Frage von studentstudent, 125

Wertpapier verkauft, jedoch mehr als 30% weniger auf das Verrechnungskonto erhalten, wie kommt die Differenz zustande?

Hallo Zusammen,

ich habe ein Stück Wertpapier zum Kurs von 41,40 verkauft. Dies wurde mir im Ordersatz auch bestätigt.

Jedoch habe ich auf das Verrechnugnskonto nur 30,43€ erhalten? Wie kann sich eine Differenz von über 30% erklären?

Bei dem Verkauf sind für mich keine Kosten angefallen. Und Steuern sollten bei diesem Betrag auch nicht anfallen, ist auch mein erster Handel. Vor allem nicht von über 30%.

Nach kurzer Recherche meine ich auch gelesen zu haben, dass es einen Freibetrag, den ich bei weitem nicht erreicht habe. Die Hotline der Bank konnte mir auch nicht genau weiterhelfen.

Die Bank ist die ConsorBank.

Eine Rechnung erhalte ich erst in ein Paar Tagen, vielleicht kann mir vorher jemand helfen.

Vielen dank und viele Grüße

Antwort
von GuenterLeipzig, 32

Aktien mit solchen Minibeträgen zu handeln ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, da die Handelsgebühren in keiner Relation zum Handelsvolumen stehen.

Ich persönlich handle nicht unter 5.000 EUR/ Trade.

Lediglich bei Bezugsrechtehandel oder zugeteilten Aktien bei Spinoffs, kann es vorkommen, wenn ich eine Position davon verticken will, dass ich unter 5.000 EUR handeln muss.

Günter

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Na gut, das kann aber leider nicht jeder. Oder derjenige müsste sich auf eine viel zu kleine Auswahl beschränken.

Der Handel kann sich durchaus auch mit Beträgen um die 1000€ lohnen. In riskante Geschäfte gehe ich sogar nur mit 300-500€ rein. So hoch sind die Entgelte nun auch wieder nicht.

Bin übrigens bei den Letztgenannten zu etwa zwei Drittel erfolgreich, aber es bleibt Spielgeld.

Mein bestes Invest war Anfang 2009 Nevada Copper. Von 0,16€ auf nahe 5€ gestiegen. Hab leider bei 3€ verkauft. Immerhin, aus 300€ wurden 6000€, leider schon zu versteuern.

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Bei allem Respekt.

Ich investiere, ich zocke nicht.

Pennystocks sind grundsätzlich Zockerwerte, um die ich einen weiten Bogen mache.

Bei mir stehen Qualitätsaktien mit beständigen Erträgen und fundamentalen Unternernehmensdaten im Focus.

Günter

Antwort
von KuarThePirat, 51

Die Consorsbank verlangt für jede Order 4,95 + 0,25 % des Ordervolumens als Ordergebühr. Mindestens 9,95 und höchstens 69,00 € pro Order.... daher kommt deine Differenz.

Kommentar von hauptklaeger ,

Jetzt ernsthaft, wer läßt sich denn bitte so abzocken? Das kann ja nur ein deutscher sein.

Kommentar von bronkhorst ,

Was soll das denn?

Es gibt Mindestgebühren - und die machen den Handel einzelner Wertpapiere bzw. relativ kleiner Orders überproportional teuer.

Das hat weder mit Abzocken noch mit einer ethnischen Zuordnung zu tun...

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Genau. Das hat ausschließlich was mit Unerfahrenheit und Dummheit zu tun. Wenn ich Aktien halte, muss ich doch wenigstens über die elitärsten Handelsbedingungen bescheid wissen. Solches Unwissen lässt für die Auswahl wohl auch wenig Gutes erwarten. Sgm lässt wieder mal grüßen? Wie ist nur die Steigerung davon?

Kommentar von KuarThePirat ,

Die Ordergebühren sind absolut im Rahmen und nur die Discounter wie flatex verlangen die Hälfte. Dafür hat man bei Consorsbank halt das Rundum-Sorglos-Paket mit Girokonto, Tagesgeld und Beratung und kann solche "sinnlosen" Orders durchführen. Flatex will mind. 1000 € Orders haben.

Antwort
von Diodeicieli, 31

Sowas passiert, wenn man sich nicht ausreichend informiert.

Es fallen bei Kauf und Verkauf Ordergebühren an. Das hat auch nichts mit Abzocke zu tun, immerhin sollte man beim Aktienhandel wissen, was man da tut. Dementsprechend sollte man sich auch mal fragen, welchen Sinn es hat, eine einzelne Aktie zu kaufen und verkaufen.

