Werden schwule Menschen in Russland immer noch schlechter behandelt im Leben? (Freiheit, Rechte, selbstbestimmtes Leben, usw.)

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4 Antworten

Hallo,

ich hab für ein paar Jährchen in Russland gelebt (Moskau wegen Studium), jedoch hab ich sehr viele Bekannte überall auf der Welt, unter anderem in Russland.

Wie du vielleicht schon bemerkt hast, die Pressefreiheit in Russland ist eh eigentlich so gut wie nicht da. 

Das letzte mal als ich mit ihr redete hat sich eigentlich nicht viel verändert. Man kann natürlich nicht verallgemeinern, aber meiner Auffassung nach, ist Russland immer noch das Russland wie von vor 10 Jahren. 

Die Toleranz dort ist eigentlich so gut wie nicht da, die meisten dort sind halt blind dank Putin (Putin bleibt immer noch ein Mysterium für mich.). Schwule, Drogensüchtige und so weiter werden immer noch in der Gesellschaft geächtet, aber sagen wir es so, wenn du dich gut tarnst bekommt das niemand mit (Und um so mehr sind dann die Leute enttäuscht, wenn du dich als schwul oder als Drogenkonsument entpuppst (Neben Alkohol und Tabak.).

Drogen in Russland ist auch ein eigenes Thema für sich, sehr schlimm. 

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Kommentar von Francescolg
08.07.2016, 15:09

Hi Beatchen, danke für deine Antwort!

Ich habe nur diesen Artikel gelesen (mein Link) und die sagen, dass seit dem neuen "Schwulendemo-Verbot", Schwule als "Päderasten" gelten. Also als "böser Mensch", der Kinder "verführt" (es soll nur Vater- oder Mutter-Vorbilder geben).. Klingt ja fast schon wie: Pädophilie...

2015 soll das "Gesetz gegen Schwulenpropaganda", wie eine Art "Gehirnwäsche" auf die Menschen gewirkt haben. Menschen, die vorher jahrelang friedlich zusammen gelebt, oder gearbeitet haben, wendeten sich auf ein mal voneinender ab. Was bringt Menschen dazu, sich von Heute auf Morgen gegen ihre Mitmeschen zu wenden, mit denen sie jahrelang friedlich co-exitistiert haben?

Ist es wirklich so, dass wenn zwei Männer in der Öffentlichkeit in Sankt Peterburg händchenhalten, sie damit rechnen müssen von "Gruppen" angegriffen zu werden? Schreien Priester diesen Menschen auf öffentlicher Straße an, dass sie "böse Menschen" seien?

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Kommentar von JBEZorg
11.07.2016, 16:12

Wie du vielleicht schon bemerkt hast, die Pressefreiheit in Russland ist eh eigentlich so gut wie nicht da. 

Von Deutschen hört sich das heutzutage sehr lächerlich an. Bist du so naiv oder tust du nur so... gezielt.

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Kommentar von Francescolg
04.11.2016, 16:41

Alle Antworten waren gut, aber hier hatten wir noch eine nette Diskussion, deswegen die Auszeichnung.
Alle Antworten sind gut gewesen! :)

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Wach auf aus dem Schlummer der westlichen Propaganda. Dein "immer noch" in der Frage ist lächerlich genug. Ihr werdet von eurer Presse belogen und redet von angebliche Freiheitsdefiziten in Russland.

Schwule sind in Russland gesetzlich weder verfolgt noch benachteiligt. Wie in jedem Land gibt es Menshen mit unterschiedlichen Ansichten. Es gibt auch Menschen, die schwulenfeindlich sind. Und? Es gibt in Deutschland Neonazis. Ist Deutschland deswegen eine Naziland?

Es gibt in Russland eben Schwule, prominente Schwule(ich müsste bei der russischen Fernseh- und Musikprominenz schwer nachdenken wer von denen nicht schwul ist), eine schwule Szene, Schwulenclubs usw. usf.. Alles wohl kaum Anzeichen von einem schwlenfeindlichen Land.

