Werden Tiere im Tierheim getötet?

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13 Antworten

In nahezu allen Ländern werden Tiere eingeschläfert, auch bei uns, illegal hin oder her. In den USA gibt es jetzt seit einigen Jahren auch schon Bundesstaaten, die die ursprünglichen Fristen außer Kraft gesetzt haben, das ist aber nicht allgemein so und, wie überall, nur ganz langsam durchzusetzen. Tiere haben keinen Stellenwert, keine Lobby. Es werden ständig neue produziert, und wenn Du mal hier auf GF in die "Tierschutzabteilung" guckst, wirst Du feststellen, daß die meisten User völlig begeistert von den ach so tollen Züchtern sind und von Tieren aus dem Heim abraten. 

Seit einiger Zeit habe ich mir abgewöhnt, dazu meine Meinung zu sagen, weil es offensichtlich niemand hören will: Tierheimschützlinge sind genau so gut oder schlecht wie die vom Züchter. Ein großer Teil ist irgendwann an Menschen verkauft worden, die sich dann aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr kümmern konnten, und schon wird aus dem "guten" Tier ein "schlechtes". Keines sitzt freiwillig im Tierheim oder hat um Aufnahme gebeten.

Das Streunerproblem, egal ob Hund oder Katze, kann langfristig nur durch Kastrationsaktionen vermieden werden, kurzfristig setzt man aber auf die Einschläferungsmethode. Auch hier in D gibt es das. Eine gute Verbindung zum Tierarzt, der ein Tier für unheilbar krank erklärt, wer soll das nachweisen? Tot ist tot. Auch wenn das niemand hören will, aber das ist Fakt. Bei uns wird aber nicht nach einigen wenigen Tagen eingeschläfert, sondern wenn die Vermittlungschancen gegen 0 gehen. Die Tierheime nehmen z. T. Geld, wenn sie ein Tier aufnehmen sollen, und je nach Besitzer läßt der es dann an der nächsten Ecke einfach laufen oder bindet es an einen Zaun. Nicht umsonst hatte ich manchmal etwa 300 Katzen in unserem kleinen Tierheim. 

Tierschützer benötigen Geld, denn mit Futter und Tierarzt ist es ja nicht getan. Da muß Strom, Wasser, Heizung, Instandhaltung bezahlt werden, und die Leute nehmen alle keine "Futterwährung" an. Natürlich freut man sich in den Heimen über kontinuerliche Mitarbeit, Laken, Decken und Zubehör egal welcher Art, aber Du kannst Deine Kosten Zuhause auch nur mit Geld decken. Von Tierschützern muß immer alles aus Tierliebe kostenlos angeboten werden, die Gemeinden weigern sich, zu zahlen, und manchmal hat man einfach keine Energie mehr, sich mit allem herumzuschlagen, denn man braucht seine Kraft für die anderen Lebewesen.

Dann kommt immer der Spruch, daß es in vielen Ländern den Menschen schon schlecht geht, weshalb sollte es da den Tieren besser gehen. Klar, aber Menschen finden in jeder Nachrichtensendung Gehör, Tiere nur sehr selten, und wenn, dann wird man angegriffen. Ich meine, daß Hilfebedarf besteht, aber das soll doch bitte jeder so machen, wie es ihm gefällt.Und da stehe ich eben auf der tierischen Seite.

Im übrigen habe ich schon aus vielen Ländern Tiere geholt und vermittelt, aber alles, was man tut, ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn jeder nur ein wenig machen würde, könnte man auf jedem Gebiet eine Macht sein.

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Leider ist das in vielen Ländern normal z.B. in Frankreich, Spanien, Irland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, die Türkei und auch der USA. In den meisten Ländern gibt es Probleme mit Straßenhunden und "Kill shelter" sind leider billiger und/oder lukrativer als Kastrationsprogramme (die das Problem lösen könnten) :/ 

In den Staaten ist es auch nicht besser. Da werden die Hunde (und Katzen) in den Kill Sheltern oft nach kurzer Zeit vergast -.- Ich glaube der Chi, den eine Freundin mitgebracht hat, kam aus dem Shelter Miami (oder aus einem in der Nähe). Da beträgt die Frist offiziell 10 Tage, damit Besitzer ihre weggelaufenen Hunde wieder finden können. Hunde, dir abgegeben werden, können theoretisch direkt getötet werden. 