Verbuche es als Lehrgeld.

Antwort
von Sonnenstern811, 77

Was denn, du hast eine einzige Aktie zu diesem Preis verkauft? Dann hast du ja Glück, dass ihr Wert nicht unter 10€ lag, sonst hättest du noch Geld drauf legen müssen.

Da die Bank auch in deinem Fall nicht umsonst arbeitet, wundert mich deine Aussage, dass für dich keine Kosten angefallen sind. Diese liegen hier um die 10€, das würde wohl die Differenz erklären. Hast du etwa auch nur diese eine Aktie dieser AG gekauft, oder wolltest du nur mal probieren, wie ein Verkauf so abläuft?

Abgeltungssteuer, evtll. Kirchensteuer und Soli fallen natürlich nur auf Gewinne an. Dein Freistellungsauftrag, den du hoffentlich Consors gabst, verhindert dies im Rahmen des Höchstbetrages darauf.

Antwort
von Othetaler, 87

Klingt für mich nach Abgeltungssteuer + Soli.

Die Hotline sollte dir da aber eigentlich Auskunft geben können.

Kommentar von jofischi ,

kann nicht sein. Abgeltungssteuer wird auf Zinsen (Wertzuwachs) gezahlt, nicht aber auf den Verkaufserlös.

Kommentar von Othetaler ,

Die Abgeltungssteuer ist auf Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne fällig. Es kann also durchaus sein.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Dann überlege bitte mal, wie stark der Wert zuvor explodiert sein müsste für 11 € Steuern. Das ist so gut wie unmöglich.

Kommentar von Othetaler ,

Da muss ich dir recht geben. Trotzdem kann die Abgeltungssteuer mit reinspielen. Aber da werden dann wohl auch einige Gebühren mit dabei sein.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Eben. Ganz klar, Kosten der Bank und der Börse. Nix da mit gratis.

Kommentar von archibaldesel ,

Es sei denn, es liegt kein Einstiegskurs vor. Dann erfolgt eine Pauschalversteuerung, deren Basis der Rückzahlungswert ist.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Dann würde aber wiederum das Entgelt für den Verkauf fehlen. Halte ich also für sehr unwahrscheinlich.

Antwort
von Traveller24, 20

Was genau für ein Wertpapier war das und über welche Börse wurde das verkauft?

Eigentlich müsstest Du über den Verkauf auch eine Abrechnung bekommen haben ( ist bei Consors meist im Online-Archiv ) da steht genau drauf, wie sich der Gutschriftsbetrag zusammensetzt.

Antwort
von steefi, 37

Das sind Spesen, evtl. Wechselkurse, Börsengebühren, Maklerkosten und all son Dreck. Bei einer Aktien verlangen die dann immer eine Mindestgebühr. Wirste in der Rechnung alles sehen.

Antwort
von JNHLRT, 81

Es wurden wahrscheinlich schon Kosten der Bank und der Börse abgezogen

Kommentar von Sonnenstern811 ,

So etwas passiert sogar mit tödlicher Sicherheit.

Antwort
von hauptklaeger, 52

Schon mal was von Abgeltungssteuer gehört die sich Onkel Schäuble direkt von deinen Gewinnen einsteckt?

Deswegen laß ich alles übers Ausland laufen (völlig Legal) damit der deutsche Staat hier nicht sofort abgreift und mir mein Geld für irgendwelche Pleiteprojekte wegnimmt. Die soll mal schön der Michel sponsern.


Kommentar von jofischi ,

kann so gar nicht sein. Der Verkaufserlös ist ja nicht der Gewinn

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Dazu müsste sich der Wert der Aktie in seinem Depot zuvor aber in etwa verdoppelt haben. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Quatsch verdoppelt, verzehnfacht, oder was weiß ich. Keine Lust zum Rechnen.

Kommentar von hauptklaeger ,

Hui das sind das aber ganz schön üppige Bank bzw Transaktionskosten, ich weiß wohl das die ConsorsBank nicht grade günstig ist.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

An- und Verkaufskosten um die 10€ bewegen sich durchaus im Rahmen des Üblichen. Bin leider auch bei Consors gelandet, und zwar gegen meinen Willen von der DAB dorthin verschaukelt worden. Und das, wo ich um 2000 rum genau umgekehrt gewechselt bin, weil Consors (hat damals zur Schmidt Bank gehört, dem Junior) zu viel Mist gemacht hat.

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