Frage von seufzer33, 51

Wessen Name muss bei der eidesstattliche Versicherung bei der Erbschein Antragsstellung stehen?

Mein Vater ist verstorben und ich möchte einen Erbschein Antrag beim Nachlassgericht stellen, dabei muss auch eine eidesstattliche Versicherung abgegeben werden außer die Todesurkunde.

Wessen Namen aber soll also beim Vermögensverzeichnis bzw. eidesstattliche Versicherung stehen? Des Verstorbenen oder meins?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von imager761, 30

Vlt. solltest du das einmal genauer lesen?

Bei einem Erbscheinsantrag ist zunächst ein Vermögensverzeichnis des Erblassers auf einem Formblatt einzureichen, nachdem sich die Gebühren für den Erbschein durch das Nachlassgericht berechnen lassen.

Und eineVersicherung an Eides statt abzugeben aus der hervorgeht, wer alles gesetzlicher Erbe ist (selbst wenn er enterbt wurde), ob einer von denen weggefallen ist (Erbverzicht, Tod), ob Testamente des Verstorbenen bekannt sind oder aufgefunden wurden, bereits Erbprozess oder Anfechtung anhängig wäre, Antrag auf Scheidung durch den Erblasser gestellt oder ihm zugegangen wäre oder in welchem Güterstand der Erblasser verheiratet war. Danach richtet sich nämlich, ob der Antragsteller überhaupt einen Erbanspruch hätte.

Diese Versicherung muss notariell beglaubigt werden und der Notar belehrt dich als Erklärenden schon über die erheblichen Rechtsfolgen einer falschen Versicherung: Da sollte man verdammt sicher sein, nur das zu unterschreiben, was man definitiv weiß. Oder darf ein Jahr im Gefängnis über seinen Irrtum nachdenken.

G imager761

Antwort
von vanbea, 35

wenn die aussage heißt: ich versichere an Eides statt, das die gemachten Angaben richtig sind...., dann natürlich der Name und Unterschrift der Person, die diese Aussage tätigt.

Kommentar von seufzer33 ,

Eigentlich hast du vollkommen Recht, wenn man das so betrachtet stimmt das.

Möchte halt keinen Fehler machen da Unstimmigkeiten strafbar sind.

Kommentar von seufzer33 ,

.... aber weiter unten, stehen Angaben die man aufschreiben soll vom Besitz, Bargeld, Wertgegenstände etc.

Geht es eigentlich nicht darum vom Verstorbenen SEIN Vermögen zu notieren und aufzulisten?

Was haben da meine vermögende Anlagen zu tun? Die sollen ja nicht geteilt werden bzw. gepfändet.

Es gibt um eine ERBSACHE.

Jetzt bin ich noch mehr verwirrt.

Kommentar von vanbea ,

lies ganz in Ruhe. Werden wirklich von dir diese Angaben verlangt? Und wenn du nicht genau weißt, wie die Erbmasse aussieht, kannst du auch eintragen: unbekannt

Kommentar von seufzer33 ,

es sollen Angaben zum Bargeld, Wertpapiere, Forderungen, Einkünfte, Arbeitseinkommen etc. verlangt

Der Verstorbene hat doch kein Arbeitseinkommen mehr.

Sind das wirklich Angaben von mir die ich angeben muss, und wozu? 

Den Verstorbenen will man ja beerben, und nicht mich.

Kommentar von vanbea ,

Wenn du einen Erbschein als alleiniger Erbe beantragst, dann beeidest du mit dieser Aussage dass deine Angaben richtig sind. Eine Unstimmigkeit kann nur auftreten, wenn unterschiedliche Aussagen getroffen werden, entweder von einem selber oder von einer anderen Person. Bei einer Falschaussage "an Eides statt" ist man dann am Haken - hast du nach bestem Wissen und Gewissen Angaben gemacht, so ist alles in Ordnung.

Kommentar von seufzer33 ,

ich bin nicht Alleinerbe sondern beantrage den Erbschein im Auftrag aller Erben inklusive meiner Mutter und meinem Bruder.

Muss unbedingt eine eidesstattliche Versicherung abgeben werden?

Oder kann ich einfach einen Erbschein Antrag stellen zum Nachlassgericht?

Mir ist nämlich immer noch unklar wessen Namen die eidesstattliche Versicherung bei der Erbschaft haben muss und wieso ich mein Eigentum einzutragen habe? 

Die ganze Sache ist doch das der Verstorbene geerbt werden soll, dabei ist doch egal ob und welches Einkommen ICH habe oder welches Kapitalvermögen.

Ich blicke leider nicht durch.

HIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIILFEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE !!!!

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