Frage von 19052000, 75

Wie lange brauchen Haare zum wachsen?

Als ich vor kurzem beim Friseur war hat dieser mir, obwohl er nur die Spitzen schneiden sollte meine Haare 15 cm kürzer geschnitten. Jetzt interessiert mich, wie lange es braucht, bis meine Haare wieder so sind wie früher. Meine Haare sind braun, dünn und gelockt, falls das beim Haarwachstum eine Bedeutung hat. Jetzt sind sie Schulterlang. Wie schnell wachsen Haare im Durchschnitt und wie stark kann das variieren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 23

Haare wachsen monatlich zwischen 0,8 und 1,25 cm.

Wie lange Du nun für welche Haarlänge benötigst, kommt selbstverständlich primär auf Deinen Umgang mit den Haaren an, denn daraus ergibt es auch unter Anderem, wie häufig wie viel abgeschnitten werden muss.

Dass eine Friseurfachkraft grundlos bei einem eigentlichen Spitzenschnitt ganze 15! cm abschneidet, halte ich für ausgeschlossen und selbst 5 cm sind kein Spitzenschnitt.  

Entweder gehört die Person aus dem Beruf entfernt .. oder  ... Du hattest z.B. Spliss-Befall und viel zu lange gewartet, so dass sich der Spliss nach oben in die Haalängen erweitert hat.

Ohne das vorab mit der Kundin zu besprechen, haben bei einem Spitzenschnitt nicht mehr als max. 1 - 2 cm abgeschnitten zu werden ... und selbst 2 cm sind schon grenzwertig, sofern die eben nicht kaputt sind.

Bei 9,6 bis 15 cm in einem Jahr, 2, 3 bis max. 4 Spliss-Schnitten (und darunter evtl. 2 - 3 Spitzen-Schnitten), solltest Du die Haarlänge nach ca. 1,5 Jahren wieder aufgeholt haben.

Du musst einfach schauen, dass Du immer gleich einen fachgerechten, gründlichen Spliss-Schnitt druchführen lässt, sobald die Haarspitzen splissig sind. Bei einem reinen Spliss-Schnitt verlierst Du kaum bis gar nichts an Haarlänge.

Sobald Du ewig lange damit wartest, lässt Dich natürlich niemand mit ein paar Zentimetern gespaltener Haare aus einem Friseursalon spazieren. 

Fang auch nicht an, selbst daran herum zu schnippeln, denn mit der falschen Schere, der falschen Scherenhaltung/-führung kannt Du nur noch mehr Schaden anrichten.

Und damit Du auch wirklich gutes, gesundes, schönes langes Haar züchtest, solltest Du auch noch ein paar wichtige Maßnahmen beherzigen:

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst, streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Kamm vorsichtig durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Für die Haarspitzen-Pflege sind diese 4 leichten, reinen Naturöle geeignet
... und auch wirklich ausschließlich die reinen Naturöle: Macadamia-,
Jojoba-, Mandel- und Arganöl (ein paar Tropfen zwischen den Fingerkuppen
verteilen und sachte/sanft bei trockenem Haar an die Spitzen geben.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss - deshalb
empfiehlt sich spätestens ab Schulterlänge die Haaransatzwäsche, die dem
Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser erspart:

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei 
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann 
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für
8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)
weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,
fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w.   . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz  (ist zwar auch 100% natürlich, kann aber in wenigen Fällen zu
Kopfhautjucken führen - deshalb haben wir auch auf MARIAS umgestellt).
Es gibt mittlerweile viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch
sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht  nur von denen
aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul
Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen
"Heiligenschein" mehr).

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Und wenn Du natürlich geschmeidges und glänzendes Haar züchten
willst, beherzigstDu nicht nur eine gesunde Ernährung und den stabilen
Flüssigkeitshaushalt Deines Körpers, sondern auch die täglichen Bürstenstriche.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR.  Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die
Bauweise der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen
kannst und so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem
entfällt so die "Hebelwirkung" mit dem  Anfassen am Griff und somit geht
das bei  50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz  ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig!  Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

So solltest Du dann immer geschmeidiges Haar haben, das weniger bis
gar nicht "bruchanfällig" ist und mit max. 3 - 4 Spliss-Schnitten pro
Jahr locker auskommen können.

In meinem Online-Ratgeber rund um Haare und Kopfhaut (Link in meinem
Profil) findest Du auch spätestens alle zwei Wochen ein weiteres,
interessantes und fachlich fundiert aufbereitetes Thema. Ich setze mich
schon seit 32 Jahren für Haare ein, denn niemand muss wirklich kaputtes
Haar bzw. Haare haben, mit denen er/sie nicht glücklich ist.

Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege fängt nicht
mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit irgendwelchen
Chemie-Shampoos  . . .  und Spülungen sind auch nur Kämmhilfen.

Früher wußten Mütter und Großmütter noch bestens über Haarpflege bescheid und haben deren Wissen auch immer weitergegeben.

Antwort
von bikerin99, 34

Im Durchschnitt 1cm pro Monat.

Antwort
von Tommkill1981, 35

Das ist doch von Mensch zu Mensch anders

Antwort
von jylorix, 27

Etwa 0.75 bis 1.5 cm im Monat

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