Frage von Loriii02, 64

Weshalb verlor Napoleon bei Waterloo?

Antwort
von InsertCoolName, 44

Alsoooooo....

Die Niederlage von Napoleon Bonaparte am 18. Juni 1815 hat Europa
verändert. Mit seinem Schimmel floh er vom Schlachtfeld in Waterloo.
Dass die französischen Truppen verloren, hat einen bestimmten Grund.

Auf dem 40 Meter hohen Erdkegel mit dem Löwenmonument, das die Holländer nach der Schlacht zu Ehren ihrer siegreichen Truppen errichteten,
blicken Touristen über die Felder. Fast hört man noch die Trommelwirbel
und «Vive l’Empereur»-Rufe der 74 000 Franzosen, die von Süden
angriffen, während 70 000 Briten, Holländer und Deutschen ihrer mit
bangem Schweigen harrten.

Am 16. Juni 1815 hatten Napoleons Truppen die Truppen Wellingtons und
des preussischen Feldmarschalls Blücher bei Ligny sowie Quatre-Bras
zurückgeschlagen – allerdings ohne sie weiter zu verfolgen und
entscheidend zu schlagen. Das war der erste Fehler Napoleons. Sein
zweiter Irrtum bestand darin, Marschall Grouchy mit 33 000 Mann, aber
einem missverständlichen Befehl auf die Verfolgung der Preussen
anzusetzen. Dazu kam das Wetterpech. Schwere Regenschauer verwandelten
die Felder südlich von Waterloo am 17. Juni in einen Morast. Am Morgen
danach wartete Napoleon zwei Stunden lang, bis die Böden trocken genug
waren, um seine mächtige Artillerie vorschieben zu können.

Napoleon lässt angreifen

Diese Zeit fehlte den Franzosen am Nachmittag, als die hin und her
wogende Schlacht in die Entscheidung ging. Napoleons Plan war es, mit
den Briten aufzuräumen, um sich danach die Preussen vorzuknöpfen. Es war
die einzige Chance angesichts der gesamteuropäischen Übermacht: Hinter
den Briten und Preussen marschierten Heere aus Österreich, Russland,
Italien und Spanien gegen den aus Elba entwichenen Kaiser heran.

Napoleon musste die einzelnen Armeen also nacheinander erledigen.
Doch an diesem 18. Juni wartete der Draufgänger zu lange. Erst nach 11
Uhr liess er zum Sturm auf die hinter dem Hügelkamm verborgenen Briten
blasen. Stundenlang bombardierten 260 französische Kanonen – Napoleons
«schöne Töchter» – Wellingtons Truppen, um sie mürbe zu machen;
stundenlang rannte darauf die vieltausendköpfige Kavallerie unter
Marschall Ney gegen die britische Infanterie an. Diese verteidigte ihre
«Carrées» mit Musketen und Bajonetten, als verteidigten sie ihr ganzes
Inselreich.

Die Preussen kommen

Diese Schlacht konnte nicht unentschieden enden. Eine der Armeen
musste vernichtet werden. Das gnadenlose Hauen und Stechen dauerte bis
in die Abendstunden. «Das Gemetzel wurde fürchterlich. Unsere Pferde
trampelten über Leichen, die Verwundeten schrien», berichtete der
französische Oberst Bro de Comères, einer der zahllosen späteren
Waterloo-Chronisten. Mit ungeheurem Einsatz und trotz riesiger Verluste
kamen die Angreifer dem Sieg näher.

Doch jetzt fehlten Napoleon die zwei Stunden. Kurz bevor die Briten
niedergerungen waren, tauchten im Osten die Preussen auf. Sie hatten
Grouchy an der Nase herumgeführt und fielen Napoleons Kerntruppen in den
Rücken. Als sie endlich auch die unbesiegte, ja unbesiegbare
Kaiserliche Garde in Stücke hauten, brach in den französischen Reihen
Panik aus. Napoleons Armee löste sich auf, ergriff die Flucht.

Ein Hügel aus Gebeinen

Die Bilanz war schrecklich: 50 000 Tote, Verwundete und Vermisste
teilten sich auf beide Seiten auf. Das Preussen-Denkmal, heute nahe
einer schmucken Einfamilienhaus-Siedlung am Rande des Schlachtfeldes
gelegen, steht auf einem fünf Meter hohen Hügel, weil sich die Gebeine
darunter so hoch türmten. Die verletzten Briten mussten auf dem
Schlachtfeld drei bis vier Tage auf eine Tragbahre warten und wurden von
den Anwohnern ausgeplündert oder getötet, wenn sie sich wehrten.

Die Franzosen wurden von ihrem Heereschirurgen Dominique Larry meist
schon auf dem Schlachtfeld operiert. Obwohl er als Desinfektionsmittel
nur noch Essig oder Branntwein zur Verfügung hatte, sägte er bald einen
Arm oder einen Schenkel pro Minute ab. Danach durften die Amputierten
gleich wieder forthumpeln. Napoleon entkam. Vier Tage nach Waterloo
dankte er aber ab, und die Briten entsorgten den Korsen endgültig auf
Sankt-Helena im Süd-Atlantik. Es war ein Wendepunkt für Europa: Auf die
französische Domination seit Ludwig XIV. folgte das British Empire des
19. Jahrhunderts und Preussen löste die Habsburger Dynastien ab.

http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/weshalb-die-truppen-von-draufgaenger-napol...

Kommentar von Loriii02 ,

Danke ;)

Antwort
von PurpleMiku, 20

Zum einen war die Nördliche Armee, welche in Waterloo gekämpft hat, anders als die Armeen, welche Napoleon bis dato befehligt hatte.

Richard Holmes in der Biografie über Wellington:

"It lacked the innate cohesion and staying power and cohesion of the armies that Napoleon had once commanded"

Napoleon selber war auch nicht gerade in Hochform. Er wies Symptome auf, welche auf einen Tumor hindeuteten.

Wellingtons Armee selbst war gemischt, nur ein drittel der Armee war britisch, viele der Soldaten unerfahren. Preußen steuerte in der Schlacht ca. 120.000 Truppen bei. Der Großteil dieser Truppen bestand aus Milizen. Und viele Truppen, welche nicht in Preußen selbst aufgewachsen und trainiert wurden.

Die wenigen kampferprobten Soldaten, waren allerdings gut ausgebildet.

Wellingtons selber hatte eine defensive Position. Er hielt
Hougoumont und La Haye Something something (Ich kann mich leider nicht ganz an den Richtgen Namen erinnern). Diese beiden Stellungen lagen in einem Tal, welches ihm Schutz bot. Wellington verteile seine Armee ungleichmäßig. Seine Linke Flanke war besonders schwach. Er tat dies in der Hoffnung, dass Preußen diese Flanke Verstärken wird.

Da Napoleon fast bis Mittag gewartet hat um seinen Angriff zu beginnen, gab er Preußen mehr Zeit sich mit den Englischen und Niederländischen Truppen zusammen zu schließen. Napoleon und seine Generäle haben während der Schlacht bedeutende Fehler gemacht. Einer der Fehler war der Kavallerie Ansturm, durch den Napoleon einen Großteil seiner Kavallerie verloren hat.
Preußen selber trat der Schlacht am späten Nachmittag bei und flankierte Napoleon. Dieser musste daraufhin Truppen abstellen, um eben jene Flanke zu verteidigen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten