Frage von Stoertebeker123, 14

Widerspruchsfrist bei Kündigung?

Hallo liebe Leute, Es geht darum das ich im April aus einem Verein ausgestiegen bin. Im April habe ich eine Fristlose Kündigung eingereicht, denn ich wurde Sportunfähig auf unbestimmte Zeit geschrieben. Nach Vereinsrecht ist dies möglich. Nun habe ich im Juli per E-Mail ein schreiben bekommen, welches aussagt, dass der Verein meine fristlose Kündigung nicht als fristlos ansieht. Desweiteren hat er mir nie einen Vertrag zukommen lassen und auch keine Kündigungsbestätigung. Habe lediglich einen whatsapp verlauf wo er mit bestätigr mich aus dem Lastschriftverfahren rausgenommen zu haben und das er mir noch die mail zuschickt. Meine Frage ist: Ist das überhaupt Fristgerecht nach drei Monaten ? Wenn nein wäre der widerspruch ja nicht fristgerecht und somit wäre meine Kündigung noch immer rechtskräftig?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GuenterLeipzig, 9

1. Ein "Vereinsrecht" gibt es nicht

2. Es gelten im Zweifel die Bestimmungen des BGB

3. Maßgeblich ist die Vereinssatzung und evtl. nachgeschaltete Ordnungen auf die die Satzung verweist.

4. Eine Beendigung der Mitgliedschaft sollte in der Satzung oder eine der nachgeschalteten OIrdnungen, auf die die Satzung bezug nimmt, geregelt sein.

5. Liegt bei Dir eine ärztlich attestierte Sportunfähigkeitsbescheinigung vor, kannst Du den Verein bitten, den Vertrag wegen Störung der Geschäftsgrundlage gem. § 313 BGB vorfristig zu beenden.

6. Der Abschluss und das Beenden von Verträgen bedarf in der Regel der Schriftform (also mit Unterschrift). Eine Textform ist nur dann ausreichend, wenn das die Satzung usw. ausdrücklich zulassen.

Günter


Kommentar von Stoertebeker123 ,

Gibt es eine Frist die mal einhalten muss? Er hat meiner Kündigung erst nach drei Monaten widersprochen.

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Treffen alle von mir o. g. Punkte auf Deinen Fall bezogen buchstabengetreu zu?

Ich vermute mal, dass das nicht der Fall ist.

Solange dem so ist, gelten die normalen Regeln für die Beendigung einer Mitgliedschaft im Verein.

Günter

Kommentar von Stoertebeker123 ,

Desweiteren ist nichts in seinen satzungen getegelt dazu.

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Das genaue Lesen eurer Grundsatzdokumente kann ich Dir nicht abnehmen.

Trifft mein Punk 5 buchstabengetreu zu?

Hast Du Dir schon einmal folgende Option überlegt:

Aussetzung des Trainings, ruhende Mitgliedschaft, Verlängerung des Vertrags um den Zeitraum der ruhenden Mitgliedschaft.

Günter

Kommentar von Stoertebeker123 ,

Ärztlich attestierte Sportunfähigkeit lag vor... der landessport Verband berlin sagt aber das man das recht hat bei einer länger andauernden krankheit fristlos kündigen zu können. Siehe die Antwort bei dem anderen Kommentar. Mich interessiert brennend ob sein wiederspruch verfristet abgeschickt wurde.. ich meine nach drei Monaten ist ein wenig spät oder.. desweiteren hat er mir das per E-Mail geschickt.

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Wie schon gesagt, ich kenne eure Grundsatzdokumente nicht.

Ob der Landessportverband diese geprüft hat, wage ich zu bezweifeln.

Auch kann man bestimmte Dinge auch im Nachgang glattziehen, egal, wer wie schnell reagiert oder auch nicht.

Günter

Kommentar von Stoertebeker123 ,

Wo sieht man denn die Grundsatzdokumente?

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Das sind die Dokumente Deines Vereins

Die üblichen Verdächtigen Lauten:

- Satzung

- Beitragsordnung

- Finanzordnung

- Geschäftsordnung

Das macht jeder Verein anders.

Ich kann jetzt nicht die Art der gesundheitlichen EInschränkung beurteilen.

Wenn jedoch im Gesamtzusammenhang erkennbar ist, dass die Beeinträchtigung nach einer absehbaren Zeitspanne ausgeheilt sind, ist in der Fitnessbranche das von mir oben beschriebene Verfahren ein gängige Variante, d. h. Du wirst beitragsfrei gestellt, Deine aktive Mitgliedschaft ruht und die Vertragslaufzeit verlängert sich um die Dauer der Beitragsfreistellung.

Hier macht keiner Gewinn oder Verlust.

Günter

Kommentar von Stoertebeker123 ,

Erstmal danke für die vielen Antworten :) Das Problem ist das die Satzung echt nur 10 punkte lang ist und dies nicht regelt. Also es war bzw ist nicht abzusehen wie lange es dauert das es ausgeheilt ist.

Antwort
von frodobeutlin100, 10

Nach Vereinsrecht ist dies möglich.

?

Hast du mal in die Satzung des Vereins geschaut, ob diese Kündigung überhaupt so möglich ist, wie Du es möchtest ... ?

Kommentar von Stoertebeker123 ,

Die Satzung des Vereins ist 10 Punkte lang und dort ist nichts dazu geregelt mit Fristlosen Kündigungen, also habe ich mich im Internet Informiert. 

Die Grund für die Kündigung muss aber einen Vereinsbezug haben. Er kann beim Mitglied liegen. Das gälte zum Beispiel

für einen Wegzug, wegen dem die Vereinsleistungen nicht mehr genutzt werden können

für erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten des Mitglieds (bei entsprechend hoher Beitragsbelastung)

für eine erhebliche oder länger andauernde Krankheit

Ich hatte bzw habe eine länger andauernde Krankheit. 

http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/05-mitgliedschaf...

http://www.vereinsknowhow.de/kurzinfos/austritt.htm

Er hat die Fristlose Kündigung vor drei Monaten ja angenommen, jetzt aber widerrufen. 

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