In diesen Ländern haben Hunde oft einen ganz anderen Stellenwert. Als ich letztes Mal in Rumänien war, war ich mit meiner Freundin (Tierschützerin vor Ort) und zwei ihrer Hunde draußen. Dann kam ein 8 - 10 jähriger Junge, der meine Hündin gestreichelt und nach ihrer Hündin (die kleiner und zierlicher als meine war) getreten (zum Glück nicht getroffen) und ist lachend weggerannt. Sie meinte dann zu mir, dass das die Normalität ist. Viele Kinder lernen nicht, dass Tiere fühlende Wesen sind. Das Verhalten vieler Erwachsener ist natürlich oft nicht besser. Wenn Menschen frustriert sind, neigen sie dazu ihren Frust an schwächeren abzulassen und Tiere können sich (oft) nicht wehren. 

Aber es sind natürlich nicht alle so! Ich habe dort, neben meiner Freundin und ihrer Familie, auch viele tierliebe Menschen kennengelernt, die auf sämtlichen "Luxus" verzichten, weil ihr Tier krank ist und regelmäßig zum Tierarzt muss. (Das ist leider nicht selbstverständlich.) 

Es gibt aber auch, oft von Tierschützern betriebene, "No kill shelter" (z.B. in Giurgiu/Rumänien). Diese kann man zwar nicht mit deutschen Tierheimen vergleichen, aber die Tiere bekommen Futter und werden tierärztlich versorgt. Und natürlich die ganzen privaten Shelter (so eins betreibt meiner Freundin) :)

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Ja in vielen Ländern ist das weit verbreitet. Das sind sogenannte "kill shelter".

In Deutschland ist das verboten. Ein Tier darf nur aus einem triftigen Grund getötet werden. Ändert sich allerdings nichts an der Kastrations Faulheit der Menschen und dem sinnlosen vermehren von Hunden und Katzen könnte es irgendwann auch bei uns so weit kommen.

Als Beispiel das Tierheim bei mir in der Nähe. Aktuell haben sie 98 Katzen. Die Hälfte davon sind Kitten. Die kleinen finden meistens einen Platz und die älteren versauern weiter im tierheim. Und nächstes Jahr geht das ganze von vorne los
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Kommentar von BrightSunrise
07.10.2016, 15:20

Tierheim Berlin: 243 Hunde und 523 Katzen

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Gesetzlich ist es untersagt, ein gesundes Tier zu töten. Das dürfen auch Tierheime eigentlich nicht.

Leider bleibt oft keine andere Wahl und das liegt an den privaten Vermehrern. Deswegen müssen Katzen, Hunde und auch alle anderen Tiere kastriert werden!  Ohne wenn und aber!

Ich kenne auch ein Tierheim, in dem die Tiere nach einer gewissen Zeit getötet wurden. Allerdings habe ich und noch andere dies öffentlich gemacht. Der damalige Tierarzt darf nun nicht mehr praktizieren und das Tierheim hat einen schlechten Ruf und wird von den Leuten auch beobachtet.

Hier in DE ist es aber nicht so schlimm, wie in Amerika. Dort gibt es keine Kastrationspflicht und auch so wird dort nicht so guter Tierschutz betrieben. Dort vermehren die Leute auch wie blöd Tiere.

PETA Deutschland und PETA Amerika sind da ein sehr gutes Beispiel. PETA Deutschland tötet keine Tiere. PETA Amerika tötet Tiere. Das Problem ist nur, dass beide die selbe Chefin haben. Diese lebt allerdings in Amerika und leidet das Ganze von dort.
Den Berichten zu Folge, haben sie in Amerika absolut keine andere Möglichkeit mehr. Alle Tierheim sind regelrecht überfüllt und es kommen jeden Tag zig Tiere dazu.
Wo soll man mit den Kleinen auch hin? Ich finde es selber sehr sehr schäbig und traurig, wie der Mensch mit den Tieren umgeht, aber irgendwo bleibt einem nicht anderes übrig. Hinzu kommen noch die Tiere aus dem Ausland, die ebenfalls Hilfe benötigen. Und auch da, vermehren sie sich auch der Straße.

Es gibt einfach zu viele Tiere und wenn es durch die Kastration nicht in den Griff bekommen wird, wird sich an der jetzigen Lage auch nichts ändern!

Deswegen sage ich immer, dass man Leute die Tiere halten noch viel genauer kontrollieren muss. Keine unkastrierten Tiere mehr!

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In den USA usw. Gibt es sowas,wenn ein Tier dort nach z.b 2-3 Wochen noch da ist wird es einfach eingeschläfert.

Dort gibt es sicherlich noch Tierheime die sowas nicht machen aber wenn dann nur ziemlich wenige.

In Deutschland gibt es sowas nicht,es ist verboten.Und in unseren Tierheimen arbeiten Leute,die Tierlibhaber sind und die Tiere nicht einfach töten würden.Bei uns darf man nur einschläfern,wenn es einen guten Grund dazu gibt (Krankheit wenn der Hund z.B nicht mehr laufen kann,schlimme Schmerzen hat,die man nicht lindern kann oder einfach wenn die Tiere schon sehr alt sind,Blind,Taub und nicht mehr selbstständig essen können und dann eben schrecklich leiden)

Nicht überall sind Tiere so viel Wert wie bei uns,dort sind Tiere/Hunde einfach nur Müll,der stört und möglichst schnell weg muss.

