Frage von Reeene,

Widerruf ausschluss in AGB!?

Hallo,

ich hab leider den Fehler gemacht mich durch eine Anzeige auf das Auktions-Portal ww.madbid.de verleiten zu lassen.

Nun habe ich sogenannte "Bids" gekauft und direkt ein Gebot abgegeben, welches gerade startete. Gewonnen habe ich die Auktion direkt mit 0,01€. Nun habe ich jedoch nicht gesehen, dass zusätzlich 19,99€ Bearbeitungsgebühren anfallen... Lange Rede, kurzer Sinn.

In den AGB gibt www.madbid.de keine Widerrufsangaben an, sondern schreibt nur, dass lediglich ein beschädigt geliefertes produkt zurückgenommen/getauscht werden kann.

Ist dies rechtens?! Gilt nicht bei Online-Geschäften grundsätzlich die das 14-tägige Widerrufsrecht laut HGB?! Dies kann man doch eigentlich, auch wenn in den eigenen AGB nicht enthalten nicht ausschließen!? Oder sehe ich das falsch?!

Danke im Voraus für die Hilfe...

Antwort von JoScho,

Für Haustür- und Onlineverträge gilt das 14tägige Rücktrittsrecht. Das heist: innerhalb der 14 Tage kann man diesen antrag stornieren. Meistens bestätigen diese Leute diesen Antrag erst nach dem Ablauf, so daßß dieser Antrag zum Auftrag wird. Der Auftrag gilt als erfüllt, wenn der Auftraggeber zahlt und der Auftraggeber liefert oder ausführt. Jetzt guck mal auf die Taten, ob die Frist von Antragstellung bis heute innerhalb der 14 Tage liegt. Dann kannst Du stornieren und vom Antrag ohne Gründe zurücktreten.

Antwort von DerSchopenhauer,

Wie schon zutreffend bemerkt wurde, zahlt man für ein Gebot und nicht für die Ware.

Bei "seriösen" Auktionen bietet man und wenn man der höchste Bieter ist, dann zahlt man den Preis und erhält die Ware - aber man zahlt nicht, daß man bieten darf.

Das ist einzig und alleine eine Abzocke:

Das System kann man so darstellen:

Ware z. B. Wert 500 €

10.000 Nutzer bieten für 0,25 € pro Gebot = 2.500 € Einnahmen

1 Nutzer gewinnt die Auktion mit dem Höchstgebot 150 €

Damit haben die einen Reibach von 2.150 € (2.650 ./. 500) gemacht und 9.999 Nutzer haben für Nichts und wieder Nichts Geld ausgegeben.

Der Betreiber sitzt in Enland - das macht eine rechtliche Geltendmachung irgendwelcher (berechtigten oder unberechtigten) Ansprüche sowieso faktisch fast unmöglich...

Kommentar von DerSchopenhauer,

Noch eine kleine Anmerkung:

Ob auch alle Bieter und vor allen Dingen, diejenigen, die gewonnen haben, auch reale Personen sind und nicht zum gewissen Teil auch durch das eigene System in letzter Sekunde eingestellte Gewinner sind, sei dahingestellt.

Denn dann hat ein gewisser Prozentsatz von Bietern erst gar keine Chance zu gewinnen...

Antwort von madquad,

Nur weil es ein 14tägiges Widerrufsrecht gibt, heißt das nicht, das dieses für jedes Produkt angewendet werden kann. Von imager761 wurde das in Deinem Fall ja schon hinreichend erläutert.

Auch Waren die z.B. speziell für den Kunden angefertigt wurde, (Druck, Gravur etc.) können vom Widerrufsrecht ausgeschlossen werden.

Nur weil es dieses Recht gibt, bedeutet das aber nicht sich mit dem dargestellten Angebot nicht richtig zu beschäftigen. Nur weil Du das Angebot nicht richtig verstanden oder gedeutet hast, ist dem Verkäufer hier kein Mangel oder etwas anderes zu unterstellen und demnach ist das Angebot aus rechtlicher Sicht völlig ok.

Antwort von imager761,

Vlt. hättest du die AGB mal vorher lesen sollen?

Bei madbid (und swoopo.de, hammerdeal.de oder rabattschlacht.de) handelt es sich nicht um eine Auktion mit wirksamem Kaufvertrag, sondern um eine Lotterie mit Hauptpreis.

Du zahlst für dein Gebot, nicht für den Gegenwert einer bebotenen Ware.

Wie beim Roulette, kannst du deinen Einsatz auf Gewinn von 19,99 € an bids eben verlieren.

G imager761

Antwort von mohrmatthias,

Ich würde sagen das auch bei online Geschäften ei 14 tägiges Rücktrittsrecht gibt.ähnlich Haustürgeschäfte,du hast ja noch die Möglichkeit bei der Verbraucherzentrale nachzufragen,Viel Erfolg

Antwort von Limearts,

Auktionen sind durch nicht fest definierte Preise rechtlich problematischer. Kaum ein Auktionshaus hat ein Rückgaberecht in den AGB verankert, bzw schließt dieses dort ausdrücklich aus. Ob und in wie weit das zulässig ist, kann dir vermutlich nur ein Anwalt beantworten.

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