Frage von marrypopkins, 52

Wie kann man am besten mehrere Domains transferieren ohne Downtime?

Hallo,

ich habe vor einigen Jahren für ein paar Bekannte und kleinere Unternehmen einige Domains (ca 20 Stück) bei einem Webhoster in einem Reseller Paket registriert und für diese paar kleinere Webseites erstellt. Über diesen Webhoster laufen die Webseiten, Emails usw.

Nun ist es so das Support für den Hoster im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Fremdwort wurde, die Hard und Software (PHP, Mysql,...) auf den Servern komplett veraltet ist, auf Fragen nicht reagiert wird und man zudem relativ viel für wenig Leistung zahlt.

Nun möchte ich die dort registrieren Domains auf Namecheap transferieren, so das ich die Domains mit einem anderen / besseren Hoster (bereits ausgesucht) verbinden kann.

Frage: Wie gehe ich hier am besten vor so das die gekündigen Domains (am besten) direkt wieder mit einem Server verbunden sind? Das Problem sind weniger die laufenden Webseiten sondern die Emailadressen die von meinen Bekannten genutzt werden. Ein Ausfall der Domain würde auch eine nicht-zustellung der Email bedeuten. Hat jemand paar Tipps wie man am besten vorgehen kann und die Ausfallzeit so gering wie möglich hält?

Antwort
von threadi, 19

Eine Downtime bei einem Umzug sollte es gar nicht geben. Voraussetzung ist lediglich gute Planung.

Die Webseiten würde ich empfehlen 1:1 zu kopieren und auf dem neuen Hosting durchzutesten. Wenn alles ok ist, legst Du noch die E-Mail-Adressen beim neuen Hosting an. Die dabei erstellten Zugangsdaten verteilst Du an alle Betroffenen.

Dann erst startest Du den Domainumzug. Dazu musst Du ggfs. AuthInfo-Codes vom alten Hoster anfordern, was ggfs. etwas Zeit in Anspruch nimmt. Sobald Du alles nötige hast, trage die Domains beim neuen Domainprovider ein und definiere den A-Record zum neuen Hosting.

Dann dauert es i.d.R. zwischen 8 und 24 Stunden bis alles auf das neue Hosting zeigt. In dieser Zeit rufen Nutzer im Browser sowohl das alte wie auch das neue Hosting auf - je nachdem wie deren DNS die Domaininformationen aktualisiert hat. E-Mails kommen in dem Zeitraum ebenfalls bei beiden Hostings an. Nach rund 48 Stunden sollte jedoch keine echte E-Mail mehr beim alten Hoster ankommen. Zu dem Zeitpunkt wäre der Umzug abgeschlossen. Und das ohne Downtime :)

Antwort
von Piet999, 23

Ich halte namecheap für keine gute Lösung und würde eher mit gerwan bzw. domainprovider arbeiten, aber das ist Deine Entscheidung.

Ich hatte ein ähnliches Problem vor wenigen Wochen.

Schritt 1:

Eine ungenutzte Domain zum neuen Hoster legen, dort n Subdomains anlegen und darunter die Homepages abrufbar machen.

Kontrolle der Links und der .htaccess auf Einfluss auf den neuen Namen.

Schritt 2.

Umleitung der Altdomains auf die Subdomains. Damit sind die Homepages unterbrechungsfrei erreichbar.

Schritt 3:

Anlegen eines Postfachs und einer Catchall-Mail auf der neuen Domain.

Schritt 4: 

Jedes alte Postfach mit zusätzlicher Adresse versehen.Postfächer leeren lassen und dann sofort je eine Umleitung der original-eMail-Adresse zum Catchall. Somit geht wenig bis gar nichts verloren. Wenn doch die Vermutung besteht, dass noch etwas kam, kann man über die zusätzliche Adresse nochmals die Postfächer abfragen und endgültig leeren bzw. die eMails weiterleiten.

Schritt 5:

Nun erst kommt der eigentliche Domainumzug. Umzug beantragen und bei Bestätigung der Anforderung sofort die eMailpostfächer und -adressen beim Hoster eintragen. Eintrag der Zuordnung von Domain zum root der Homepage.

Schritt 6:

Warten bis die Umzüge vollzogen sind - testen - prüfen. Eigentlich sollte nun nichts verloren gegangen sein.

Schritt 7: Aufräumen.

p.s. keine Garantie auf Vollständigkeit. Es spielen dabei immer noch die Hoster und deren Umgebung und Reaktionszeiten eine entscheidende Rolle.

Viel Glück PL (Webdesign-NRW.de)

Kommentar von Homero ,

Gute Arbeit ;)

Kommentar von marrypopkins ,

Danke für die Tipps, aber was spricht gegen die Registrierung der Domains über Namecheap?

Antwort
von Minilexikon, 31

Am besten ist es da immer, eine Kopie nachzubilden. Diese kann man dann einmal komplett durchtesten.

Wenn alles passt, sollte man zehn Minuten (je nach dem, wie um wie viele E-Mail-Adressen es sich handelt) einplanen, bei dem dein Bekannter weiß, dass theoretisch eine Downtime entstehen könnte.

Dann schaltest du den einen ab und änderst nur noch den Server quasi.

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