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Ja gibt es, aber hier in Deutschland dürfen Tiere nur aus einem bestimmten Grund wie z.B. unheilbare Krankehiten die qualvoll für die Tiere sind.
Aber ich glaube nicht alle halten sich daran. Es gibt nämlich IMMER schwarze Schafe.

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Ja leider..aber das sind dann quasi tötungsstationen und keine Tierheime im eigentlichen Sinne...in Ungarn und Spanien ist es auch so..hatte schon einen Hund aus Spanien und meinen einen jetzigen Zweithund aus Ungarn aus einer tötungsstation (dort bauen sie gerade dank Spenden die tötungsstation in ein tierheim um! Guckt mal auf pfotenhilfe sauerland unter tötungsstation bonyhad-war persönlich dort...super nette Leute die alles versuchen dass der Staat keine Hand mehr darüber hat)

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Naja wenn dann sind es sogenannte Tötungsheime, bei uns in zumindest Österreich und Deutschland werden die Tiere nicht getötet sondern bleiben dort und werden verpflegt

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Kommentar von 16Lili12
07.10.2016, 15:11

Nicht immer.... Bei manchen Tierheimen in Deutschland wird ein Tier das schon ei paar Jahre da ist auch getötet wenn es Platzmangel gibt :(

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Kommentar von melinaschneid
07.10.2016, 15:13

Sollte ein tierheim in Deutschland Sowas tun dann wäre es illegal. Das töten von Wirbeltieren ohne triftigen Grund ist strafbar.

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Hi,

Das stimmt leider :( wir sind umringt von diesen ländern, zb Spanien, Italien, Ungarn, Rumänien, Polen usw. Allerdings werden auch in Deutschland Tiere getötet, die keiner mehr will, zb Minischweine erwartet im Ernstfall das Schlachthaus :( Pferde die keiner will gehen wenn sie Pech haben auch zum Schlachter.

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Stimmt genau. In vielen Ländern ist das schon nach ein paar Wochen. In Deutschland ist das angeblich Verboten wird aber eventuell bei Platzmangel trotzdem gemacht. Traurig aber ist so :(

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
07.10.2016, 15:05

Kriegen den denn keine Strafe .. oh stimmt wegen Sachbeschädigung sind Dienstgraden nicht so hoch..

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zB. in Spanien und Ungarn ist es so , da gibt es Tötungsstationen

https://www.google.de/search?q=T%C3%B6tungsstationen&oq=T%C3%B6tungsstationen&aqs=chrome..69i57&sourceid=chrome&ie=UTF-8

ich habe einen Hund aus einer spanischen Tötungsstation

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
07.10.2016, 15:07

& das verbietet keiner ..?

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Kommentar von melinaschneid
07.10.2016, 15:12

Wie soll man das verbieten? Was soll dann mit den ganzen Tieren passieren? Natürlich ist das nicht schön aber um das zu verhindern muss man die Ursache bekämpfen. Solche Heime zu verbieten würde einfach nur noch mehr elend produzieren.

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Ja in Amerika ist das so.

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Ja, weltweit und in Europa, beileibe nicht nur in Süd - oder Osteuropa, sondern auch in Mitteleuropa - also mitten unter uns - gibt es Tötungsstationen für Hunde und Katzen und Heimtiere.

http://www.bkm-schulprojekt.de/page13.php

In diesem Link ist das eindrücklich beschrieben.

Nicht nur in unterentwickelten Staaten werden Heimtiere, Hunde und Katzen auf teils sehr unmenschliche Weise getötet.

Das sind die Beseitigungsaktionen beileibe nicht nur von wild sich vermehrenden Strassenhunden. Nein - es ist das staatlich verordnete Beseitigen von der Überproduktion von Hundezüchtern und Katzenzüchtern und Züchtern anderer Heimtiere.

Nicht nur in den USA, sondern auch in Dänemark, Belgien, Frankreich und wie jeder weiß, in Russland, der Ukraine, Bulgarien, Rumänien, Spanien und, und, und....

werden Hunde und Katzen erschlagen, vergast, dem Verhungern in Tierzwingern überlassen...

Das ist einer der Gründe weshalb die Hundevermehrung, Katzenvermehrung, Heimtiervermehrung - auch Zucht genannt - gesetzlich endlich strengen Reglementierungen und Kontrollen unterliegen sollte. Jedes unerlaubte Vermehren müsste einer Strafe unterliegen. Nur dann wird sich daran jemals etwas ändern.

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