Wir überlegen uns zur langfristigen Brennholzbeschaffung ein Stück Wald zu kaufen. Mit wieviel Arbeitsaufwand muss man zur Pflege pro Hektar und Jahr rechnen?

Wenn der Wald schon steht und die Bäume eine für die Gewinnung von Brennholz sinnvolle Grösse erreicht haben, dann hält sich der Aufwand sehr in Grenzen.
Wenn er noch sehr jung ist, dann müsst ihr auslichten und abwarten, dass er wächst.
kraeuterfee, ich wuerde einen Foerster fragen. Fuer den Olivenhain kann ich Dir sagen, super Feuerholz, viel Arbeit, aber Du kriegst noch Olivenoel, was Du wiederum zu Chorta brauchst.

bei einem verwilderten, ungepflegten wald, kommt durchaus hübsch arbeit auf dich zu. du musst ran u den wald pflegen, durchforsten. gerade bäume mit gesunder ausreichender krone, müssen freigestellt werden, damit sie mehr licht u raum bekommen(1-2 bedränger entnehmen). kranke u krumme, grobastige bäume sollten auch raus. grosse u starke sind natürlich für brennholz zu wertvoll. besser an ein sägewerk verkaufen.
wenn der wald mal richtig gepflegt, durchgeputzt wurde, wird die arbeit weniger. es reicht, wennst du jedes jahr reingehst u nach dem obigen schema dein brennholz entnimmst.
es ist wirklich am besten, du setzt dich mit einem förster in verbindung, weil eine ausführliche antwort hier den rahmen sprengt.
Wer du nur auf auf "preiswerteres Holz" aus ist, solltest du dich beim Forstamt als Selbstwerber eintragen lassen. Dann kann man selber im Wald sein Holz schlagen und rausholen.
Ich kann jedoch eigentlich nur davor warnen: Es gibt wohl kaum ein gefährlicheres Hobby als Holzmachen. Deshalb niemals ohne Sägen-Führerschein und umfassende Ausrüstung(SChuhe, Hose, Sichtschutz, Helm, Handschuhe) arbeiten. Aber eigentlich warne empfehle ich: Mehr Angebote einholen und Holz kaufen. Spart viele Verletzungen und Probleme.
Ansonsten ist ein eigener Wald in unseren Breitengraden wenig rentabel. Um ein mehrfacher rentabler sind Tropenwald-Investments. Eine neutrale Übersicht hierzu gibt es bei 3Sat. BEi Google z.B. 3Sat und FSC eingeben.
Ich erwähnte ja bereits, das ein eigener Wald in unseren Breitengraden wenig rentabel ist. Zum Beleg eine Studie der "Bundesforschungsanstalg für Forst- und Holzwirtschaft" mit dem Titel "zur ökonomischen Situation von Forstbetrieben in Deutschland". Darin wurde über 12 Jahre ein durchschnittlicher Jahresreinertrag nur 25 € (!) je Hektar ermittelt (S.10). Forstbetriebe würden "pro ha nur etwa 10% des landwirtschaftlichen Gewinns erwirtschaften".
Meine Empfehlung daher: 1) Keinen eigenen Wald kaufen. Lieber Selbstwerber werden, wenn man mit der Kettensäge gut umgehen kann. 2) Ansonsten Holz kaufen. 3) Lieber in Tropenwald investieren. Der ist statistisch mit über 15 % Rendite ausserordentlich rentabel.