Wie abhängig sind Aktien von der Aktiengesellschaft der sie angehören?

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7 Antworten

Aktien sind Beteiligungen am Kapital eines Unternehmens. Ein Kapital von 100.000 kann ich in 200.000 Aktien aufteilen, weil eine Aktie von 0,5 leichter unterzubringen ist als 10.000 Aktien zu 10. D.h. in der Stückelung sind die Unternehmen frei. Da kommt es letztlich auf das Gesamtkapital an. Das hängt auch davon ab, wie hoch man die Risikobereitschaft potentieller Aktienkäufer einschätzt, ihr Geld in China anzulegen und wie hoch, eher Geld in den USA anzulegen. Dazu kommt, dass Aktienkäufe eine Zukunftsanlage sind und die Anleger nicht nur auf die aktuelle wirtschaftliche Situation schauen sondern auf die künftigen Chancen, mit dieser Aktie Geld zu verdienen. Eine Aktie jetzt für 0,5 zu kaufen in der Wahrscheinlichkeit, dass ich auch in 5 Jahren nur 0,5 dafür bekomme, das ist wie Geld auf eine Bank legen, die keinen Zins gibt. Die Aktiengesellschaft bestimmt also nicht nur die Stückelung und den Ausgabekurs, sie muss künftigen Anlegern immer wieder Signale geben, dass es mit der Gesellschaft aufwärts geht.

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Das Thema ist recht komplex. Aber grundsätzlich logisch. Die Summe aller Aktien eines Unternehmens stellen den Wert des Unternehmens dar. Will ich eine AG kaufen, muss ich 100 % aller Aktien erwerben. Daher hängen das Unternehmen und seine Aktienkurse untrennbar voneinander ab. Dabei sagt natürlich der Kurs einer einzelnen Aktie gar nichts über den Unternehmenswert aus. Wenn ich den Unternehmenswert ermitteln will, brauche ich die Anzahl der ausgegeben Aktien.

Natürlich hängt der Aktienkurs auch von Angebot und Nachfrage ab. Die Nachfrage nach Aktien eines schwachen Unternehmens ist aber naturgemäß geringer, als von gut laufenden Unternehmen. Somit beeinflusst das Unternehmen auch Angebot und Nachfrage. Ist z. B. ein Unternehmen bereit, einen größeren Anteil seines Gewinnes an die Aktionäre als Dividende auszuschütten, und hebt die Dividende an, ist mit steigender Nachfrage nach dessen Aktien zu rechnen. Der Kurs steigt.

Kurzfristig kann das zu unrealistischen Schwankungen führen, da Angebote und Nachfragen  oft allein durch Gerüchte beeinflusst werden. Geht z. B. das Gerücht um, die XY-AG  steht vor einer Übernahme, steigt der Kurs oft schnell, da das übernehmende Unternehmen, da es möglichst viele Anteile erwerben will, oft mehr bietet, als das Unternehmen bislang an der Börse wert ist.

Langfristig gleichen sich Übertreibungen und Unterbewertungen aus. Starke Unternehmen werden weiter steigen, schwache Unternehmen werden fallen.

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Wir solten 2 Dinge getrennt betrachten:

1. Der Wert eines Unternehmens, der sich aus dessen Bilanz ergibt.

2. Die Marktkapitalisierung einer Aktie eines Unternehmens, die aus der Anzahl der ausgegebenen Aktie * Aktienkurs ergibt.

In der Praxis weichen die beiden o.g. Daten voneinander ab.

Aus der Abweichung kann man erkennen, wie ein Titel in Bezug auf dessen Unternehmensbilanz an der Börse hinsichtlich des Kurz-Buchwertverhältnisses bewertet wird.

Für weitergehende Bewertungen spielt weniger der Unternehmensumsatz, als die Gewinnentwicklung eine maßgabliche Rolle, aber auch Fragen wie Cashflow, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Branchenspezifika, Marktumfeld, Auftragseingänge sind wichtige Indikatoren, die für oder gegen ein Kauf/Verkauf einer Aktie sprechen.

Günter

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Kommt ja darauf an, wieviele Aktien im Verhältnis zum "Wert" des Unternehmens im Umlauf sind, ob ein großer oder kleiner Teil im Streubesitz ist und so weiter. Das sind die methematischen Gründe Dann gibt es noch "Phantasie" die in der Aktie und der Firma steckt. So kann es sein, daß ein Start up mit heftigen Verlußten höher bewertet werden, als ein solides Unternehmen aus der old economy das seit Jahren Gewinn macht.

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Der Kurs einer Aktie hat wenig mit dem realen (inneren) Wert der Aktie zu tun. Er folgt dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, die getrieben ist durch die Fantasie der Anleger. 

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Kommentar von Logyceck
06.08.2016, 22:05

Also kann ich selbst dann Verlust machen, wenn ich in einen erfolgreichen Unternehmen setze? 

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Die Anzahl der Aktien kann sehr stark variieren. Es gibt unternimm, die haben mehrere Milliarden Aktien und es gibt solche, die haben nur ein paar Tausend.

Zudem ist in ersterl Linie nicht der Umsatz eines Unternehmens hier wichtig, sondern dessen Gewinn. Als Aktionär bin ich ja am Unternehmen beteiligt und an dessen Gewinn.

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Wie soll denn eine Aktien unabhängig von der Aktiengesellschaft an Wert zu nehmen oder verlieren? Nach welchen Kriterien verändert sich denn dann ihr Wert?

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Kommentar von Logyceck
06.08.2016, 22:03

Emmm... hast du überhaupt eine Ahnung vom Thema? Abgesehen davon: Ich bin hier derjenige mit der Frage! :D Aber um es dir zu beantworten: Der Kurs scheint sich nur nach Angebot/Nachfrage zu richten.

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