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Werden psychische Erkrankungen bald besser behandelt?

gefragt von Rosa1 am 19.11.2007 um 19:59 Uhr

Auf was kann man in Zukunft hoffen? Denn im Bereich der psychischen Krankheiten ist Deutschland ja - wie oft zitiert - unterversorgt.

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Retzlaff
beantwortet von Retzlaff am 19. November 2007 20:28
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Also wenn ich mir vorstelle, dass auf einen Therapieplatz bei einem kassenärztlich anerkannten Therapeuten mit einer Wartezeit von 9 Monaten aufwärts zu rechnen ist, dann kann man wohl von Unterversorgung sprechen. Und wenn die Gesellschaft weiterhin so gesundheitsfeindlich bezüglich unserer Psyche ist, dann wird sich diese Schere nur noch weiter öffnen. Die Medikamentenforschung jedoch ist mit Sicherheit schon einige Schritte weiter gekommen wie vor Jahren. Jedoch sind diese Medikamente immer noch so teuer, dass sie das Budget des Arztes sprengen und somit kaum verschrieben werden.

Kommentar von anne26788 am 19. August 2009 20:05

Soweit du ein Privatpatient bist, zählt das für dich alles nicht ;) Und das ist ja das Spaßige... Bei den Medikamenten geht es sogar. Die werden, so wie ich das immer mitbekomme sehr schnell und auch nicht gerade zu knapp verschrieben. Denn diese sind nicht die teuren Medien. Therapien oder Einrichtungen, wiederum, sind enorm teuer, jedoch, wenn du nicht zum 20mal in einer Klinik bist, gibt es auch soweit selbst damit kein Problem. Ich sehe häufig Menschen, die das 16mal in einer Klinik antanzen.

Eher ist es schwer dem Staat zu sagen, dass man nicht mehr arbeitsfähig ist, denn das ist noch viel viel teuer, als wenn du mal ein Jahr dich therapieren lässt. Daher will man ja auch die Leute immer und immer wieder zur Klinik schicken nur damit sie keine Bewilligung zur Arbeitsunfähigkeit erlangen. Und das finde ich wiederum auch unter aller Würde.


klausjosef1955
beantwortet von klausjosef1955 am 21. November 2007 20:07
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"Psychische Erkrankungen": Das Thema muß man, finde ich, differenziert angehen. Geht es um mehr und bessere Psychotherapie bei Krankheiten, die mit Psychotherapie behandelt werden können? Geht es um bessere Angebote an Arbeitsplätzen für Menschen mit einer psychischen Behinderung? Geht es um bessere Heime oder um Alternativen zu Heimen und zu Langzeitpsychiatrie? GEht es um Verbesserungen in Kliniken? Geht es um Verbesserungen bei der Versorgung psychisch kranker Straftäter? Alles eine Frage des Geldes, der Weltanschauung, der Lobby - und auch des Ansehens der jeweiligen Erkrankung in der Gesellschaft bzw. der dadurch Betroffenen....


Qetan
beantwortet von Qetan am 19. November 2007 21:27
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Ich fürchte nein, ganz im Gegenteil. Die Krankenkassen lehnen diese Behandlungen doch inzwischen ab, wo immer es irgend möglich ist.


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