Frage von xSimonx3, 71

Werden in Amerika Schwarze wirklich komplett grundlos umgebracht?

Hi, da man es immer wieder in den Nachrichten liest, ich es jedoch nicht wirklich glauben kann, wollte ich mal fragen, ob die Polizisten die Schwarzen wirklich komplett grundlos umbringen. Ich denke ja, dass die Medien maßlos übertreiben.

PS: Ja, ich weiß, dass die Amerikaner ziemlich rechts sind.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von roboboy, 9

PS: Ja, ich weiß, dass die Amerikaner ziemlich rechts sind.

Danke, ich gehe dann mal die NPD wählen.... (Das war Ironie....)

Dass in den USA Grundlos Schwarze umgebracht werden ist Schwachsinn. 

Vorweg sei zu sagen, dass dies sicherlich schon mal Vorgekommen ist, und es rassistische Morde von Polizisten gab. 

Aber die beiden Fälle, die jetzt so hohe wellen geschlagen haben, waren beide nicht Grundlos. 

Alton Sterling:

Vorbestraft, bewaffnet, bedrohte anscheinend andere mit der Waffe.

Widersetzt sich der Verhaftung, versucht die Waffe des Polizisten zu bekommen, greift in seine Tasche/Hosenbund, einer der Polizisten sieht augenscheinlich eine Waffe. Natürlich schießen die Polizisten dann. Hier wäre alles friedlich ausgegangen, hätte er sich verhaften lassen. 

Und dann der Fall im Auto (keine Ahnung wie der heißt):

Waffe im Auto

Polizist fordert auf, die Hände oben zu lassen, sodass er sie sehen kann. Der erschossene kramt anscheinend weiter in seinen Hosentaschen. Dies verbunden mit der Tatsache, dass eine Waffe im Auto ist, war die tödliche Kombination.

Auch wichtig ist, dass in den Arm geschossen wurde, nicht in den Bauch, die Kugeln jedoch durchgeschlagen sind, wodurch erst tödliche Verletzungen entstanden. Jedenfalls nach aussagen der Beteiligten.

Jetzt ist noc interessant zu wissen, dass Schwarze ungefähr 10 mal so viele Morde begehen wie Weiße (auf den Anteil gerechnet), und "nur" 3x so oft erschossen werden, wie weiße. 

Und komplett vergessen werden die Polizisten. Rund 50 lassen Jährlich ihr Leben im Dienst, in Deutschland waren es 100 in den letzten 30 oder 40 Jahren. 

Kurz gesagt, es gibt immer schwarze Schafe. Aber der normale Polizist in den USA riskiert jeden Tag sein leben im Dienst, nur um anderen zu helfen. Er würde auch niemals ohne Grund irgendjemand wegen seiner Hautfarbe oder wegen irgendetwas anderem erschießen. Nur haben in Amerika nun mal sehr viele Menschen Waffen, dies ist eine zusätzliche Belastung für die Polizisten, welche eventuell auch zu Fehlentscheidungen führt. Aber eine verschärfung der Waffengesetze würde m.E. hier nicht viel bringen. Aber warum das so ist, ist eine andere Geschichte^^

LG

Kommentar von xSimonx3 ,

Danke, der letzte Satz war nicht böse gemeint, hab es nur so von den Medien aufgenommen...

Kommentar von roboboy ,

Dann gebe ich dir hier mal einen guten Ratschlag. Ich finde es lächerlich, durch die Straßen zu rennen, und Lügenpresse zu rufen. 

Aber dass unsere Berichterstattung hier in Deutschland unter aller Kanone ist, ist wohl hoffentlich jedem klar. 

Als Beispiel bringe ich nur mal, dass der SWR, ein öffentlich-rechtlicher Sender, von deinem und meinem Geld gezahlt, die AfD auslädt aus einem Interview, weil die politische Orientierung nicht passt. 

Egal, ob ich jetzt mit den Linken, der Mitte oder Rechten konform bin, sowas geht gar nicht, und zeigt, dass momentan eine eher Linke Berichterstattung "in" ist. 

Und da muss die Presse gar nicht Lügen, sie lässt einfach Dinge weg, sie gibt ein absolut verzerrtest Bild wieder. Und das erlebe ich immer wieder, deshalb solltest du deine Meinung immer selbst im Internet bilden. Warum im Internet?

Zwar sind im Internet auch die meisten Berichte stark politisch ausgerichtet, aber du bekommst Berichte aus allen Sichten. Und deshalb kannst du dir deine Meinung deutlich besser bilden.

Und was ich so in der Zeit alles gefunden habe, haut mich immer wieder vom Sockel^^

LG

Antwort
von Suboptimierer, 29

Es gibt immer einen Grund. Nur muss dieser nicht immer und von jedem nachvollziehbar sein und erst recht nicht moralisch oder gesetzlich vertretbar.

In Amerika gibt es in vielen Regionen immer noch dieses Schwarz-Weiß-Denken. Relikte aus der Zeit der Sklavenhaltung. Für die ist es ein Grund, jemanden zu hassen, weil er eine andere Hautfarbe hat. Für uns unvorstellbar? Nun, es gibt z. B. einige Deutsche, die "grundlos" Flüchtlinge hassen. Grundlos in Anführungszeichen, weil natürlich haben sie Gründe, sie sind nur nicht für jedermann nachvollziehbar.

