Frage von freto,

Weshalb steigt bei einer Firmenübernahme der Aktienkurs des Übernahmekandidaten?

Man möchte ja denken: "Der, welcher kauft, will expandieren und kann sich's leisten den anderen zu schlucken." Demzufolge müsste der, welcher kauft, an der Börse steigen. In Wirklichkeit fällt aber dessen Kurs und der Kurs des geschluckten (oder zu schluckenden) Unternehmens (welches vermeindtlich schwächer ist) steigt kräftig,-normalerweise.  

Wie ist die Logik in dieser Sache?

Hilfreichste Antwort von Nasdaq14,

Bei einer Firmenübernahme muß der Übernehmende ab 30 % kundtun, daß er mehr als 30 % der Aktien besitzt und den ausstehenden Aktionären ein Angebot machen.

Erwartet wird dabei, daß ein Aufschlag auf den gewogenen Mittelkurs der vergangenen Monate gezahlt wird.

Und / oder wird alternativ bei Abnahme größerer Mengen ein sogenannter Paketaufschlag gezahlt.

In der Realität wird bei Firmenübernahmen zur Zeit ein Aufschlag auf den gehandelten Wert vpon rund 65 % bzahlt  ( im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre zwischen 40 % und 80 %).

Aus dem Grund steigt der Kurs des zu übernehmenden Unternehmens.

Gleichzeitig fällt der Kurs des Käufers, weil der Kauf ja zunächst nichts weiter ist als eine finanzielle Belastung ( Aktien statt Bargeld ) und der unternehmereische Erfolg nicht sicher ist.

In den letzten 10 Jahren waren nur 2 der 10 größten Übernahmen weltweit erfolgreich.

Die größte Übernahme war die von Time Warner an AOl mit 187 Mrd US - Dollar.

Seither ist der Kurs der Time - Warner - Aktie um 85 % gefallen.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

 

 

 

 

Kommentar von freto,

Eine klasse Antwort von dir mal wieder!

'Bist halt ein richtiger Expete!

Antwort von Gaschinci,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Während der Übernahme wächst die Nachfrage nach den Aktien. Nach der Transaktion sind die Aktien uninteressant, weil der Übernehmer ein Teil von Aktien vom Markt genommen hat.

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