Wie äusserst sich eine Depression?

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8 Antworten

SEHR, sehr unterschiedlich. Darum ist die Krankheit nicht leicht zu diagnostizieren.

Die drei Hauptsymptome

Antriebslosigkeit

Menschen

mit einer Depression sind kraftlos, ergreifen nicht mehr die

Initiative, sie sind rasch erschöpft, manchmal apathisch, Antrieb und

Schwung fehlen. Jede Bewegung scheint zu viel zu sein. Selbst

alltägliche Verrichtungen erfordern größte Anstrengung. Typisch ist das

sogenannte „Morgentief“.

Niedergeschlagenheit

Die

Stimmung ist bei einer Depression herabgesetzt, schwermütig, alles

scheint trostlos und ohne Sinn zu sein. Es dominieren Gefühle der

Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit und inneren Leere.

Interesselosigkeit

Das

Interesse für Dinge und Tätigkeiten, die früher eine Bedeutung hatten,

geht verloren. Die Betroffenen vermeiden soziale Kontakte, stellen

Hobbys ein, können ihre Arbeit nicht mehr bewältigen und ziehen sich ins

Bett zurück. Oft kommt es zu einer völligen Gleichgültigkeit.

Depressive Menschen klagen oft über eine „Leere im Kopf“. Ein wichtiger

Hinweis auf eine Depression ist die Aussage: „Ich habe an nichts mehr

Freude“. Als weiteres Symptom ist die Mimik und Gestik bei vielen

Patienten wie erstarrt, die Stimme leise und monoton.

Neben den drei Hauptsymptomen der

Depression gibt es noch viele weitere Symptome, die man als

Nebensymptome bezeichnet und die für die Einteilung des Schweregrades

einer Depression wichtig sind. Nebensymptome können sowohl das seelische

als auch das körperliche Befinden betreffen.

Seelische Symptome der Depression

Angst

Ein weiteres Symptom der Depression ist die Angst.

Depressive Menschen leiden häufig unter Angstzuständen bis hin zu

Panikattacken. Häufig bestehen Trennungs- und Verlustängste, Angst zu

versagen, Angst vor der Zukunft oder Angst vor sozialen Kontakten.

Aufgaben, die früher mühelos bewältigt wurden, scheinen die Betroffenen

nun nicht mehr gewachsen zu sein. Eine Angst vor Verarmung kann sich

beispielsweise bis zu einem Verarmungswahn steigern.

Gefühl der inneren Leere

Alle

Empfindungen scheinen abgestorben zu sein, die Betroffenen fühlen sich

leer, ausgebrannt, wie versteinert. Viele sind unfähig, zu trauern oder

zu weinen. Depressive Menschen klagen oft über ein „Gefühl der

Gefühllosigkeit“ und die Unfähigkeit überhaupt noch Gefühle empfinden zu

können („Ich bin wie versteinert.“).

Antriebssteigerung und innere Unruhe

Depressionen können sich auch durch Symptome wie Unruhe, Nervosität,

„unter Strom stehen“ und Rastlosigkeit (Fachausdruck: Agitiertheit,

agitierte Depression) äußern. Einige Patienten laufen unruhig,

verzweifelt und wie getrieben umher.

Pessimismus

Probleme

werden überbewertet, es werden nur noch die negativen Seiten gesehen.

Die Betroffenen sind oft ratlos, verzagt, pessimistisch.

Mangelndes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen

Betroffene

entwickeln als Symptom der Depression in vielen Fällen eine

pessimistische Einstellung gegenüber sich selbst, den eigenen

Fähigkeiten, dem eigenen Aussehen oder der Zukunft. Für depressive

Menschen scheint nicht nur die Umwelt grau in grau, auch das

Selbstbewusstsein und die realistische Einschätzung der eigenen

Fähigkeiten geht verloren. Die Betroffenen leiden unter

Minderwertigkeitsgefühlen und einer allgemeinen Unsicherheit, oft

verbunden mit starker Grübelneigung.

Beeinträchtigtes Zeitgefühl

Ein

weiteres Symptom ist oft ein gestörtes Zeiterleben, die Zeit scheint

nicht zu vergehen, es fehlt das innere Bild für Zeitabläufe.

Körperliche Symptome der Depression

Depressionen können

mit vielfältige körperliche (somatische) Begleiterscheinungen

einhergehen. Nicht selten konzentrieren sich die Betroffenen sehr stark

auf diese körperlichen Beschwerden und vermuten hinter den Symptomen

eine organische Erkrankung.

Schlafstörungen

Die häufigsten und oft ersten Symptome einer Depression sind meist Schlafstörungen.

Typisch sind Ein- und Durchschlafstörungen, ein insgesamt unruhiger

Schlaf und frühes Erwachen mit einer bleiernen Müdigkeit am Tag.

