schneeblume am 27.08.2009 um 19:56 Uhr
...also einfach "were slowly working" zu schreiben statt we're working...? oder würde das nur jemand machen, der selber kein englischer Muttersprachler ist?

Das ist (ebenso wie beispielsweise "your" statt "you're") ein Fehler, den auch viele Muttersprachler machen und der durch die Zunahme von zeichensparender "text speak"-SMS-Sprache immer häufiger anzutreffen ist, aber es ist und bleibt falsch und sollte vermieden werden!

nein da gehört das apostroph hin, schließlich handelt es sich um eine abkürzung: "we are= we're" :-)))
schneeblume am 27. August 2009 19:58 ja klar, ich meinte nur, ob das vielleicht eine umgangssprachliche Vereinfachung ist, ... und üblich / häufig ?
kikkerl am 27. August 2009 20:00 nein. muss ein druck/tippfehler sein

Es ist schlichtweg so, dass auch Engländer oder Amerikaner nicht immer sattelfest sind in der Rechtschreibung. Was man z. B. in Chatrooms auch oft sieht, sind Dinge wie "I should of said...", wenn versucht wird, die Wendung "I should've said" auszuschreiben. Viele wissen es offenbar nicht besser.
waggerla am 28. August 2009 08:38 Should of ist Dialekt, ich tippe mal auf Cockney. Mein Hubby benutzt das laufend, was mich in den Wahnsinn treibt, weil er es nicht einsehen will, dass es falsch ist.
Felony am 28. August 2009 11:53 Ist nicht Dein Ernst?! Ich würde Krämpfe bekommen, wenn ich das immer hören müsste! :D
Ich habe mal erlebt, wie ein Amerikaner in einem Chatroom völlig ausgetickte und die Mitglieder, die diese Form verwendet hatten, als Vollidioten bezeichnete, die das Grammatik-Level der 3. Klasse noch nicht kapiert hätten. Fand ich schon ziemlich hart, aber offensichtlich muss es ihm SEHR weg getan haben. ;-))
'should of' ist kein Dialekt und schon gar kein Cockney; diese Aussprache und Schreibung ist einfach dem schlampigen und inkorrekten Sprachgebrauch zuzuschreiben. Bei der raschen Aussprache von 'should have' wird aus dem unbetonten 'have' etwas wie 'ef' was man auch als 'of' hören kann (so man es nicht besser weiß).
Urbanessa am 28. August 2009 17:17 Ganz genau, Irenaboa, so ist es.
Waggerla, wie wäre es mit einem hübsch verpackten "Merriam-Webster" für Deinen Mann zum Geburtstag? ;-))
waggerla am 28. August 2009 23:24 Rebuttal: Da muss ich Dir nun aber doch widersprechen, IRENEBOA. Nachdem mich das jetzt ganz brennend interessiert hat, habe ich recherchiert und kann mit Recht behaupten, dass es Dialekt ist, der von Cockney und seinen regionalen Variationen bis nach Australien reicht (books.google.com/books?id=U5FDi8WksqYC&pg=PA379). Das mit der schlampigen Aussprache könnte man i.Ü. theoretisch auch von sämtlichen deutschen Dialekten behaupten.
Des weiteren habe ich nun auch eine Antwort gefunden auf sumpthink, clifft, anythink und anyfing, welches aus dem australischen Dialekt stammt (books.google.com/books?id=ht8jrt3HBmEC&pg=PA24), was ich eigentlich schon wusste (Aussie-Cockney Hubby). Nun kann ich endlich wieder ruhig schlafen. ;o)

