Frage von doof123, 20

Werden wir in Zukunft in Altersarmut leben?

Bei 1.300 Euro Nettolohn? Zeitarbeit er bekommen ja glaub sogar nur 1.000 Euro Netto? Die Schere zwischen Arm und Reich immer größer werden? Wie wird das Problem mit den Jobs behoben wenn immer mehr Automatisiert wird. Glaubt ihr das Bedingungslose Grundeinkommen wird kommen?

Was denkt ihr über die Zukunft?

Antwort
von ChloeSLaurent, 15

Hey Du.

Die Altersarmut wird nicht erst kommen, sondern sie ist schon angekommen. Und das nicht erst heute oder gestern. Viele von Denen, die vor 10 bis 20 Jahren schon sozusagen "vorgesorgt" hatten, stehen teilweise heute im und oder kurz vorm Rentenalter trotzdem auf dem Schlauch. Die fragen sich natürlich jetzt, was oder ob Sie damals falsch gemacht haben, obwohl die Antwort teils und stets ein klares Nein ist.

Die Auslagerung von Arbeitsplätzen, die Technisierung, Modernisierung und Automatisierung hat ein Ausmaß erreicht, daß zwangsläufig die uns bekannten Kosten im Alltag gestiegen sind, obwohl ja billiger produziert werden möchte wird - und Andere "natürlich" nun aber auch was davon haben.

Je mehr Zeitarbeitsfirmen es gibt, umso schlimmer wird das Problem. Weil die Verantwortlichen von Zeitarbeitsfirmen selbst nicht oder nie wirklich gearbeitet haben womöglich, sondern vielleicht nur studiert, + sondern nur mit der Idee "andere einfacher in Arbeit" zu bringen, voll abkassieren, aber nur den Pflichtteil an die Beschäftigten weiterleiten.

Mit der Einführung von Zeitarbeitsfirmen oder aus meiner Sicht sinnvolle Zweck, war es wohl vielleicht ursprünglich, in gewissen Produktionsbereichen Spitzen abdecken zu können. Eine gute Idee ursprünglich, weil gewisse Arbeitslosigkeit ja aus verschiedenen Gründen immer schon aktuelles Thema war.

Macht- und Giersucht liegt leider in der Natur des Menschen - hat sich aber mit der Weiterentwicklung in allen Bereichen und auf allen Ebenen dermaßen in ein "Negativ-Niveau" entwickelt, daß kaum noch etwas mit Menschlichkeit zu tun hat.

Wiederholung: In allen Bereichen des Lebens. Kurios: Die "Sich-Reichtum-Verschafften" und die "Sich-Reichtum-Verschaffenden" sind allerdings auch nicht wirklich glücklich und legen wiederum Dinge an den Tag, verursachen Situationen, die es insgesamt bezogen allen anderen Mitmenschen und sich sogar selbst auch, das Leben extrem schwerer machen, als es sein müßte. Ein Paradoxum auf dem Weg des Strebens nach Glück.

Es ist eben so: Der Mensch richtet sich selbst zugrunde. Traurig.

Der Wunsch nach einer angenehmen Zukunft - Für Jeden und auch jeder für sich - wird und ist kaum noch umsetzbar. Die Meisten "kämpfen" sozusagen oder "leben" doch schon lange nur noch für sich. Es gibt sicher Einige, die tatsächlich glücklich sind, richtig vollständig glücklich - seien wir fair und gönnen es Denen. Weil keiner weiß, wie lang es anhält.

Aus diesem gesamten Unverständnis heraus, über die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, ist eine Form von Sehnsucht in den Menschen entstanden, die kaum noch zu erfüllen oder zu befriedigen ist. Konsum ist damit nicht gemeint, obwohl die Bevölkerung auf der Welt leider eine Konsum-Gesellschaft geworden ist.

Es gibt da einen schönen Titel, den man sicher auf allemöglichen Begebenheiten, außer nur Liebe anwenden kann - womöglich ist dieser auch so tatsächlich gemeint - "Schiller feat. Xavier Naidoo - Sehnsucht" - eine einzige Textzeile davon?: "Meine Augen sind auf, doch ich sehe nicht raus......."

Viele Rentner sind in der Situation zu ihrer Rente noch zum "Jobcenter" (kurioses Wort überhaupt) gehen zu müssen und aufstocken zu lassen, um über die Runden zu kommen. Mit "Glück im Alter", nach jahrzehntelanger Arbeit, hat das neben altersbedingten Krankheiten, nix zu tun. Oder?

Schöner Spruch dazu: " Wenn es Dir gut geht, mach Dir keinen Kopf - Das geht vorbei."

