Frage von lachs4709, 102

Weshalb macht man eigentlich eine elektronische Gesundheitskarte wenn dadurch die Beitragssätze wieder steigen?

Weshalb macht man eigentlich eine elektronische Gesundheitskarte wenn dadurch die Beitragssätze wieder steigen? Außerdem finde ich es nicht gut wenn andere Ärzte die ganze Krankheitsvorgeschichte sehen können. Problematisch ist hierbei vor allem, wenn ein Arzt von einem anderen Arzt eine falsche Diagnose abschreibt und derjenige dann falsch behandelt wird.

Antwort
von Barmenia, Business Partner, 19

Hallo Lachs4709,

du brauchst dir aktuell noch keine Sorgen machen.

Aus Datenschutzgründen stehen auf der Gesundheitskarte bisher nur die persönlichen Kontaktdaten, also Name, Anschrift , Geburtsdatum und Versichertennummer.

Für die Zukunft ist geplant, dass auch solche sensiblen Angaben, wie du sie ansprichst, auf der Karte vermerkt sein sollen. Bis jetzt aber hat der Gesetzgeber dazu noch kein grünes Licht gegeben!

Viele Grüße

Katharina vom Barmenia-Team

Antwort
von andie61, 58

Für die gestiegenen Beitragssätze ist ja nicht die Gesundheitskarte verantwortlich,und momentan wird auf dieser noch gar nichts gespeichert,und das später dann auch nur mit Einverständnis des Versicherten.Es ist von Dir mal sehr einfach gesehen,ich finde die Idee dahinter schon sinnvoll,ein anderer Arzt sieht sofort was schon in Behandlung ist,und vor allem die gesamnte Medikation,allerdings sind diese Daten im Notfall zB im Krankenhaus ohne Zugriffscode nicht abrufbar was sie dann eigentlich völlig sinnlos macht,denn da wäre es besonders wichtig auf solche Informationen zugreifen zu können.

Kommentar von wilees ,

.....und das später dann auch nur mit Einverständnis des Versicherten.....

Das scheint so nicht mehr zu stimmen.

Krankenversicherung: Gesundheitskarte speichert künftig mehr Daten ...

www.zeit.de › Wissen

daraus:                                                                                   Gesundheitskarte speichert künftig mehr Daten

Welche Medikamente nimmt ein Patient? Unter welchen Krankheiten leidet er? Das können bald Ärzte nach einem nun beschlossenen Gesetz aus der Gesundheitskarte auslesen.

3. Dezember 2015, 23:06 Uhr

Kommentar von andie61 ,

Das ändert nichts an der Tatsache das Daten nur mit Einverständnis des Patienten gespeichert werden dürfen.

In der Masse der Beiträge im Link habe ich nichts zu der Gesundheitskarte gefunden.

Kommentar von wilees ,

Krankenversicherung: Gesundheitskarte speichert künftig mehr Daten ...

www.zeit.de › Wissen

Der Bundestag hat mit den Stimmen der Regierungsparteien das sogenannte E-Health-Gesetz verabschiedet. Damit können künftig mehr Daten auf den Gesundheitskarte gespeichert werden. Das bedeutet, dass etwa auch erfasst wird, welche Medikamente ein Patient einnimmt und welche Vorerkrankungen er hatte. Die neuen Regelung hat zum Ziel, dass Informationen zwischen Ärzten und Kliniken besser ausgetauscht werden können. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sieht in dem neuen Gesetz einen "echten Nutzen für die Versicherten."

Bislang wurden auf der Gesundheitskarte nur Informationen wie Name, Geburtsdatum, Adresse und Details zur Krankenversicherung gespeichert. Die elektronischer Gesundheitskarte ist seit Anfang des Jahres Pflicht für jeden, der eine gesetzliche Krankenversicherung besitzt. Ab Mitte 2016 soll es möglich sein Versichertendaten online abzugleichen und zu aktualisieren.

