Ich glaube nicht, dass Raucher diskriminiert werden. Es ist nur so, dass sie plötzlich auf ihr Umfeld achten müssen, was sie davor weder taten noch von Gesetzes wegen mussten.
Ich glaube ebenfalls, dass Raucher eher intolerant sind denn Nichtraucher. Das heisst nicht, dass 100 % der Raucher intolerant sind. Ich habe viele Raucher erlebt, die nun fragen ob sie rauchen dürfen, weil nun endlich das Nichtraucherschutzgesetz einigermassen durch ist. Raucher merken es leider gar nicht mehr, wie störend ihre Qualmerei ist, deshalb muss man sie da wo es erlaubt ist, auf ihre Rauchbelästigung hinweisen. Da für Raucher ihre Sucht normal ist, ist auch ihr Verhalten gegenüber anderen normal. Aber darf ich dann auch meine Socken ausziehen und anderen Rauchern vor der Nase damit rumwedeln? ;-) Ich glaub dann fängt man sich plötzlich vom Raucher eine ein.
Demokratie hin oder Demokratie her, die Selbstbestimmung der Gastronomen halte ich für nicht effektiv. Ein nichtrauchender Gastronom wird immer in seiner Gaststätte das Rauchen erlauben, selbst wenn es ihm zuwider ist, aus Furcht starke Einnahmeverluste hinnehmen zu müssen durch das Wegbleiben von Rauchern bei einer Nichtraucher-Deklarierung seiner Wirtschaft. Bei rauchenden Gastronomen ist das Thema gegessen. Insofern werden Nichtraucher in der Öffentlichkeit auch heute noch eher diskriminiert als Raucher, aber durch die Bestimmung der räumlichen Trennung in der Gastronomie ist es eher erträglich geworden wie vor dem Nichtraucherschutzgesetz. Außerdem wurde das NRS-Gesetz nach jahrelangem Debattieren in demokratischen Ausschüssen endlich zu Wege gebraucht. Ich sehe hier keine Entdemokratisierung der Gesellschaft. Diese Ausreden führen Raucher gerne vor, um überall unbelästigt von Nichtrauchern rauchen zu dürfen.
Ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern für mich heisst, öffentliche Zonen für beide Gruppen einzurichten. Egal in welcher Branche, d.h. vor allem Gewerbetreibende dürfen sich nicht nur für die eine oder andere Seite entscheiden. Nichtraucher müssen immer volle Bewegungsfreiheit in der Öffentlichkeit haben, denn wir dürfen nicht vergessen: der Mensch wird als Nichtraucher geboren und nicht als Raucher.
Zitat: Ich z.B. versuche alles Mögliche, mich von Schadstoffen fern zu halten. Aber sobald ich mal einen Stadtbummel machen will, bekomme ich von jedem x. Raucher den Qualm ins Gesicht. Zitat Ende... Ich glaube in der Stadt sind "Raucherabgase" die kleinsten Schadstoffmengen :-)
Ich wohne in einer der waldreichsten Städte Deutschlands. Da ist das mit den Abgasen nicht so extrem. Und sorry, meine Kleidung riecht danach nicht nach Abgas, aber durchaus nach Zigarettenrauch, wenn am Nebentisch geraucht wurde. Das wird auch jeder Nichtraucher hier bestätigen können, dass das äußerst eklig ist.
@katzentatze: jawohl
@katzentatze: da stimm ich dir zu!
Wenn ich mal wieder nach Berlin reinfahre, fällt mir als Erstes der ekelige Abgasgestank auf, wenn ich aus der Bahn komme. Meines Wissens gehört Berlin zur baumreichsten Stadt, nicht nur deutschlands.
Darum fahr ich auch nicht in Großstädte, wenn ich nicht muss. Berlin mag ja viele bäume haben. Unsere Kleinstadt ist aber von riesen Wäldern umgeben. Da ist die Luft noch etwas anders.
Also ich war vor kurzem wieder in Kalifornien (Los Angeles) und da ist in der Öffentlichkeit stricktes Rauchverbot. Eine echte Wohltat für Nichtraucher und trotz das dort die Städte wesentlich größer sind und es mehr Verkehr und Abgase gibt stickt die Kleidung nicht. Und bei uns in Deutschland braucht man nur essen gehen und schon stinkt die Kleidung nach Zigarettenrauch.
Möglicherweise macht der einzelne Raucher weniger "Dreck" als ein einziges Auto - aber es gibt auch Millionen von Rauchern!! UND warum darf ich mein Essen im Restaurant nicht "rauchfrei" zu mir nehmen, sondern MUSS erdulden, dass ich zugequalmt werde? Was ist denn mit MEINER Freiheit??
Ich stimme Dir zu. Auch wenn ich Raucher bin, esse ich lieber in rauchfreien Zonen. Ich rauche dann aber gerne draußen eine und wenn ich auch das nicht mehr darf, dann sollte doch die Produktion eingestellt werden. Alles andere ist Lug und Betrug, für beide Seiten.
Nichtraucher sollen sich nicht so anstellen, denn wenn ihr uns Raucher nicht hättet wäre eure Steuerbelastung um ettliches höher, also solltet ihr uns dankbar sein, ausserdem habe ich festgestellt, dass Nichtraucher in den meisten Fällen die arroganteren und intolleranteren Personen sind, die ich kenne. Drum Raucher aller Länder vereinigt euch und kämpft gegen die Diskriminierung und für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für die Finanzierung der Nichtrauchergemeinde!