Ich selbst wünsche mir, daß es nicht zu einer bestimmten Form von Krach kommt, ich nenne es mal in meinen Worten an dieser Stelle "weltweit-konsumgesellschaftliche Auseinandersetzung". Weil "Am Lautesten wird der Mensch nur, wenn Er ´Ruhe´ brüllt". Und somit wäre an dieser Stelle der Mensch - der sehnsüchtig, (liebevolle,) umgangsentwickelte Homosapien - ein Artefakt der Natur, welcher mit Hass nicht sich nur selbst gegenseitig defektiert, sondern die Natur für etwaige Überbleibsel auch versucht zu krebsen. "Was "ICH" nicht haben kann, bekommst Du auch nicht."

Leider hat die Natur selbst ihre eigenen Gesetze - besser ausgedrückt eigentlich: Gut, daß es So ist.

Früher stand "Schön" für "Schön" - und damit war eindeutig, was gemeint war. "Schön" selbst ist heute langweilig und hat kaum noch Bestand.

Mit Netto €1300 kannst Du gut bedient sein, wenn deine Wohnung nur €300 warm kostet, dein Auto nicht kaputt geht und Du sparsam lebst. Wenn deine Wohnung allein €680 warm kostet, dürfte es schweirig bis makaber werden, den Alltag umzusetzen. Aber für den Rest gibt´s ja schnelles Internet........................

LG

Antwort
von kevin1905, 18

Bei 1.300 Euro Nettolohn?

Wird es ohne zusätzliche Vorsorge stand Heute zu Altersarmut kommen, ja.

Zeitarbeit er bekommen ja glaub sogar nur 1.000 Euro Netto?

Niemand zwingt einen Zeitarbeit zu machen. Man darf sich schon für manche Dinge zu schade sein.

Die Schere zwischen Arm und Reich immer größer werden?

Die absolute Armut wird aber immer weniger, also keine Panik. Die Welt ist nicht perfekt aber es geht ihr besser als vor 40 Jahren.

Wie wird das Problem mit den Jobs behoben wenn immer mehr Automatisiert wird.

Manche Dinge lassen sich nicht automatisieren. Die Art der Arbeitsplätze verschiebt sich. Es werden neue Felder erschlossen. Vor 50 Jahren gab es 0 Leute die im IT Bereich gearbeitet haben, heute gibt es dafür entsprechend weniger Leute die in der Produktion arbeiten.

Glaubt ihr das Bedingungslose Grundeinkommen wird kommen?

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist von seiner Definition her nicht möglich, denn es wird immer an die Bedingungen geknüpft sein, dass X% arbeiten um es zu erwirtschaften.

Kommentar von spellon ,

Wird es ohne zusätzliche Vorsorge stand Heute zu Altersarmut kommen, ja.

Und wie bitte sollen Leute mit 1000 Euro Netto vorsorgen?


Niemand zwingt einen Zeitarbeit zu machen. Man darf sich schon für manche Dinge zu schade sein.

Ich begrüße jeden der diesen Mist ablehnt, aber deine Aussage ist leider falsch, denn spätestens die Arbeitsagentur wird dich zwingen


Die absolute Armut wird aber immer weniger, also keine Panik. Die Welt ist nicht perfekt aber es geht ihr besser als vor 40 Jahren.

Und von der Vergewaltigung bekommt man heute dank KO Tropfen auch nicht mehr so viel mit. WTF, was ist das für ein Argument? Bist du CDU oder SPD Mitglied? Schlag bitte mal die Definition von Armut nach.


Manche Dinge lassen sich nicht automatisieren. Die Art der Arbeitsplätze verschiebt sich. Es werden neue Felder erschlossen. Vor 50 Jahren gab es 0 Leute die im IT Bereich gearbeitet haben, heute gibt es dafür entsprechend weniger Leute die in der Produktion arbeiten.

Ich empfehle dir dringend Google zu nutzen und dich kundig zu machen über den Verlauf der Arbeitslosenzahlen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung in Deutschland. Das kann man bis zu den 60er Jahren mindestens zurück verfolgen. Oder einfach die Logische Überlegung ob wie jetzt wirklich 50 teuer bezahlte ITler hätten wenn dafür keine ausreichende Anzahl an Arbeitern eingespart werden würden.


Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist von seiner Definition her nicht möglich, denn es wird immer an die Bedingungen geknüpft sein, dass X% arbeiten um es zu erwirtschaften.

Ja, ja und Mensch muss man auch noch sein, also ist allein hier schon die Bedingung geknüpft. Vielleicht solltest du aufhören die Definitionen so zu vergewaltigen.



Kommentar von kevin1905 ,

Und wie bitte sollen Leute mit 1000 Euro Netto vorsorgen?

