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Werden trockene Alkoholiker auf jeden Fall rückfällig, wenn sie wieder anfangen Alkohol zu trinken?

gefragt von myquestion am 26.09.2007 um 20:47 Uhr

Oder kann es auch vorkommen, dass sie irgendwann wieder ein normales Verhältnis zu Alkohol bekommen?


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gri1su
beantwortet von gri1su am 26. September 2007 20:50
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Die Chance, ein normales Verhältnis zunm Alkohol zu bekommen ist zehnmal kleiner als einen Sechser mit Zusatzzahl und Spiel 77 im Lotto. Du kannst also davon ausgehen, daß ein Alkoholiker mit der Zeit wieder zu 100% rückfällig wird.


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 26. September 2007 20:50
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99,5 % werden rückfällig. Es hilft wirklich nur absolute Konsequenz. Ich kenne einen einzigen Fall in meinem langen Leben, wo ein Ex-Alki jetzt ab und zu ( 2 mal im Jahr) 1 Glas trinkt. Aber er berichtet dann schon auch vom "Suchteln"


comarel
beantwortet von comarel am 26. September 2007 21:00
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Da du auch die Frage mit dem alkoholfreien Wein gestellt hast möchte ich dir sagen, dass auch das für einen trockenen Alkoholiker nicht das angesagte Getränk ist. Verführerisch ist hier nicht der Alkoholgehalt, sondern allein der Geschmack, der dazu verleitet wieder Alkohol zu trinken.


anonym
beantwortet von gewitterhexle am 26. September 2007 21:00
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Es gibt bei Alkoholismus keine Heilung, sondern nur einen Stillstand der Krankheit. Diesen Stillstand kann man nur durch konsequentes Meides des Alkohols erreichen.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 26. September 2007 21:01
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Ein normales Verhältnis zum Alkohol wird ein trockener Alkoholiker wohl nur in sehr seltenen Fällen bekommen.

Allerdings heißt ein einmaliger Alkoholgenuß nicht zwangsläufig, daß der Entzug vergeblich war und er wieder in die alten Trinkgewohnheiten verfällt. Dies zu behaupten halte ich deshalb für gefährlich, weil, wenn man dies glaubt, die Gefahr, daraufhin wieder abzugleiten, deutlich höher ist. Viele glauben dann, daß alles umsonst war.

Ich propagiere ausdrücklich nicht, als trockener Alkoholiker "mal zu probieren", aber wenn es passiert, sollte man das nicht als Katastrophe betrachten.


MySpatzel
beantwortet von MySpatzel am 26. September 2007 20:53
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Nun, einmal Alkoholiker immer Alkoholiker. Die Abhänigkeit kann sogar durch Aromen oder Wein ect. in Speisen wieder ausgelöst werden. Daher bitte vorsichtig die Gefahr der Rückfälligkeit ist sehr hoch. Nicht jeder sagt offen er das Problem hat.


minister
beantwortet von minister am 26. September 2007 20:56
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Der Grund, warum sich trockene Alokoholiker so zurückhalten liegt darin, dass sie alle jemanden kennen, der rückfällig geworden ist. Es gibt keine geheilten sondern nur trockene Alkoholiker.


thebrain
beantwortet von thebrain am 26. September 2007 21:07
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es soll alkoholiker geben die wieder eine normalität herstellen konnten aber das ist sehr unwahrscheinlich. lass es besser sein.


anonym
beantwortet von dlb1945 am 26. September 2007 21:16
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ups,nachdem ich jetzt all diese Antworten gelesen habe, MUSS ich meinen Senf dazu geben.Mein Bruder war harter Alkoholiker, morgens um 5 eine Flasche Korn oder Whisky,dann konnte der Tag beginnen,Rest schneke ich mir.Er ist dann so von "Amts" wegen in eine Suchtanstalt eingeliefert worden und nach 3 tagen wieder draussen.Sein Kommentar:bin nicht bekloppt und kann mit Alkohol umgehen(beliebte Ausrede).Um es abzukürzen:Frau kennen gelernt, Pistole auf die Brust,Alkohol geht oder ich. Und jetzt kommt der wichtigste Punkt: ER WOLLTE nun den Entzug! Und er hat ihn geschaff! Unsere Frage und unser Bedenken war dann immer,wen er kommt, ja keinen Alkohol auf den tisch oder so.Seine Frage: wieso trinkt ihr zum essen mit einem Mal keinen Wein mehr.Antwort sie oben.Alles Quatsch!EINEM WIRKLICH FREIWILLIG CLEANEM ALKOHOLIKER MACHT WEDER EINE ALKOHOLPRALINE NOCH SONST ETWAS RÜCKFÄLLIG!Ist eine der schönen Geschichten, die gerne erzählt werden. Übrigens:mein Freund in Berlin hat das Selbe hinter sich, gleiche Aussage!Wichtig ist: Die Person muß FREIWILLIG sich dem Entzug unterziehen und selbst einsehen, dass er Alkoholiker ist!!!!


comarel
beantwortet von comarel am 26. September 2007 20:56
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Auch trockene Alkoholiker sollen nicht einmal mehr Alkohol z.B. in Soßen genießen, auch wenn der größte Teil des Alkohols in Soßen verdunstet ist und nur der Geschmack noch drin ist.


Schiebedach
beantwortet von Schiebedach am 26. September 2007 21:23
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Selbst eine Cognacbohne nach Jahren führt unweigerlich zurück "in die Flasche": Keine Sucht kann geheilt werden, der/die Betroffene kann nur clean oder trocken leben.