Der Sohn von einem Freund wächst jetzt mit seiner Ex auf, die zur Zeit in einer schwulen Beziehung lebt. Das gefällt dem Freund übrigens überhaupt nicht aber im "schwulenfeindlichen" Russland ist es eben nur seine persönliche Meinung. Tun kann er dagegen nichts.

Eine Bekannte hat bei sich im Grossraumbüro 3 Schwule Männer und eine Lesbe als Chefin. Ich habe von denen nichts gehört über irgendwelche Schikanen oder Probleme im Alltag. Ürigens ihre Chefin kenne ich schon länger. Ihre Vorlieben hat sie auch nie versteckt oder verstecken müssen.

Es ist wohl in Russland eher so, dass man eben beide Pole als Meinung akzeptiert, solange es nicht ausufert in gesetzeswidrige Handlungen. Wenn man ein Problem hat mit dem Schwulsein, darf an es in Russland auch sagen ohne gelich zusammengeschossen zu werden wegen Intoleranz. Jeder hat das Recht auf eine Meinung, soll sie auch noch so falsch sein. Jeder mss sich aber auch an Gesetze halten. Und es ineressiert die Polizei nicht warum man jemanden tätlich angreift, ob es wegen der "falschen" Nasenform ist oder weil einem nich gefällt, dass jemand eine andere Form von Sexualität hat. Eine Straftat ist eine Straftat.

Und die hässliche Märchen in der Westpresse über Schwule die angeblich fluchtartig das Land verlassen sind nichts weiter als dumme Propaganda.

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Kommentar von Francescolg
12.07.2016, 17:12

Ich finde es gut, dass es also nicht zu stimmen scheint und, wenn ich deine Erfahrungen höre, dass schwule Menschen in Russland "frei und offen" zu ihrer Sexualität stehen können, ohne in irgendeiner Art und Weise mit Nachteilen im Berufsleben oder im Privatleben rechnen zu müssen, dann klingt das doch positiv!

Dann ist die westliche Propaganda wohl gespickt mit Lügen & Vorurteilen und der von mir zitierte Artikel, in dem zwei schwule Journalisten von einer < drastischen Verschlechterung des gesellschaftlichen Lebens für Schwule in Sankt Petersburg, seit der Anti-Schwulenpropaganda-Gesetze von 2015, > berichten, hat wohl keinen Halt. Es muss sich also um Einzelfälle handeln, die so "hart" behandelt wurden, weil sie gezielt kritische Berichte veröffentlicht haben. Aktivisten = Böse Menschen :)

Ich habe mich halt nur gewundert, da die kritischen Stimmen, die eine Verschlechterung der Lebenssituation für schwule Menschen in Russland kritisieren, sehr vielfältig sind und nicht nur bloß in den Medien, oder in der Presse, auftauchen. Deswegen warte ich weiter ab, vielleicht meldet sich ja noch ein direkt betroffener, der uns mehr darüber sagen kann, also dass er sich z.B. überhaupt nicht "verstecken" muss in der russischen Gesellschaft.

Ebenso hatte ich davon gelesen, dass Putin sehr eng mit dem Vorstand der russisch-orthodoxen Kirche zusammenarbeitet. Ich will nicht sagen, dass Russland ein Kirchenstaat wird. Es ist aber so, dass wir Kirche & Staat eben genau deshalb so harsch "trennen" im Westen. Weil: Wenn die Kirche ein mal eine Gruppe als BÖSE markiert, es als Legitimation gesehen wird, solche Menschen schlechtzureden, Gewalt gegen sie anzuwenden und sie -wo es nur geht- zu "bekämpfen". Ebenso gibt es dann strenggläubige Menschen (die USA nicht ausgenommen), die sich dann im Recht sehen, auch wenn sie gegen Gesetze verstoßen, weil sie dann was GUTES tun, wenn sie bspw. einen schwulen Mann zusammenschlagen. Ihr Credo: "Wir taten das Richtige!".

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Solange du nicht gegen spezielle Gesetze verstossen tust oder nicht an den falschen Gerätst 

Ansonsten ist das ganze politisch und Gesellschaftlich genauso geächtet wie in der Ukraine, belarus,  Baltikum und Co 

Aber davon hört man ja nichts 

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