Du brauchst nicht einmal bis nach Amerika schauen, um nicht nachvollziehbare Gewalttaten beobachten zu können.

Kommentar von kayo1548 ,

richtig,

wobei in vielen Regionen in denen das passiert das Problem halt ist, dass es dort recht gefährliche Gegenden gibt bei denen hauptsächlich dunekhäutige Gangs schwere Straftaten verüben und sich täglich Schießereien liefern.

Das man dort dann natürlich gegenüber einer dunkelhäutigen Person misstrauischer wird, Angst hat und eine duneklhäutige Person eher als Verbrecher sieht ist ein nachvollziehbares Stereotyp das sich bei jedem nach einer gewissen Zeit entwickelt;

mit Rassismus hat das dann wenig zu tun - das nur als Bezugnahme zu einer US Studie die dazu genutzt wurde genau das nachzuweisen anhand dieser Stereotype, was psychologusch natürlich völliger Quatsch ist.

Das es daneben im Einzelfall natürlich auch Rassimus gibt ist klar, wie überall.

Wobei es da sicher je nach Region massive Unterschiede geben dürfte, natürlich auch in Bezug auf Stereotypen:

Jemand der in der Nähe der Bronx aufwächst dürfte da ein anderes Bild haben als jemand in einem Villenviertel.

Ich sehe das ganze als Symptom der gesellschaftlichen und sozialen Misstände, die es in den USA schon seit längerer Zeit gibt.

Vielleicht ist das ganze dann mal ein Weckruf zum umdenken?

Kommentar von Suboptimierer ,

Es ist eine Tatsachenbeschreibung. Ich behaupte ja nicht, dass ich eine Lösung habe. 

Angst ist der Motor. Je größer die Angst ist, desto weiter distanziert man sich. Wenn man schon ein Gesetz erlassen muss, dass mindestens ein Geschworener schwarz sein muss, ist das ein genauso übles Indiz für einen Bruch in der Gesellschaft wie wenn man eine Frauenquote einführt.

Ich habe mal im Fernsehen einen Bericht über einen weißen gesehen, der in beide Lager zweier, schwarzer Gangs gehen durfte und auf dem auch nicht geschossen wurde. Ihm wurde nicht misstraut. Er durfte sich um alle kümmern.

Ein wahrer Held des Lebens. Das Vertrauen muss man erstmal gewinnen. 

Kommentar von kayo1548 ,

"
, ist das ein genauso übles Indiz für einen Bruch in der Gesellschaft wie wenn man eine Frauenquote einführt.

"

absolut und mitunter erreicht man dadurch sogar das Gegenteil;

Da eine "Gleichheit" (bewusst in Anführungszeichen, da es das so in der Realität nie geben wird) kaum erzwungen werden kann indem man versucht durch das andere Extrem zu kompensieren.

Das führt dann mitunter nur zu mehr Vorurteilen und noch mehr Fronten.

Und mehr als Symptombekämpfung würde man da ohnehin nicht erreichen

Je größer die Angst ist, desto weiter distanziert man sich

Und umso größer vielleicht wieder die Gefahr der sozialen Distanz und umso mehr Gefahr bzgl Gewalt und Ghetto Bildung.

Das kann im Einzelfall schon zu einem Teufelskreis kommen.

"
Das Vertrauen muss man erstmal gewinnen."

allerdings, auch wenn man mitunter weiß das da vielleicht kaum ein Interesse daran besteht einen unbeteiligen zu gefährden ist man da halt doch der Situation und der eigenen Angst ausgeliefert;

ich glaube die wenigsten würden so etwas machen.

Kommentar von roboboy ,

wobei in vielen Regionen in denen das passiert das Problem halt ist, dass es dort recht gefährliche Gegenden gibt bei denen hauptsächlich dunekhäutige Gangs schwere Straftaten verüben und sich täglich Schießereien liefern.

Nunja, um es am Beispiel der Morde zu machen, Schwarze morden auf dern den Anteil in der Bevölkerung gerechnet ungefähr 10 mal so viel. Da wundert es noch, dass sie im Schnitt nur drei mal so oft erschossen werden? Mich nicht.

LG

Kommentar von Suboptimierer ,

10x so viele Schwarze morden und 
3x so viele Schwarze werden erschossen

Das ist für mich zu oberflächlich. Entweder man beleuchtet die Hintergründe oder man hat eine Aussage, mit der höchstens ein Rassist etwas anfangen kann.

Wie ist z. B. die Einkommensverteilung? Wo wird mehr um jeden Krümel Brot gekämpft?

Kommentar von roboboy ,

Wie ist z. B. die Einkommensverteilung?

Das hat absolut nichts mit Morden zu tun...

Wenn ich ganz tief gehe, kann ich dir vielleicht noch die Gesellschaft in Amerika erklären, und warum es dort überhaupt momentan so "hochkocht" und es insgesamt eine deutlich höhere Bandenkriminalität o.ä. in den USA gibt. 

