Frage von kristian001, 41

Werden weiter stromkraftwerke und windräder gebaut?

Und wird an neuen möglichkeiten der energiegewinnung gearbeitet so dass zumindest die nächsten 100-200 jahre jeder strom hat und sichs leisten kann also zumindest in europa und so

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Energie & Strom, 13

müssen wir... 2020 soll in deutschland das letzte atomkratwerk vom netz gehen. abgesehen davon sind vorhandene anlagen auch verschleiß unterlegen. trotz aller wartung und pflege müssen sie einfach irgendwann ersetzt werden. das gilt für alle anlagen von Atomkraft bis zwiebelenergie :-)

abgesehen davon werden Anlagen und systeme auch immer besser. ein windrad das vor 10 jahren 800 kW geliefert hat, liefert heute bei gleicher baugröße schon deutlich über 1200 kW (1,2 MW) meistens wird aber, wenn solche anlagen ersetzt werden, der prozess wird repowering genannt, größer gebaut...

lg, Anna

Kommentar von kristian001 ,

Also wird strom reichen?

Antwort
von fjf100, 12

Alternative Energien sind stark subventioniert !

Beispiel : Eine Windkraftanlage mit einer Nabenhöhe von 170 m ,sollte in der Nähe von Dülmen gebaut werden.

Den Bauern,den das Grundstück gehört,hat man 60000 Euro Pacht pro Jahr angeboten.Weil diese aber gegen Windkraftanlagen ist,hat dieser abgelehnt.

Wie lange solche Verträge laufen,dass weis ich nicht.Bei nur 10 Jahren wären das also 600000 Euro für den Bauern.

Bei zigtausenden von Windrädern,kann man sich ja ausrechen,was der Steuerzahler da berappen muss.

Hauptproblem ist das Essen für die Bevölkerung,weil Deutschland ja nur eine Fläche von ca. 350 000 km^2 hat.

von dieser Fläche werden um die 200000 km^2 genutzt.

Bei einen weiteren Bevölkerungswachstum ist die Lebensmittelversorgung nicht mehr gewährleistet.

Wie viel Strom -Energie- gebraucht wird,hängt davon ab,wie sparsam damit umgegangen wird und wie hoch die maximale Bevölkerungszahl sein wird.

Alleine durch den Pendelverher von 10 Millionen Auto ,zur Arbeit und zurück, werden 20000 tonnen Sprit pro Tag verheizt

Ein Auto 5 l auf 100 Km und 50 km Strecke pro Tag.

Ein Auto braucht - Kleinwagen - ca. 20 KWh (Kilowattstunden) Energie auf 100 Km

1 KWh=3600 KJ (Kilojoule)

Energiegehalt von Diesel hu= 42000 KJ/Kg (Kilojoule pro Kilogramm)

Eine Solaranlage von 10 m^2 Fläche produziert aber nur ca. 1000 KWh Strom pro Jahr.

Da kannst du dir ja ausrechen,wie viel Fläche für Solaranlagen notwendig sind.

Da sind aber noch die privaten Haushalte - so 37 Millionen - die auch noch 2000 KWh und mehr pro Haushalt verbrauchen.

FAZIT : Bis in alle Ewigkeit geht das Wachstum garantiert nicht so weiter.

Kommentar von kristian001 ,

Aber die nächsten 100-200jahre schon oder?

Kommentar von fjf100 ,

kann man so nicht sagen. Man muss zuerst eine Datenermittlung durchführen.

Wie viel produziert die Landwirtschaft?.

Was kann sie noch produzieren ?

Um wie viel würde die Produktion zurückgehen,wenn keine Spritzmittel und Kunstdünger mehr verwendet werden 

Wie viele Leute können überhaupt hier leben und wie viel Energie verbrauchen diese ,usw .  

Antwort
von GuenterLeipzig, 12

Tatsache ist, dass die bisherige Energiepolitik die Energie nur verteuert hat.

Die alternativen Energien sind weder grundlastfähig und erst recht nicht spitzenlastfähig.

