Frage von Rocknrollwhore, 81

Werkstudentin, Ü30 und unklare Krankenkassenbeiträge bzw Krankenversicherung?

ich weiß, dass eine ähnliche Frage schon gestellt wurde, leider kann ich nirgends kommentieren.Ich bin über 30 und nun freiwillig versichert. Um den Lebensunterhalt zu sichern, arbeite ich Projekteweise, d.h. manchmal eine Woche im Monat, manchmal nur einen Tag im Monat und manchmal einen Monat nicht.Das hierbei erzielte Einkommen schwankt zwischen 150€-900€, in absoluten Ausnahmefällen auch >945€.Meinem Verständnis nach, zahle ich BIS 945€ den Mindestbeitrag (bei der TK 164,44€), AB einem monatlichen Einkommen von >945€ entsprechend prozentualen Anteil (bei TK inkl. Zusatzbeitrag 17,4%).Die Kasse sieht das anders.Die Sachbearbeiterin stellt eine für mich abenteuerliche Rechnung auf, die es mir unmöglich macht, zukünftig zu kalkulieren und die absurde Züge anmimmt.Folgendes Beispiel:Im Monat 1 habe ich ein Einkommen von 900€ gehabt, verdient habe ich das Geld von Tag 14-20. An den anderen Tagen habe ich kein Einkommen gehabt.Die Krankenkasse rechnet nun die Tage 1-13 & 21-30 auf der Basis von 945€. SOWEIT, so gut.Für den Zeitraum 14.-20. Tag rechnet sie die 900€ auf den kompletten Monat hoch (der meiner Ansicht nach ja durch die oben erwähnten anderen Zeiträume bereits mit abgedeckt wird). Das ergibt eine Bemessungsgrundlage von 3857€, daraus dann 17,4%. Dann taucht unvermittelt ein Betrag von 156,60€ auf, der meiner Ansicht nach einfach 1:1 die 17,4% der 900€ sind und der Beitrag für die eine Woche arbeiten darstellt.Also ergibt sich insgesamt für Monat 1 ein Beitrag aus 3 Zeiträumen mit 71,26€, 156,60€ und 54,81€. Insgesamt habe ich also für den Monat 1 einen Krankenkassenbeitrag von knapp 280€ zu entrichten. Ich verstehe das nicht, meiner Ansicht nach bin ich doch unter dieser magischen Grenze von 945€, ich habe doch nur 900€ verdient! Also müsste ich doch nur den Mindestbeitrag zahlen, aber das sind 120€ mehr.Ich kann die Gesetze kaum noch auseinander halten, die Sachbearbeiterin ist absolut uneinsichtig und der komplette Bescheid ist total konfus erstellt.Als ich in Monat 2 nur 150€ verdient habe, ist auch davon normal der Beitrag mit 17,4% abgezogen worden. Also habe ich bei einem monatlichen Einkommen von 150€ einen Krankenkassenbeitrag von 190€ bezahlt!Ich verstehe das nicht mehr, bitte hilf mir doch jemand, die genauen Gesetzestexte zu finden, um dieser Willkür ein Ende zu setzen. Oder ist das tatsächlich richtig?

Antwort
von DolphinPB, 77

Ok, ich versuche es mal stichpunktartig.

Beitragspflichtig ist bei Freiberuflern / Selbständigen nicht der Umsatz sondern der Gewinn vor Steuern. Insofern gehe ich davon aus dass hiervon die Rede ist wenn Du von "Einnahmen" sprichst.

Die nächste Frage ist, bekommst Du einen Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit ?

Maßgeblich sind hier die "Einheitliche Grundsätze zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und weiterer Mitgliedergruppen sowie zur Zahlung und Fälligkeit der von Mitgliedern selbst zu entrichtenden Beiträge" des Spitzenverbandes Bund der gesetzlichen Krankenversicherung.

http://www.hkk.de/fileadmin/doc/versicherung_beitraege/RS_2013-530_Anlage_2_Beit...

Ich kann und will hier natürlich keine rechtliche Abhandlung schreiben, aber es dürfte u.a. der § 3 (2) und vor allem der § 7 (3) ff. des genannten Dokumentes eine Rolle spielen.

Insgesamt habe ich das Gefühl (!) dass die Dame bei der TK (leider) Recht hat. Ob und in wie weit hier Ermessensspielraum seitens der TK vorhanden ist und möglicherwiese nicht genutzt wird, vermag ich nicht zu sagen.

Kommentar von Rocknrollwhore ,

Hallo Dolphin,

ersteinmal Danke für die Antwort.