LittleArrow
beantwortet von LittleArrow am 26. September 2007 22:07
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Die hohe Zustimmung (DH-Zeichen beachten) bei den einzelnen Kommentaren spricht eine klare Sprache.

Die gestellten Fragen von myquestion lenken m.E. ein wenig ab. Heute sprach ich mit einem Alk., der sich bemüht, trocken zu bleiben - vorsichtig ausgedrückt. Er hat Angst, daß er dann ("nur ein Gläschen", dann Kontrollverlust) den ganzen Höllentrip des Ausnüchterns, Entzuges und Suchtdruckes wieder von neuem durchmachen muß. Er weiß es, daß er sich nicht kontrollieren kann. Er hat kapituliert und probiert daher nichts ("null") mehr.


Fraenkie
beantwortet von Fraenkie am 28. September 2007 13:41
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Wenn ein trockener Alkoholiker wieder ein Glas trinkt, ist dies schon der Rückfall. Die Krankheit ist nicht heilbar, sie kann nur zum Stillstand gebracht werden,d.h. ich kann abstinent leben. In alholfreiem Wein oder Bier sind geringe Mengen Alkohol enthalten! Ebenso sollte man auf Alkoholgehalt in Speisen achten. Wenn man seinen Alkoholkonsum nicht kontrollieren kann hat man den Kontrollverlust - der Hauptpunkt bei der Alkoholkrankheit. Es hilft wie gesagt nur die völlige Abstinenz - man kann nicht kontrolliert trinken lernen !!!


anonym
beantwortet von user_t am 25. Oktober 2008 09:12
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Ich bin trockener Alkoholiker. Nunmehr 12 Jahre! Meine Abstinenz beruht darauf, daß ich das "Nicht mehr Trinken wollen" als Freiheit und Gewinn begreife! Diese Frage, ob ein Alkoholiker Rückfällig wird, wenn er einmal was getrunken hat, stellt sich für mich so nicht. Zu Beginn meiner Abstinenz habe ich mich mit solchen Fragen näher beschäftigt aber auch gleich wieder beiseite gelegt. Ich mache mir lieber den Kopf, wie ich zufrieden ohne Alkohol lebe, als mich an Fragen des Rückfalls zu halten.

Während meiner Trinkphase(16 Jahre)habe ich öfter Trinkpausen eingelegt. Manche gingen über mehrere Monate. Jedesmal wenn ich dann wieder dass erste Mal was getrunken hatte, fühlte ich mich Mieß. Manchmal als Versager, manchmal als Idiot und manchmal einfach nur Hilflos.

Aus meinen Erfahrungen weiß ich für mich: Ich würde mich Rückfällig fühlen, weil ich eine innere Grenze überschritten hätte, die mich Jahrelang geschützt hat! Das wäre wahrscheinlich/vielleicht der Beginn einer Phase in der ich mich wieder an Alkohol gewöhnen würde. Nur, vernünftig mit umgehen oder kontrolliert Trinken, das könnte ich nicht. Ich wäre recht schnell wieder an dem Punkt angelangt an dem ich aufgehört habe!

trockene Grüße

Toni


anonym
beantwortet von gesuch34 am 11. März 2009 07:21
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Vor 2 Jahren habe ich mich selbst zur Entgiftung angemeldet. Mein Leben erschien mir viel zu wetvoll um es täglich mit Alkohol zu vernebeln. Bereits nach 2 Tagen setzte ich die Alkoholersatztabletten ab. Ich fühlte mich stark genug meinem Körper das Gift selbst zu entziehen, denn ich wusste genau wofür. Ein unbenebeltes Leben und vor allem Freude an Dingen die ich vorher vertrank. Ich trank nie so viel, dass ich meine Arbeit nicht mehr machen konnte, sondern nur so viel um den Rauschzustand zu erlangen in dem Geist und Körper sich wohl fühlen. Ich hab nach einem Jahr wieder Alkohol getrunken, einen Abend lang. Seit dem trinke ich in Gesellschaft ein paar Gläser. Ich kann dies beherrschen bin mir aber bewusst, dass ich trotzdem abhängig bin. Nur weil ich im Kopf vollkommen klar bin und körperlich stark leiste ich mir etwa 4 mal im Jahr einen kleinen Rauschzustand. Ich spüre aber trotzdem, dass ich nicht geheilt bin. Der Körper reagiert auf das Trinken auch wenn er kein Verlangen auslöst. Würde ich mehr trinken hing ich sicher schnell wieder an der Flasche. Wer nicht stark im Kopf ist und seine Zeit nicht 100 % mit anderen Dingen ausfüllen kann darf nie wieder zur Flasche greifen.


schlossgeist
beantwortet von schlossgeist am 6. November 2007 21:43
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Es genügt schon, wenn ein trockener Alkoholiker ein Mundwasser benutzt, in dem nur ein minimum an Alkohol vorhanden ist, und er wird wieder rückfällig. Das gleiche gilt für Medikamente, die Alkohol enthalten. Es hilft wirklich nur 100%ige Abstinenz.


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Alkoholismus
Die Alkoholkrankheit zählt zu den stoffgebundenen Suchtkrankheiten bzw. laut ICD-10 zu den Psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (F10.-. Hier verursacht der der Äthylalkohol (Ethanol) die Abhängigkeit.

Nachaktuellen Schätzungen der Krankenkassen gibt es in Deutschland ca. 2,5 Millionen Alkoholkranke in Deutschland, davon 70 % Männer. Im Jahre 2000 starben 16.000 Menschen durch Alkoholkonsum. Hiervon starben 9 550 Fällen an Leberzirrhose.




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