Und ich sage dir noch was, nämlich dass es sich in Deutschland auch so entwickeln wird. 

Aber wie wäre es, wenn du dich selbst damit beschäftigst? Ich habe keine Lust, hier einen ellenlangen Aufsatz darüber zu schreiben, nur weil du zu faul bist, dich darüber zu informieren.

Deshalb ganz kurz ein kleiner Denkanstoß:

In Amerika hast du deutlich mehr Kulturen, die aufeinanderprallen, das ist m.E das Hauptproblem. Dadurch entstehen diese vielen anderen Probleme.

10x so viele Schwarze morden und 
3x so viele Schwarze werden erschossen

Das ist für mich zu oberflächlich

Das ist definitiv nicht oberflächlich. Das ist deutlich vertiefter als 

"In Amerika gibt es in vielen Regionen immer noch dieses Schwarz-Weiß-Denken. Relikte aus der Zeit der Sklavenhaltung. Für die ist es ein Grund, jemanden zu hassen, weil er eine andere Hautfarbe hat."

Nicht mal im konservativsten Hinterwäldler-Eck ist es so, wie du darstellst. Es gibt überall Rassisten, das ist normal. Es gibt Regionen, da treten sie vermehrt auf, aber es gibt keine Regionen, wo dies überhand hat, wo dies normal ist. 

Im Gegensatz zu dir liefere ich Erklärungen, warum es sein könnte, dass so viel mehr Schwarze erschossen werden, außerhalb von dem bescheuerten Argument des Rassismus, der normalerweise eigentlich nicht mehr vorherrscht. 

Und es ist wohl nicht verwunderlich, dass eine Kriminellere Gruppe öfter mit der Polizei zusammen stößt als eine friedliche. 

Wenn du das hier als oberflächlich darstellst, zeigt das lediglich, dass du die Augen vor den Fakten verschließt...

LG

Kommentar von Suboptimierer ,

Ich habe keine Lust, hier einen ellenlangen Aufsatz darüber zu schreiben, nur weil du zu faul bist, dich darüber zu informieren.

Ob ich zu etwas Lust habe oder nicht, ändert nichts an der Qualität deiner Aussagen.

Im Gegensatz zu dir liefere ich Erklärungen, ...

nach. Das ist wohl wahr.

Wenn du das hier als oberflächlich darstellst, zeigt das lediglich, dass du die Augen vor den Fakten verschließt...

Ist das deine Standardsignatur?

Antwort
von Ysosy, 10

Vereinfacht ausgedrückt, darf der US Polizist die Waffe ziehen und schießen, wenn er sich bedroht fühlt. Und dann stellt sich die Frage, wann fühlt sich der einzelne Mensch bedroht? Viele wohl nur wenn der „Andere“ eine Waffe oder ein Messer zieht. Manch ein Polizist fühlt sich aber offensichtlich bedroht wenn der Andere Lautstark wird und die Polizisten körperliche zu nahe kommt. Und dann gibt es da noch die ganz speziellen, welche meinen die einzige Lösung den Anderen festzunehmen, sei es auf ihn zu schießen.

Letztendlich wird nur selten ein US Polizist belangt, wenn er eine Person erschießt, da es Personen abhängig ist wann man sich bedroht fühlt. Und es gibt dann noch den alten Satz.. „stehen bleiben oder ich schieße“.

In einigen wenigen Fällen, kommt es durchaus vor das Polizisten nahezu Grundlos Menschen erschießen. Das sind Einzelfälle bei denen der Polizist völlig überreagiert. Dafür kann es viele Gründe geben, Stress, Angst, Aggression, Ratlosigkeit oder anderes. Dabei vergisst man schnell wie groß die USA ist und wie viele Einwohner sie hat.

In den USA gibt es pro Tag rund 4500 Festnahmen (nur wegen Drogen), 2700 Festnahmen von Emigranten, ...Einbrecher, Mörder … u.s.w. Am Ende, sind es rund 20000 Festnahmen am Tag und dabei werden rund 2,5 Menschen am Tag, von der Polizei erschossen.

Antwort
von tryanswer, 34

Klar, in Gefängnissen sitzen schließlich auch ausnahmslos unschuldige ...

Antwort
von EinfachMomo2016, 16

Kann sein das es manche gibt, die schwarze Grundlos töten.
Das heißt aber nicht das alle so sind.
Das Hauptproblem ist in den USA das Jeder Polizist werden kann und man nicht mal getestet wird ob man physisch krank ist.
Dazu kommt noch das in den USA fast jeder eine Waffe hat, die Polizisten können nicht wissen ob er nach einer Waffe greift oder nach seinen Papieren.
Das nutzen dann vielen von diesen Polizisten um sich Raus zu reden und kommen glimpflich davon 😕

Antwort
von PKSSDI, 14

Es ist toll, wie differenziert du Millionen von Amerikanern betrachtest.

Ja, es gibt dort Rassisten und ja, auch in der Polizei.

Aber es gibt auch Millionen Amis, die das nicht sind.

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