnt ist, wäre auch zudem noch sehr von Nutzen

Antwort
von wickednick, 31

Du kannst das Auto auch angemeldet verkaufen. Dies muss aber im Kaufvertrag festgehalten werden. Genauso sollte drin stehen, dass der Käufer zum sofortigen abmelden bzw. ummelden des Fahrzeuges verpflichtet ist. Des Weiteren kannst du verlangen, dass er dir deine Kennzeichen nach Abmeldung zuschickt. 

Um Missverständnisse zu vermeiden, informiere deine Versicherung über den Verkauf sofern du nicht ein neues Fahrzeug anmeldest. Dies erspart dir evtl. im Nachgang Ärger und Kosten die du zunächst tragen müsstest.

Kommentar von Repwf ,

Und selbst mit Vertrag rennst du im schlimmsten Fall allem hinterher... wozu?  

Nur weil der Käufer zu bequem ist sich Kennzeichen zu besorgen? 

Kommentar von wickednick ,

Ich hab ihm nur eine Möglichkeit aufgezeigt. Vielmehr ging's mir darum, dass er es Vertraglich festhalten muss, wenn er sich auf so etwas einlässt, als dass ich ihm dazu geraten habe.

Expertenantwort
von jloethe, Community-Experte für Auto & KFZ, 28

Lass es sein !!!!!!!!!  Der Käufer soll sich ein Überführungskennzeichen besorgen..  da legst du dir eine mine und springst daruf herum.. die folgen sind nicht absehbar..  .

Ich hab hier schon einige Beiträge dazu verfasst ... schau mal in der Suchfunktion..

Ein zugelassenes Fahrzeug gibt man nicht aus der Hand   egal was der Käufer bietet.. Eine deutsche Zulassung ist in Osteuropa  einige hundert Euro  wert wenn nicht noch mehr..

 eine beliebte Masche ... Bitte mach Dich nicht unglücklich... Joachim


Antwort
von pwohpwoh, 12

Mit folgendem Satz im Kaufvertrag bist du auf der sicheren Seite: "Alle durch den Betrieb des Kfz enstehenden Kosten gehen ab sofort zu Lasten des Käufers". Wenn der Käufer vertrauenswürdig ist, kannst du alle anderen Warnungen vergessen.

Kommentar von Repwf ,

Und woran erkennst du "vertrauenswürdig" bei einem völlig fremden? 

Kommentar von machhehniker ,

Ja, das dachte ich mir auch. Vielleicht daran dass nicht "Betüger" auf die Stirn tätowiert wurde.

Antwort
von Margita1881, 37

Darauf gehst nicht ein !

Der soll sich ein Kurzzeit-Überführungskennzeichen kaufen, schick ihm diesen Link zum beantragen.

http://www.kurzzeitkennzeichenseite.de/ueberfuehrungskennzeichen/

Kommentar von Havenari ,

Mit dem Link kann man sich allenfalls eine eVB-Nummer besorgen, aber keine Kurzzeitkennzeichen. Dafür muss man zur Zulassungsstelle und braucht die Fahrzeugpapiere.

Antwort
von Repwf, 37

Lass es!

Er kann sich kurzzeitig Zeichen besorgen! 

Antwort
von 716167, 32

Du meldest das Auto VORHER ab, dein Interessent bringt Kurzzeitkennzeichen mit.

Das ist die einzige sichere Methode.

Kommentar von GanNo0815 ,

Ok, daran habe ich auch schon gedacht. Aber wie mache ich das mit einer eventuellen Probefahrt? Also bei ihm kein Problem mit dem kurzzeitkennzeichen aber wie geht das dann bei anderen, sollte er mein Auto nicht nehmen ?

Kommentar von peterobm ,

wie ohne Papiere?

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