In den folgenden Jahren sollen immer mehr Daten auf den Gesundheitskarten gespeichert werden. Für 2018 ist die Integration von Notfalldaten, etwa Allergien oder Implantate, geplant. Diese kann der Arzt bei einem Unfall sofort abrufen. Bis Ende 2018 soll es auch eine elektronische Patientenakte geben, die Daten wie Röntgenbilder oder Arztbriefe umfasst.

Kommentar von lachs4709 ,

Das habe ich zumindest gerade gelesen, dass sie wegen der Gesundheitskarte und den Flüchtlingen steigen.

Antwort
von PlueschTiger, 47

Hallo lachs4709,

die Kate ist im Grunde so was wie Früher der Impfausweis, wo alle Untersuchungen und Impfungen notiert wurde, daher an sich nicht so verkehrt. Deine Bedenke wegen der Infos welche Ärzte entnehmen sind durchaus berechtigt und leider ein Problem. Es ist fraglich in wie weit das aber große Auswirkungen hat, denn es ist nicht in allen Fällen so und es wird durchaus von Ärzten erkannt wenn Fehldiagnosen gestellt wurden.

Das Problem mit den Beiträgen ist dort das selbe wie mit dem BER Flughafen. Man hat eine gute Idee, sorgt aber nicht dafür das sie vernünftig und unter Kontrollen durchgeführt wird und somit laufen die kosten aus dem Ruder. Meines Wissens haben die Kassen sich bereits geweigert ihren Anteil der kosten wegen der nicht Vorankommens in der Entwicklung der Karte, zu zahlen. Worauf das Unternehmen die Politik einschaltete.

Es ist leider wie immer Geld um was es geht und Gründe die nicht ans Tageslicht kommen und wohl noch weniger zu verstehen sind. Denn wie kann es 60 Millionen und wohl erheblich mehr kosten so eine Karte zu entwickeln?

Gruß Plüsch Tiger

Kommentar von Heidrun1962a ,

Außer ddem Namen, Adresse und dasGeburtsdatum steht nichts auf der Karte.

Kommentar von PlueschTiger ,

Selbst in dem Chip der Karte steht noch nicht viel mehr als das und deine Adresse, wenn ich das Richtig in Erinnerung habe. Gerade deshalb machten die Krankenkassen Stunk und wollten die 60 Millionen nicht an die Entwicklerfirma zahlen. Denn die Kosten laufen immer weiter während die Entwicklerfirma Karten Funktionen einfach nicht vorankommen.

Antwort
von wilees, 45

Die Beitragssätze steigen sicherlich nicht durch den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte. Allerdings machen spätere Eintragungen z.B. über verordnete Medikamente offenbar wenn ein Patient "Arzthopping" betreibt.

Oder wie viele Patienten lösen zwar ihr Rezept in der Apotheke ein, nehmen diese anschließend aber nicht ein. So landen ca. 25-30% der verordneten Medikamente in den Tonnen. Wieviele Arztbesuche und auch Operationen sind real überflüssig. Beispiele für Kostensteigerung gibt es viele.

Kommentar von lachs4709 ,

Das habe ich zumindest gerade gelesen, dass sie wegen der Gesundheitskarte und den Flüchtlingen steigen.

Kommentar von wilees ,

Dann "sag" mal, wo Du eine entsprechende Mitteilung gelesen hast.

