Frage von blablabla455, 30

Weshalb wird für die Entfernung eines Elektrons aus dem Natriumatom weniger Energie benötigt als für das Schwefelatom?

Finde dazu einfach keine Antwort und bräuchte ein bisschen Hilfe.

Antwort
von ThomasJNewton, 21

Dazu musst du schon etwas über den Schalenaufbau wissen.

Dass die Elektronen in Schalen angeordnet sind, habt ihr hoffentlich gelernt.
Beim Na wird die 3. Schale angefangen, beim S sind 6 Elektronen in der dritten Schale.

Das reicht aber noch nicht, um deine Frage zu beantworten.
Dazu muss man noch wissen, dass weiter innenliegende Schalen eben wie Schalen wirken, sie umhüllen das Innere.
Sie machen es sozusagen unsichtbar, von außen.
Von einer Orange siehst du eben nur die Orange, nicht die Kerne. Und dass die Schale eine Schale ist, siehst du von außen auch nicht

So ist es auch bei den Atomen.
Das eine Elektron in der dritten Schale des Na sieht nur das eine Proton, das nicht von den inneren Schalen unsichtbar gemacht wurde.
OK, der Vergleich ist vielleicht nicht besonders gut.
Ich könnte auch sagen, dass das Elektron nur ein Proton spürt. Oder nur von ihm angezogen wird.
Oder dass die inneren Schalen genau so abstoßend wirken wie der Kern anziehend, bis auf das eine Proton zusätzlich.
Ich bin halt kein Lehrer, ich denke mir das grad aus, also wie ich es am besten erkläre.

Beim S spürt aber jedes Elektron der 3. Schale 6 Protonen, die nicht von inneren Schalen neutralisiert werden.
Und die Elektronen in derselben Schale wirken nicht wirklich.

Schau dir mal die Elemente im PSE und die Ioninisieungsenergien an.
Bei jedem Alkalimetall sinkt sie sehr stark ab, verglichen mit dem Edelgas davor. Und dann steigt sie bis zum nächsten Edelgas deutlich an.
Bis das Spiel von vorn losgeht, beim nächsten Alkalimetall.

OK, jetzt hab ich genug verwirrt.
Es ist nicht so entscheidend, wieviele Protonen im Kern sind, sondern wieviele nach außen wirken.
Und eine geschlossene Schale neutralisiert einen Großteil der Wirkung, hebt sie auf, versteckt sie oder wie immer du das nenen willst.

In Fachkreisen spricht man wohl von Abschirmung, wie in der Science Fiction, ein Schutzschild.

Antwort
von PeterJohann, 23

Zwei Hauptfaktoren bestimmen die Elektronegativität/Elektronenaffinität. 

Abstand der Elektronen zum Kern(je größer der Abstand desto kleiner die Anziehungskräfte und desto leichter geht ein Elektron ab) 

Kernladungszahl (je größer die Kernladungszahl desto stärker die Anziehungskraft desto mehr Energie brauch man um ein Elektron frei zu bekommen).

Na und S sind in derselben Periode also ist der Kernabstand weniger relevant, aber die höhere Kernladungszahl des S (16 Protonen gegen die 11 des Na) macht den Unterschied.

Antwort
von NFSOG, 30

Die Bindungskräfte sind im S-Atom deutloch höher als im Na-Atom ==> höhere Bindungsenergie==>Höhere energie zum auslösen eines Elektrons benötigt.

Antwort
von Moriatea, 26

Da Natruim ein Metall ist und eine Eigenschaft von Metallen die Leitfähigkeit ist. D.H dass sich elektronen im metall frei bewegen können

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich glaube, da velwechserst du Wirrsache und Urkung.

Im Gedenken an Ernst Jandl.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community