Frage von samrush, 14

Weshalb tanzt die Elektronenaffinität in der zweiten Hauptgruppe so stark aus der Reihe?

Nach meiner Logik würde es Sinn ergeben wenn die Elektronenaffinität mit steigender Protonenzahl, bzw. sinkendem Atomradius, steigen würde. Die Realität sieht jedoch anders aus. In der 1. Hauptgruppe ist sie bei allen negativ, dann gibt es bei der 2. Hauptgruppe einen Sprung ins positive, bei der 3. Hauptgruppe ist sie dann bei allen Elementen wieder negativ.

Expertenantwort
von musicmaker201, Community-Experte für Chemie, 9

Ich zitiere Wikipedia mal zu dem Sachverhalt:

Bei Elementen, welche vollbesetzte s-, p- oder d-Valenz-Schalen aufweisen, ist naturgemäß das Bestreben zur weiteren Aufnahme von Elektronen sehr gering. Hier muss Energie aufgewendet werden, um diesen Atomen weitere Elektronen hinzuzufügen. Daher haben die Erdalkalimetalle, die Metalle der Zinkgruppe und die Edelgase positive Elektronenaffinitäten.

In kurz: Erdalkalimetalle haben eine relativ günstige Elektronenkonfiguration, da sie lediglich eine voll besetzte s-Schale haben. Durch Aufnahme eines weiteren Elektrons, haben sie nicht mehr diese günstige Konfiguration.

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