Kommentar von Lalala1718 ,

Das war mal ein Vorschlag vom, ich glaube, Ärtzeverband das alle Flüchtlinge eine gesetzliche Gesundheitskarte bekommen sollten, die durch die Beiträge der Mitglieder eben mitgezählt werden. Folge wäre dann eben das Flüchtlinge gleich behandelt werden konnten wie wir anderen und nciht mehr lange auf den Antrag warten müssen. Das würde viel Zeit und Arbeit einsparen aber eben zu hohen Kosten für uns Arbeitnehmer führen. Ne saftige Erhöhung wäre die Folge, da sich Deutschland nicht wie vom Ärzteverbund an den Kosten beteiligen wird. Schließlich sind Kosteneinsparungen immer gut zu Lasten des Volkes.
Das dieser Vorschlag allerdings durchgesetzt worden ist, davon habe ich noch ncihts gehört

Antwort
von Feynja, 50

Sind die Beiträge nicht sogar gesunken oder irre ich mich? 

Für Leute wie mich mit mehreren Erkrankung ist es sehr praktisch das ein anderer Arzt sehen kann das ich z.b Epileptikerin bin. So muss er nicht jede Krankheit abfragen die ich habe, sondern kann gleich einige Sachen ausschließen. Und nur mal so mein Hausarzt kann nicht sehen warum ich bei meiner Gynäkologin war. 

Das System ist meiner Meinung nach zeitsparend für alle Parteien 

Kommentar von lachs4709 ,

Nein, gestiegen. Jetzt sollen sie weiter steigen.
Das habe ich zumindest gerade gelesen, dass sie wegen der Gesundheitskarte und den Flüchtlingen steigen.

Kommentar von Feynja ,

Ich hab gelesen das die Beiträge steigen weil viele Faschisten eine Therapie anfangen weil sie eingesehen haben das sie Idioten sind. Eine Therapie ist nicht billig.

Kommentar von Heidrun1962a ,

Die Beiträge sind von 2009 bis 2016 von 15,5 auf 14,6% gefallen. Also keine Steigerung, oder?

Antwort
von eulig, 21

mit der Gesundheitskarte hat das nichts zu tun.

die Ausgaben die mit jeder Reform angestrengt werden, steigen an.

seit dem 1.1.16 muss aus dem Gesundheitsfond mehr Geld für die Krankenhausversorgung, Leistungen der Pflegeversicherung, Hospiz- und Palliativversorgung ausgegeben werden.

zudem fordern die Pharmafirmen immer noch (ungerechtfertigt) extrem hohe Preise für neue Medikamente.

außerdem altert unsere Gesellschaft. wir werden älter als je zuvor. billiger wird Gesundheit im Alter nun wirklich nicht.

lange Auszahlzeiten durch psychische Erkrankungen nehmen stetig in hohen Zahlen zu. diese Versicherten erhalten oftmals bis zum Maximum 1 1/2 Jahre Krankengeld.

Krankenkassen sollen zudem mehr Geld für Prävention ausgeben.

und zu guter letzt sollte man auch nicht vergessen, dass die Politik auch weiterhin es nicht für nötig hält, die Arbeitgeber wieder mit ins Boot zu holen. da der Beitragsanteil der Arbeitgeber eingefroren wurde, gehen Steigerung der Ausgaben im Gesundheitssystem zu Lasten des Versicherten. und wenn man berücksichtigt, dass viele Erkrankungen durch den Job kommen, müsste man auch hier ansetzen und die Kosten gerechter verteilen.

letztendlich sollte jeder einzelne darüber nachdenken, was er falsch macht in diesem Gesundheitssystem. wenn man Medikamente verschrieben bekommt, dann sollte man sie auch nehmen und nicht nur in der Apotheke holen und dann wegwerfen. Medikamente kosten eben nicht 5 oder 10 Euro.

Antwort
von Heidrun1962a, 9

Auf deiner Versichertenkarte steht nur dein Geburtsdatum, Name und Anschrift. Also eine falsche Diagnose gibt es deswegen nicht.

Wieso steigen die Kosten, wenn es eine elektronische Gesundheitskarte gibt. Das eine hat mit dem anderen nun mal gar nichts zu tun. Jetzt ist ein Foto auf der Karte und die Karte kann jetzt nicht mehr missbräuchlich verwendet werden. Das war früher sehr oft der Fall.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community