Das hat nichts mit Muttersprachler oder Nichtmuttersprachler zu tun, sondern mit richtiger oder falscher Verwendung der Sprache. Überall gibt es Menschen, die Fehler machen. und keiner von uns ist dagegen gefeit. - Nur in Deinem genannten Fall handelt es sich ja offensichtlich um eine grammatikalisch total falsche Form.
Beim 'texting', wie das Senden und Empfangen von SMS im englischsprachigen Raum genannt wird, ist das üblich, denn dadurch werden Zeichen gespart. Korrekt ist es nicht, aber bei SMS kommt es ja darauf an, möglichst viel Information schnell auf möglichst wenig Platz unterzubringen. Es geht aber auch schneller: [We R ...] Bei Mails ist das - leider - mittlerweile keine Seltenheit mehr und ist auch hier nach wie vor ein Fehler, aber man muss zwischen privaten E-Mails und geschäftlichen E-Mails differenzieren. Im privaten Bereich wird es häufig einfach hingenommen. Im geschäftlichen Bereich (also auch bei Anfragen gegenüber Ämtern etc.) ist es absolut verpönt, denn man outet sich schnell als Mensch mit Rechtschreibschwäche. Außerdem ist eben darauf zu achten, dass seriöse E-Mail-Nachrichten möglichst fehlerfrei sind. Wie gesagt: Ein Fehler ist das in allen drei Fällen. Schau dir aber nur mal die Rechtschreibung von den Beiträgen hier in gutefrage.de an. Die wenigsten Beiträge sind frei von Orthographie-, Interpunktions- oder Grammatikfehlern.
Übrigens klingt der von dir angeführte Teilsatz ganz nach dem Werk eines Nichtmuttersprachlers.
Es heißt doch was ganz anderes, wenn Du das Apostroph weglässt.
We're (we are) working = wir arbeiten. Were working = haben gearbeitet.
Das Apostroph lassen auch Muttersprachler nicht weg - es sei denn, sie vergessen es.
schneeblume am 28. August 2009 12:21 und wenn der Muttersprachler Zeit sparen will, im Stress ist oder so, dann kann er das schon absichtlich so machen, weil er weiss das wird so und so verstanden, oder?
Felony am 28. August 2009 12:34 Machen kann er das selbstverständlich. Ich als deutsche Muttersprachlerin kann ja auch sagen "Ich nix verstehen." Ist nicht korrekt, aber wird verstanden. Nur: WOZU absichtlich Fehler machen? Kapier' ich nicht...

Die häufigsten Fehler in englischen Texten von Muttersprachlern sind diese Verwechslungen:
there - their - the're
where - we're - were
und der Unterschied zwischen affect und effect.
Ganz einfach aus dem Grund, dass der Spell Check die Wörter kennt und -grammatikalisch falsch- nicht beanstandet.
Sylboy am 28. August 2009 23:23 Als ich einmal in einem Hotel in den Staaten einen US$ Trinkgeld auf einen Zettel mit der Bemerkung "Thank you for your service!" legte, fand ich später am Abend folgende Antwort darauf: "Your welcome". - Ich habe das Dienstmädchen später einmal gesehen. Es war ein schwarzes "Muttchen"...
waggerla am 28. August 2009 23:32 Yep, ich glaub es Dir. Ich kenns massenhaft von Studenten.

also ist das ein Fehler oder umgangssprachlich üblich für einen Muttersprachler?
ich weiß schon, dass es grammatikalisch falsch ist, aber es ist legitim für SMS- und Internetsprache? oder selbst für das unüblich und falsch?
Es ist sowohl falsch und furchtbar als auch - unter coolen Kidzzzz und denen, die sich dafür halten - relativ üblich, wenn sie SMS oder Chatbeiträge schreiben. Aber dass es häufig gemacht wird, das macht's ja nicht besser. Es werden auch häufig Ladendiebstähle begangen, deswegen erhebt die keiner in die Legalität. ;-)
Was Du mit "legitim" meinst, ist mir nicht klar, aber die gängigen Rechtschreib- und Stil"guides" wie das AP-Stylebook, das Chicago Style Manual, der Roget und der Merriam-Webster erlauben die Weglassung des Apostrophs nicht. Ich würde ohnehin nie nie niemals ein Apostroph weglassen, denn das ist dem Leser gegenüber respektlos, für den wegen der Sinnveränderung der Lesefluss gestört wird.
Nachtrag:
Du kannst das mit dieser unsäglichen Unart deutscher Kidzzzz vergleichen, die neuerdings beim Schreiben aus der Endung "-er" immer ein "-a" machen: oda, aba, selba, usw. Da krieg' ich wirklich Schnappatmung.
Jedenfalls ist das auch so ein "Trend" zur Falschschreibung, der sich schnell ausbreitet, was diesen Trend aber nicht besser oder "legitimer" macht.
Andere fragwürdige Trends im Deutschen sind der Deppen-Apostroph, wo kerin Apostroph hingehört ("Willi's Würstchenbude", "Mutter's Schlüsselbund") und das Deppen-Leerzeichen, wo ein Bindestrich gesetzt oder ein zusammengesetztes Hauptwort zusammengeschrieben werden müsste ("Friedrich Schiller Museum" müsste durchgekoppelt werden bzw. "Schiffahrt Gesellschaft" müsste zusammengeschrieben werden).
Auch unzufrieden mit der neuen deutschen Rechtschreibung? ;o)
Hahaha - eher mit der Rechtschreibdeform durch manche Kidzzzz. ;-))
Mit "legitim" habe ich nur gemeint, ob es eben weitflächig üblich ist, oder ob so etwas wirklich kein Muttersprachler machen würde, sondern nur ein Ausländer mit schlechten Englischkenntnissen! War wohl nicht exakte Wortwahl! Also "were" statt "we're" wird duraus in sms oder chats verwendet als "übliche" Abkürzung?