Das kommt ganz auf die Lebenshaltungskosten an. 1.000,- € Netto hier am Niederrhein sind was anderes als in München.

Aber wieder die Frage wer zwingt dich dazu für 1.000,- € Netto zu arbeiten? Niemand! Jeder Mensch hat freie Berufswahl und es steht jedem frei sich weiterzubilden und weitere Qualifikationen zu erlangen.

Höhere Qualifikation, höherer Marktwert, höhere Chance auf ein besseres Einkommen.

Wenn man seine eigene Arbeitskraft natürlich unter Wert anbietet, darf man sich hinterher nicht beschweren.

denn spätestens die Arbeitsagentur wird dich zwingen

Das Thema Zumutbarkeit einer Arbeitsstelle ist erst Thema bei SGB II Bezug. SGB III ist temporär und dient der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.

Man muss auch nicht jeden Mist in einer EGV unbearbeitet unterschreiben.

Man kriegt auch ein Jobcenter dazu in Jobs zu vermitteln die dem eigenen Ausbildungsstand oder der letzten Tätigkeit halbwegs nahe sind.

Schlag bitte mal die Definition von Armut nach.

Es gibt nicht "die Armut".

Es gibt relative und absolute Armut und diese immer bezogen auf einen Wirtschaftsraum. Das kann ein Land sein, das kann aber auch die ganze Welt sein.

Die absolute Armut ist gesunken, das ist ein Fakt, der sich messen lässt. Gerne verlinke ich dir hierzu einen Film

https://www.gapminder.org/videos/dont-panic-end-poverty/

Ich empfehle dir dringend Google zu nutzen und dich kundig zu machen über den Verlauf der Arbeitslosenzahlen im Verhältnis zur
Gesamtbevölkerung in Deutschland.

Ich glaube wir wissen beide wie diese Statistik geschönt ist. Leute in Maßnahmen, Aufstocker, oder Krankgeschrieben stehen nicht drin, selbst wenn sie SGB II Leistungen beziehen. Da das System mehrfach reformiert wurde, wird ein exakter Vergleich von 1960 und heute nahezu unmöglich.

Vielleicht solltest du aufhören die Definitionen so zu vergewaltigen.

Die Definition ist in sich fehlerhaft und logisch falsch.

Antwort
von MarkusHerger, 19

Ja, teilweise werden wir in Altersarmut leben.
Ja, die Schere zwischen Arm & Reich wird immer grösser. Ist ja mal nix neues.
Das Problem mit den Jobs ist kaum vernünftig zu beheben. Ein Teil wird sich umschulen und was anderes machen. Ein Teil wird ausgesteuert - im besten Fall Sozialhilfe bis auch das System nicht mehr finanziert werden kann.

Dann kommt es entweder zu einem gesellschaftlichen Wechsel - z.Bsp. eine Robotersteuer für Unternehmen oder eben eine Steuerermässigung für jeden Menschen der von einem Unternehmen beschäftigt wird. Da dürfte es zwar viele Menschen geben die eigentlich gar nicht arbeiten gehen müssen, aber wenn halt zur Steueroptimierung genutzt würden. So gesehen könnte ein Grundeinkommen tatsächlich realisiert werden --> das Unternehmen kriegt steuerliche Vorteile für jeden Mitarbeiter der angestellt ist. Ein Teil dieser Ersparnisse gibt das Unternehmen an die Mitarbeiter weiter, will die Mitarbeiter aber nie im Unternehmen sehen, weil das wieder Kosten verursachen würde (Arbeitsplatz, etc.) Ein bischen abgespaced - nein ich habe mir keine Drogen reingepfiffen.

Alternative: je weiter die Schere auseinander geht, je mehr Leute um's überleben kämpfen müssen, desto grösser wird die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs. Ein grösserer Krieg "Weltkrieg" würde teilweise auch das Überbevölkerungsproblem lösen und nach dem Krieg gäbe es unglaubliche wirtschaftliche Impulse, siehe Nachkriegsdeutschland. Nein, ich hoffe nicht, dass es zu dieser ultima ratio kommt, aber da ich den Glauben an die Menschen irgendwo verloren habe könnte ich es mir doch gut vorstellen.

But hey, who cares, lass uns einfach jeden Tag geniessen. Optimismus kann man lernen - ich bin bisher etwas gescheitert.

Kommentar von lifefree ,

Wenn man zur Schweiz und nach Österreich schaut, die haben ein besseres Rentensystem .Es geht also, das jetzige Rentensystem muss nur so umgebaut werden, dass alle in dieselbe Rentenversicherung zahlen, auch Beamte und Selbständige.

