Frage von kleinesissi, 75

WG Mitbewohnerin will Hund, kann ich außerordentlich kündigen?

Hallo, Meine Mitbewohnerin will einen Hund, ich lehne es allerdings ab weil ich einfach keinen Hund in der Wohnung haben möchte. Wenn Sie sich allerdings trotz meines nein einen holt, kann ich dann mein Zimmer sofort kündigen? (Jedes Zimmer wird einzeln vermietet)

Im Mietvertrag steht nichts über Hundehaltung 

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Mietrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von SusanneV, 51

Ich würde mich an Deiner Stelle an den Vermieter wenden. Red mit ihm und sag ihm, was Deine Mitbewohnerin vorhat.

Auch wenn ich als Hundeliebhaberin natürlich nicht verstehen kann, dass man nicht mit einem Hund zusammenleben möchte, so finde ich trotzdem das Verhalten Deiner Mitbewohnerin egoistisch und unverschämt.

Sag dem Vermieter,dass Du den Mietvertrag sofort kündigen wirst, wenn er einen Hund erlaubt. Vielleicht kann er im Nachhinein Tierhaltung noch verbieten.

Antwort
von Colombo1999, 20

Der Mietvertrag regelt, ob Tierhaltung zulässig ist. Wenn da steht: nur Kleintiere,  dann gehört ein Hund dazu. Dann braucht es die Genehmigung des Vermieters.

Warum willst DU ausweichen. Setze DEIN Recht durch. Setze Dich mit dem Vermieter in Verbindung und lass die Hundehaltung untersagen. Wenn Deine Mitbewohnerin eine derart gravierende Veränderung in ihrer Wohnsituation vornehmen möchte, dass muss sie sich eine andere Wohnung suchen!

Wenn Du allerdings ohnehin ausziehen möchtest, dass kannst Du das jederzeit mit der gesetzlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 29

Du kannst sofort kündigen.

Aber:

Nicht fristlos und Du musst die Kündigungsfrist einhalten.

Warum?

Weil Dir bestimmt nicht vertraglich zugesichert wurde, dass es in der WG keine Tiere geben wird.

Kommentar von supersuni96 ,

johnny: Das ist realitätsfern. Eine WG ist in KEINEM FALL mit einer normalen Wohnung vergleichbar. Das ergibt sich schon aus dem Umstand, dass Küche, Flur und Bad Gemeinschaftsräume sind. Wenn da ein einzelner Mieter sich gegen den Willen der anderen einen Hund anschaffen würde, wäre das immer ein Grund für eine fristlose Kündigung. 

Kommentar von johnnymcmuff ,

Wenn da ein einzelner Mieter sich gegen den Willen der anderen einen Hund anschaffen würde, wäre das immer ein Grund für eine fristlose Kündigung. 

Das ist Deine Meinung, Beweise hast Du nicht.

Wie das genau mit den Gemeinschaftsräumen ist, das kann ich nicht beurteilen, aber in seinem Zimmer mal vorausgesetzt es wäre ein sehr großes Zimmer und und ein sehr kleiner Hund; kenne ich kein Urteil, was eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde.

Aber ich glaube nicht, dass ein Vermieter das Erlauben würde.

Man könnte wahrscheinlich das Urteil vom BGH heranziehen in dem steht, das der Vermieter die Interessen aller Parteien berücksichtigen muss.

Und da denke ich, dass die Gemeinschaftsräume gegen eine Hundehaltung sprechen.

Meiner Ansicht nach wäre eine fristlose Kündigung vielleicht nur dann möglich, wenn man den Vermieter auffordert, etwas gegen Hundehaltung zu unternehmen und er dann nicht reagieren würde.

Aber Alles Theorie.

Ich als Vermieter würde keine Hundehaltung in der WG erlauben.

Und die Mitbewohnerin muss den Vermieter um Erlaubnis fragen.

Antwort
von botanicus, 36

Das kann keiner wissen, der nicht die Bedingungen des Mietvertrags kennt. Kläre das mit dem Vermieter.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community