Frage von kawon, 38

WG Mitglied kündigt Vermieter akzeptiert dies, anderes Mitglied bekommt gekündigt?

Meine Frage: Mutter und Sohn mit seinen 3 Kindern bilden eine WG. Es besteht ein gemeinsamer Mietvertrag in dem Mutter und Sohn aufgeführt sind und von beiden unterschrieben wurde. Mutter muss aus gesundheitlichen Gründen umziehen und kündigt ohne Einhaltung der Kündigunsfrist und ohne Unterschrift des Sohnes beim Vermieter ihr Mietverhältnis. Sie bittet um Umschreibung des Mietvertrages nur auf den Sohn. Die Kündigung wird vom Vermieter akzeptiert und angenommen. Der Brief geht nur an die Mutter. In diesem Brief wird der Mutter jedoch mitgeteilt später vom Vermieter auch mündlich, dass er dem Sohn auch zu diesem Termin kündigt. Grund Kinderlärm und keine Vermietung an Einzelperson. Der Sohn bekam weder schriftlich noch mündlich eine Kündigung. Der Vermieter beruft sich dabei auf §25.3. Sohn wäre bereit umzuziehen jedoch ist es für ihn nicht möglich innerhalb 6 Wochen eine Wohnung zu finden, zumal er von Mitte Juli bis Mitte August mit seinen 3 Kindern eine dringende Reha Maßnahme durchführen muss. Ist die Kündigung vom Sohn über Dritte rechtens? Ist die Mutter weiterhin nach dem vom Vermieter bestätigten Kündigungstermin für die Miete mit haftbar? Was ist zu tun? Das andere Problem ist der Sohn bezieht ALG2 und bekommt seinen Mietanteil vom Jobcenter. Die Wohnung alleine ist für ihn, laut Mietspiegel des Jobcenter, zu groß und zu teuer. Die Gesamtmiete beträgt 980 warm der Mietanteil der übernommen wird ist 529.- Ist das Jobcenter verpflichtet die Restmiete bis zu seinem Auszug zu übernehmen, da ja auch 3 Kinder mit involviert wären.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 18

Es besteht ein gemeinsamer Mietvertrag in dem Mutter und Sohn aufgeführt
sind und von beiden unterschrieben wurde. Mutter muss aus
gesundheitlichen Gründen umziehen und kündigt ohne Einhaltung der
Kündigunsfrist 

Die Kündigung der Mutter ist unwirksam.

Die Kündigung wird vom Vermieter akzeptiert und angenommen. Der Brief geht nur an die Mutter. In diesem Brief wird der Mutter jedoch
mitgeteilt später vom Vermieter auch mündlich, dass er dem Sohn auch zu diesem Termin kündigt.

Das ist auch unwirksam. Der Partei Mieter kann nur als ganzes gekündigt werden, genau so wie auch nur die Partei Mieter als ganzes kündigen kann.

Der Vermieter beruft sich dabei auf §25.3.

Paragraf von was? Dem Mietvertrag? Wenn ja den Wortlaut dazu. Denn in jedem Mietvertrag steht etwas anderes.

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 15

Es ist Unfug vom Vermieter. Wenn die Mutter wünscht, aus dem Mietvertrag entlassen zu werden, muss er nicht zustimmen, bzw. kann verlangen, dass wenn sie aus dem Mietvertrag raus will, dass dann auch der Sohn die Kündigung mit unterschreiben muss.

Wenn der Vermieter akzeptiert, dass die Mutter ausscheidet und der Sohn stimmt dem zu, wäre sie tatsächlich raus, aber den Sohn kann er dann nicht einfach kündigen. Mit ihm hätte er den Mietvertrag fortgesetzt und zwar unbefristet.

Grund, ihn zu kündigen wäre dann nur, wenn er in der Folge die Miete nicht mehr aufbringt.

Ich kann jetzt nicht glauben, dass es so war, wie Du schreibst, aber vielleicht übernimmt das Amt doch die volle Miete zumindest für eine Übergangszeit.

Kommentar von kawon ,

glaub mir es ist genau so wie beschrieben

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 9

Es besteht ein gemeinsamer Mietvertrag in dem Mutter und Sohn aufgeführt sind und von beiden unterschrieben wurde  und kündigt ohne Einhaltung der Kündigunsfrist und ohne Unterschrift des Sohnes beim Vermieter ihr Mietverhältnis. 

Eine Teilkündigung ist unwirksam.

Sie bittet um Umschreibung des Mietvertrages nur auf den Sohn. Die Kündigung wird vom Vermieter akzeptiert und angenommen.

 Der Vermieter kann auch verlangen, dass Ihr beide kündigt oder man macht gemeinsam einen Mietaufhebungsvertrag und dann kann der Vermieter entscheiden ob er einen Vertrag mit Deinem Sohn abschließt und kann das auch zu anderen Konditionen machen.

Es sollte eine Einigung gefunden werden oder halt gemeinsam kündigen und dann noch das mit der Miete und dem Jobcenter abklären.

Das Jobcenter würde maximal 6 Monate die zu hohe Miete zahlen!

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