Kopfschmerzen

Gelegentlich klagen depressive Menschen über Kopfschmerzen

beziehungsweise einen Kopfdruck, der sich wie „ein stählernes Band um

den Kopf legt“. Die dumpfen drückenden Schmerzen ähneln den Symptomen

des Spannungskopfschmerzes.

Appetitlosigkeit

Depressive Menschen haben häufig keinen Appetit.

Durch die eingeschränkte Nahrungszufuhr ist ein Gewichtsverlust von

zehn und mehr Kilogramm innerhalb kürzester Zeit keine Seltenheit, die

Betroffenen sehen dadurch oft krank aus. Sowohl der Arzt als auch der

Patient konzentrieren sich dann häufig auf die Suche nach der

körperlichen Ursache der Appetitlosigkeit. „Ich bekomme keinen Bissen

mehr herunter,“ ist eine geläufige Aussage der Patienten.

Heißhunger

Sehr viel seltener als Appetitlosigkeit kann auch starker Heißhunger ein Symptom einer Depression sein.

Magen- und Darmstörungen

Viele Depressive klagen über Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Aufstoßen, Schmerzen in der Magengrube, Druck- und Völlegefühl werden beschrieben. Außerdem können sowohl Verstopfung als auch Durchfall zu den Symptomen einer Depression gehören. Alle Magen-Darm-Störungen können sowohl durch die Erkrankung als auch durch Medikamente gegen die Depression (Antidepressiva) hervorgerufen werden.

Beschwerden von Herz, Kreislauf und Lunge

Kreislaufstörungen, Schwindel,

Stechen oder Druckgefühl in der Herzgegend, Engegefühl in der Brust,

Atemnot sind Symptome, über die gelegentlich im Zusammenhang mit einer

Depression geklagt wird.

Sexualität

Bei fast

allen Betroffenen führt die Erkrankung zu einem nachlassenden Interesse

an der Sexualität (Libido). Viele Depressive klagen auch über Erektionsstörungen, Trockenheit der Schleimhäute oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Sonstige Beschwerden

Trockene Schleimhäute, starkes oder vermindertes Schwitzen, Kloßgefühl im Hals, Verspannungen, Rücken- und Muskelschmerzen, Störungen der Tränensekretion („tränenlose Trauer“) können ebenfalls zu den Symptomen einer Depression gehören.

Quelle: http://www.vitanet.de/krankheiten-symptome/depression/symptome

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Kommentar von Everklever
29.08.2016, 14:40

Na, das ist ja endlich mal ´ne kompakte und übersichtliche Antwort!

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Kommentar von Everklever
29.08.2016, 14:44

Typisch ist das sogenannte „Morgentief“.

Aber Männer haben doch meist ein "Morgenhoch"?????

0

Gemäss dem internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 wird in 3 Haupt- und 7 Nebensymptome eingeteilt. Damit es zu einer Diagnose Depression kommt, müssen mind. 2 Haupt- und 3 Nebensymptome während mind. 2 Wochen dauerhaft vorhanden sein.

Hauptsymptome gemäss ICD-10 sind:
- Freudlosikgkeit und/oder Interessensverlust
- Stimmungseinengung bis hin zum Gefühl der Gefühlslosigkeit
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit

Nebensymptome gemäss ICD-10 sind:
- Hoffnungslosigkeit und negative Zukunftsperspektive
- Suizidale Gedanken
- Schuldgefühle
- verminderte Konzentrationsfähigkeit
- verminderter oder gesteigerter Appetit
- vermindertes Selbstwertgefühl
- Gedankenkreisen

Mehr Infos dazu findest du hier: http://deprimed.de/depressionen/

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Das sind ganz viele Symptome, z.B. Gefühllosigkeit (innere Leere), Interesseverlust / Freudlosigkeit, Antriebsmangel, erhöhte Ermüdbarkeit, evtl. noch Konzentrationsschwierigkeiten, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle.

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Du kannst dich nicht anhand von Symptomen, die dir hier genannt werden, selbst diagnostizieren!

Wenn du glaubst, Depressionen zu haben, dann gehe bitte zum Psychologen. Nur er kann es diagnostizieren, nicht jedoch du selbst! Das Internet kann gerade in dieser Beziehung ein wahrer Fluch sein. Wenn man Symptome liest, bildet man sich immer ein, die Krankheit zu haben. Das geht fast allen Menschen so.

Das Internet kann keinen Arztbesuch ersetzen.

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  • Änderung des Schlafverhaltens
  • Änderung des Sexualverhaltens
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Gereiztheit
  • Mattheit
  • Niedergeschlagenheit
  • Übelkeit
  • Lustlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Suchtverhalten
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In vielen Fällen ist eine Googlephobie das erste Warnzeichen.

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