Antwort
von philthebill, 11

Ich beschäftige mich seit einigen Jahren professionell mit diesen Themen.

Zum einen das Thema "die Schere":

Es ist völlig logisch, dass sich Besitz vermehrt. Auf Kapital werden Zinsen gezahlt, auf Immobilien Mieten usw. wer viel hat bekommt viel.

Allerdings ist dies nicht zwingend die Gier, sondern einfach nur logisch.

Ich helfe Menschen von reich bis arm ihr Geld zu managen und was mir häufig auffällt, ist dass die unteren Schichten wenig Verständnis für simple Dinge wie Rücklagen usw. zeigen. Da kommt dann immer die pauschalaussage "Wie soll das denn gehen mit so wenig Geld?!" Aber die Praxis zeigt mir, dass auch bei wenig Einkommen erschreckend viel Geld da ist für Mist. Und erstaunlich viele nehmen Kredite. Kredite senken aber das Einkommen mehrfach:

  1.  Man zahlt für die gekaufte Sache nicht nur den Preis sondern Zinsen
  2. Viele Kaufen sich mit einem Kredit teurere Sachen (gerade Autos) als sie sich eigentlich Leisten können

Mit unverhältnismäßigem Konsum und vor allem wenn kreditfinanziert, trägt man massiv zur Umverteilung bei.

Das Thema Grundeinkommen: Könnte funktionieren, aber wir bräuchten dazu Politiker, die länger als eine Wahlperiode denken. (Bevor jetzt wieder einer kommt: Nein die Afd macht das auch nicht. Denen traue ich keine 5 Minuten Horizont zu.)

Und da kommen wir zum Thema Zukunft. Mir schwillt der Kamm ich muss aufpassen. Ich mag Mütter und ich mag Menschen die lange und hart gearbeitet haben. Aber an diese Gruppen mehr auszuzahlen, während man weiß, dass das Rentensystem schon heute nicht tragbar ist, halte ich für grob Fahrlässig. Aktuell liegt die Durchschnittsrente bei 700 €. Die Kasse muss schon mit Steuergeldern am Leben gehalten werden und das eigentliche Problem fängt erst so ab 2040 an.

Dazu kommt, dass es keine Zinsen mehr gibt. Man kann zwar mit gutem Investment noch 5-10% Rendite erwirtschaften, Liquidität muss aber dafür da sein. Früher fürs Sparbuch hat man das ab dem ersten Euro bekommen... Thema Inflation kommt noch on Top.

Wenn nicht bald flächendeckend über solche Themen aufgeklärt wird, wird das ein großes Problem. Lösungen dafür gibt es keine, da es ein Demografisches und Globales Problem ist. Die Menschen sind da und es kommen nicht genug da. Gleichzeitig müssten wir unsere Wirtschaftsleistung unrealistisch steigern.

Kommentar von lifefree ,

Die Renten werden in Zukunft aus Steuermitteln aufgestockt werden müssen.Ausserdem brauchen wir ein System , ähnlich Österreich oder Schweiz, in das alle einzahlen müssen, auch Beamte und Selbständige.

Antwort
von Huflattich, 17

Meiner Meinung nach ist das Problem kaum einem bewusst. Bis jetzt war eine halbwegs junge Bevölkerung in der Lage die ältere Generationen zu unterhalten .

Absenken auf 40% des letzten Einkommens? Gruselige Vorstellung. Steigende Beiträge der Rentenversicherung und auf der anderen Seite das sinkende Rentenniveau. .

Meiner Meinung nach wird es ein einheitliches Einkommen geben müssen ähnlich hoch wie das Einkommen in der Sozialhilfe (als Grundeinkommen - Einheitsrente) dafür müssten wohl die höheren Renten gekürzt werden.... .

Am Ende trifft es immer diejenigen die hier ein Leben lang überdurchschnittlich gearbeitet und verdient haben .Da eine gerechte lösung zu finden wird schwer - wenn nicht gar unmöglich. 

Ja, die jetzigen Regelungen führen  viele in die  Altersarmut..

Antwort
von lifefree, 9

Wenn man heute jung ist, sollte man auf jeden Fall darauf schauen , eine gute Ausbildung zu haben, das macht sich auf Dauer bezahlt.Dann würde ich empfehlen bei einer großen Firma zu arbeiten, die  später eine Betriebsrente an ihre Beschäftigten zahlt.Eine  weitere Altersvorsorge wäre, für eine Eigentumswohnung oder ein Haus zu sparen.

Antwort
von spellon, 20

Solang die Leute weiterhin die "Deutschland geht es gut" Partein SPD, CDU, Grüne wählt nicht.

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