Günter


Kommentar von OffshoreWind ,

Das stimmt so nicht. Die Politik hat die Gesetze so gemacht. Dafür können die erneuerbaren Energien nichts. Genau das soll nämlich dem Normalbürger suggeriert werden. Damit die Akzeptanz für die fossilen Kraftwerke erhalten bleibt. Die Fossilen Energien erzeugen so viele Nachlaufkosten die in keinem Preis enthalten sind. Ob es nun Atom oder Fossile Energien sind. Wenn man nämlich die Gesamtvolkswirtschaftliche Betrachtung aufmacht sieht es nämlich ganz anders aus. Das Problem ist nur, das das nicht gemacht wird - mit Absicht. Zum Thema Grund- und Spitzenlast: das stimmt - noch. Aber es wird genau daran gearbeitet dieses zur Verfügung stellen zu können. Nämlich über den stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien (irgendwo weht immer Wind und scheint auch die Sonne) und einer Vielfalt von Speichersystemen, größere Netzverbindungen und vieles mehr. Damit stehen wir ganz am Anfang. Aber wir beschreiten den richtigen Weg. Die Frage ist nur wie schnell wollen wir diesen gehen. Bis die Kosten nicht alle gleichwertig nebeneinander gestellt werden, versucht man diese durch Gesetze auszugleichen.

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Na dann schau Dir doch mal die Strompreiszusammensetzung heute und vor 10 Jahren an.

Du wirst feststellen, dass die Abgaben und Umlagen die Erzeugungskosten um mehr als die Hälfte übersteigen.

Das ist deshalb so, weil Windkraftanlagen & Co Subventionen bekommen, egal ob diese einspeisen (können) oder nicht.

Es sollen ja ganze Staten an der Subventionspolitik schon zugrunde gegangen sein.

Für mich ist es eine Frage der Zeit bis dieses Luftschloßgebilde in sich zusummenbricht, es ist auf Dauer so nicht finanierbar.

Zu den Erzeugungskosten. In Deutschland haben wir einen bunten Mix an Erzeugerstätten.

https://www.youtube.com/watch?v=p8wOV88ewIU

Die 8 AKWs sind für mich statistisches Rauschen.

Welche Nachlaufkosten bitte haben Erzegerstätten, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.

Nehmen wir zum Beispiel ein hocheffizient arbeitendes GuD-Kraftwerk, aus welchem Fernwärme zur Wärmeversorgung ganz nebenbei zur Wärmeversorgung von Großstädten ausgekopplet wird.

Die unstetige Verfügbarkeit der alternativen Energien ist das allergrößte Problem. Esist vielen nicht bewußt, dass diese Unstetigkeit es zunehmend komplizierter macht, die Netz zu fahren, bei denen EInspeisung und Bezug stets im Gleichgewicht stehen müssen, da ansonsten die Netzfreuquenz im Verbundnetz aus dem Ruder läuft mit dem Effekt, dass das Netz Notabschaltungen vornehmen muss.

Die nächste Sau,die von der Politik durchs Dorf getrieben wird, ist die Elektromobilität.

Hast Du Dir mal ausgerechnet, welche Infrastruktur dazu notwendig ist?

Nimm mal eine Stadt mit 300.000 Haushalten, davon haben 2/2 vielleicht im Schnitt 1 Auto, also 200.000.

Von den 200.000 arbeiten vielleicht 150.000 im Normalschichtbetrieb, 50.000 irgendwie anders.

Wenn jetzt wochentags die Leute früh zur Arbeit fahren oder abends nach Hause kommen, stecken alle mehr oder minder gleichzeitig ihr Gefährt an die Ladesteckdose, die ich bei Langsamladung mal mit 21 kW veranschlage (von Schnelladung will ich mal noch gar nicht sprechen). Das macht mal gerade eine zeitgleiche Spitze von 3150 kW = 3,1 MW.

Eine Trafostation hat in der Regel 630 kVA, also 5000 Trafostationen zusätzlich nur für Elektromobilität.

Ganz abgesehen davon, dass es nicht so viel Lithium auf der Welt gibt, als dass es in herkömmlichen Akkus gespeichert werden könnte, rüstet manweltweit alle Fahrzeuge elektrisch aus.

Erst recht nicht löst man die Energieversorgung damit im großen Stil.

Standorte für Pumpspeicherwerke sind in Deutschland stark begrenzt und oft sind irgendwelche Kröten viel wichtiger.

Wasserkraft in Deutschland: ca. 5 % - also statistisches Rauschen.

Anteile der Primärenergieträger:

https://www.energie-lexikon.info/primaerenergie.html

Günter

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Ich stelle soeben fest, dass ich die Spitzenleistung mit 3150 kW versehentlich falsch geschrieben haben, es muss richtig lauten: 3150 MW!

Günter

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