Ich bin Studentin, nicht selbständig, beziehe keinerlei weitere Einkünfte außer der für meine tageweise Arbeit erhaltene Erträge.

Mein Tagessatz beträgt 150€, wenn ich 1 Tag arbeite, bleibt es dabei, wenn ich zwei Tage arbeite entsprechend. Meist arbeite ich 6 Tage im Monat, verteilt auf eine Woche oder einzelne Tage.

Einkommen also 900€.

Sie hat gerechnet:

945€ /30 dann *13 bzw. 945€/30 dann *10 und für die eine Woche einfach anders, nämlich 900€/7 dann *30, um später von der erhaltenen Summe wieder rückwärts zu rechnen. Und egal, wieviele Tage ich für die 900€ arbeite, bleibt nach ihrer Rechnung die Summe der kV Beiträge immer gleich. Ich zahle für eine Woche Arbeit 156,60€ und zusätzlich die anderen Beiträge- komme also bei 900€ auf zu zahlende Beträge von 290€.

Das halte ich für falsch, weil zweimal unterschiedliche Rechenoperationen verwendet werden. Und es kann nicht Sinn sein, dass ich bei einem tatsächlichen Einkommen von 900€ / Monat 1/3 davon berappen muss, um kV zu zahlen. Das ist beinahe das Doppelte von 17,4%. 

Oder doch?

Antwort
von DolphinPB, 81

Und die Frage wäre ?

Kommentar von Rocknrollwhore ,

Der Text ist beim editieren wohl verschwunden.

Guten Abend,

ich weiß, dass eine ähnliche Frage schon gestellt wurde, leider kann ich nirgends kommentieren.Ich bin über 30 und nun freiwillig versichert. Um den Lebensunterhalt zu sichern, arbeite ich Projekteweise, d.h. manchmal eine Woche im Monat, manchmal nur einen Tag im Monat und manchmal einen Monat nicht.Das hierbei erzielte Einkommen schwankt zwischen 150€-900€, in absoluten Ausnahmefällen auch >945€.Meinem Verständnis nach, zahle ich BIS 945€ den Mindestbeitrag (bei der TK 164,44€), AB einem monatlichen Einkommen von >945€ entsprechend prozentualen Anteil (bei TK inkl. Zusatzbeitrag 17,4%).Die Kasse sieht das anders.Die Sachbearbeiterin stellt eine für mich abenteuerliche Rechnung auf, die es mir unmöglich macht, zukünftig zu kalkulieren und die absurde Züge anmimmt.Folgendes Beispiel:Im Monat 1 habe ich ein Einkommen von 900€ gehabt, verdient habe ich das Geld von Tag 14-20. An den anderen Tagen habe ich kein Einkommen gehabt.Die Krankenkasse rechnet nun die Tage 1-13 & 21-30 auf der Basis von 945€. SOWEIT, so gut.Für den Zeitraum 14.-20. Tag rechnet sie die 900€ auf den kompletten Monat hoch (der meiner Ansicht nach ja durch die oben erwähnten anderen Zeiträume bereits mit abgedeckt wird). Das ergibt eine Bemessungsgrundlage von 3857€, daraus dann 17,4%. Dann taucht unvermittelt ein Betrag von 156,60€ auf, der meiner Ansicht nach einfach 1:1 die 17,4% der 900€ sind und der Beitrag für die eine Woche arbeiten darstellt.Also ergibt sich insgesamt für Monat 1 ein Beitrag aus 3 Zeiträumen mit 71,26€, 156,60€ und 54,81€. Insgesamt habe ich also für den Monat 1 einen Krankenkassenbeitrag von knapp 280€ zu entrichten. Ich verstehe das nicht, meiner Ansicht nach bin ich doch unter dieser magischen Grenze von 945€, ich habe doch nur 900€ verdient! Also müsste ich doch nur den Mindestbeitrag zahlen, aber das sind 120€ mehr.Ich kann die Gesetze kaum noch auseinander halten, die Sachbearbeiterin ist absolut uneinsichtig und der komplette Bescheid ist total konfus erstellt.Als ich in Monat 2 nur 150€ verdient habe, ist auch davon normal der Beitrag mit 17,4% abgezogen worden. Also habe ich bei einem monatlichen Einkommen von 150€ einen Krankenkassenbeitrag von 190€ bezahlt!Ich verstehe das nicht mehr, bitte hilf mir doch jemand, die genauen Gesetzestexte zu finden, um dieser Willkür ein Ende zu setzen. Oder ist das tatsächlich richtig?

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