Frage von StydiaS, 93

Wie am Besten zum Medizinstudium?

Hallo und guten Abend oder guten Morgen, wann auch immer das hier gelesen wird

Ich besuche derzeit die 9. Klasse einer Realschule in Bayern und möchte Medizin studieren. Bisher war ich auf der Realschule immer Klassenbeste und meine Noten sind eigentlich ziemlich gut, weil ich vorher auf einem Gymnasium war, mir aber Latein Probleme bereitet hat. In der Realschule lerne ich außerdem Französisch.

Zur Zeit mache ich mir wirklich Sorgen, Tag und Nacht, wie ich an mein Medizinstudium kommen soll. Zum einen könnte ich nach der Realschule eben auf die Fachoberschule (FOS) in den Gesundheitlichen Zweig gehen und da eben mein allgemeines Abi machen, eine weitere Möglichkeit wäre in die Übergangsklasse an ein Gymnasium zu gehen oder wenn ich es schaffe, gleich in die 11 zu kommen. Dabei habe ich aber wieder Bedenken, ob es für mich nicht alles zu schnell geht und ich mein Abi später versaue :/ Eine andere Möglichkeit wäre es, eine Ausbildung zu machen und danach 2 Jahre an die BOS zu gehen um dort mein Abi nachzuholen, allerdings würde mir das ja nicht als Wartesemester angerechnet werden.., das aber schon wichtig wäre, weil ich denke ich werde kein 1,0 Abi zusammen kriegen...

Ich möchte auch einfach eine Ausbildung als Back-up sozusagen haben, dass wenn ich mein Studium nicht schaffe, ich nicht mit leeren Händen da stehe..

Ich weiß wirklich nicht mehr was ich machen soll, weil Medizin zu studieren ist wirklich mein Kindheitstraum. Insgesamt habe ich jetzt schon 3 Praktika gemacht und durfte eben auch schon einige Tage mit in den OP.

Ich hoffe irgendjemand der das hier lesen wird, nimmt sich kurz Zeit und gibt mir einen Rat oder würde sonst eine Antwort da lassen!

Danke schon einmal im Voraus!

Antwort
von Treetop, 55

Ein 1,0-Abi wird auch mit dem Wechsel aufs Gymnasium plus 10. Klasse Wiederholung sehr, sehr schwer. Ich habe letztes Jahr Abitur gemacht, mein Zwillingsbruder studiert Med in München und ich hatte es mir auch überlegt (NC wäre da gewesen), habe mich aber letztendlich dagegen entschieden. Was ich bisher von den ersten zwei Semestern meines Bruders mitbekommen habe: Medizin ist ein wirklich anspruchsvolles Studienfach. Kontinuierliches Lernen, ständige Testate etc.

Aber wenn es das ist, was du wirklich willst, sehe ich eigentlich kein Problem. Du kannst deinen NC z.B. auch mit Medizinertest um bis zu 0,8 verbessern, und 1,5 im Abitur ist machbar, wenn man sich reinhängt.

Kommentar von DUMMaberOHO ,

Medizin ist ein reines Auswendiglernfach und hat mit einem anspruchsvollen Fach wie beispielsweise Physik nichts zu tun. Das sieht man auch an der Durchfallquote. Mehr als 50 Prozent der Leute, die das Physik-Studium beginnen, fallen durch. Mehr als 90 Prozent der Medizinstudenten schaffen das Studium. 

Kommentar von Treetop ,

Ich stimme dir zu, dass Auswendiglernen zumindest in den ersten Semestern wichtig ist. Das heißt allerdings nicht, dass das Fach nicht anspruchsvoll ist. Riesige Mengen von Stoff auswendig lernen - das ist durchaus ein großer Anspruch, der an einen gestellt wird -> anspruchsvoll. Ich glaube, du wolltest dich eher auf die Komplexität beziehen.

Da stimme ich dir insofern zu, als dass Medizin noch ganz andere psychologische und körperliche Belastungen -> klinischer Teil - mit sich bringt als ein Fach wie Mathe oder Physik.

Und 90%? Seeeeehr optimistisch, vielerorts geht's eher in Richtung 75%. Das Studium ist halt recht lang und zäh.

Antwort
von irrelevant2898, 61

Machs am besten so wie ich: nach deinem reaschulabschluss auf ein gymnasium wechseln und da dein allerbestes geben und hoffen, dass man mit diesem Schnitt noch an manchen Unis zu Auswahlgesprächen o.ä eingeladen wird

Antwort
von Carlystern, 31

Wartezeit beginnt erst nach dem Abi und nicht früher.  Egal wie du es anstellst brauchst du erst dein Abi. Natürlich wenn du nach der real keinen platz suf einem Gymi bekommst ( man muss meist die 10. Sowieso wiederholen) kannst du auch eine Ausbildung machen und den Umweg gehen wie ich.

Kommentar von Kristall08 ,

oder wenn ich es schaffe, gleich in die 11 zu kommen.

Das wird nicht gehen. Man muss die Einführungsphase mitmachen, das ist obligatorisch.

Kommentar von Barbdoc ,

Für das Medizinstudium sind Kenntnisse in Biologie, Physik und Chemie von Vorteil, die in der gymnasialen Oberstufe vermittelt werden.

Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Abitur, 14

Klar, alle Wege sind möglich !

Auf einer FOS in Bayern bräuchtest Du am Ende der 12 einen Schnitt von 3,0 in Hauptfächern um die FOS 13 besuchen zu dürfen. Dieser Weg hätte aber den grossen Vorteil, dass Du schonmal näher am Fach bist.

Es gibt auch sehr interessante Berufsausbildung wie z.B. den OP-Helfer oder diese Bestrahlungs-Assistenten (genau Bezeichnung kenne ich nicht). Unter Umständen sammelst Du damit schon Punkte für die Medizinzulassung bzw. könntest u.U. auch schon als Beruflich Qualifizierter zugassen werden, insbesondere wenn Du da noch eine Aufstiegsweiterbildung dranhängst.

Wenn ich eine adäquate Ausbildungstelle ergattern könnte, würde ich an Deiner Stelle den Weg über die BOS gehen, sonst den über die FOS. Der Schnitt von 3,0 dort dürfte ja wohl kein Thema sein.

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