Frage von Schubine,

Werden im Mutterleib gestorbene Kinder am Ende der Schwangerschaft immer geboren?

Noch eine Frage zur nicht gut geendeten Schwangerschaft: Wenn ein Kind leider im Mutterleib verstirbt, muß dann die Mutter dieses immer gebären - das hat leider auch eine Freundin einer Freundin durchmachen müssen. Ich finde das dermäßen schlimm, daß sich mir die Haare aufstellen. Kann man der Mutter das nicht ersparen?

Antwort von relulope,
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Ich selbst habe mein 1. Kind nachdem es im 6.Monat abgestorben war, geboren. Ich bin noch über 2 Wochen mit dem toten Kind gelaufen, der Arzt meinte, die Geburt sollte von alleine losgehen. Das passierte aber nicht, es wurde dann die Fruchtblase geöffnet und dauerte noch einige Zeit. Auf meinen Wunsch bekam ich in der letzten Phase eine Kurznarkose, darüber war ich sehr froh. Ich sehe noch heute das Tuch mit dem kleinen Körper, der sich abzeichnete, als ich wach wurde. Ich bekam dann Jahre später ein gesundes Kind, dann 2 Fehlgeburten, aber hoffte immer auf ein 2. Kind und als ich endlich zufrieden mit einem Kind sein wollte...kam unser 2. gesundes Kind. Eine Mutter vergißt solche Ereignisse nie, aber man sollte immer hoffnungsvoll in die Zukunft sehen.

Antwort von neurodoc,
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Wenn ich die Frage richtig interpretiere liegt die Betonung auf Gebären oder nicht; nicht, ob sie raus sollen oder nicht. Es bleibt immer der Frau überlassen, ob sie den Leichnam gebären will oder einen Kaiserschnitt haben will. Eine schwierige psychologische Entscheidung.

Antwort von citrone,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das tote Kind würde die Mutter vergiften, kann also nicht im Mutterleib verbleiben (was soll das auch - sie kann ja nicht ewig ein totes Kind mit sich rumtragen) Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder sie bekommt es mit einer normalen Geburt oder eben mit einem Kaiserschnitt. Wenn kein anderer Grund für einen Kaiserschnitt spricht, dann wird in der Regel schon eine vaginale Geburt eingeleitet, weil das in der Summe für die Mutter schonender ist. Psychisch ist es für eine Mutter immer ein Horror, ein totes Kind auf die Welt zu bringen, ein Kaiserschnitt macht es nicht wirklich leichter, auch wenn das viele Glauben. Mit der Geburt hat die Mutter die Möglichkeit, sich von ihrem Kind zu trennen. Mit einem Kaiserschnitt ist es einfach weg - und das ist später meist nicht so gut.

Antwort von SandraBerlin,
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Nein, muss sie nicht!

Kommentar von critter,

Was ist/sind die Alternative/n? Kenne mich nicht aus, interessiert mich aber.

Kommentar von SandraBerlin,

Kenne einen Aktuellen Fall wo die Ärzte wissen das das Kind definitiv nach der Geburt sterben wird, und die Mutter wurde gefragt ob sie abtreiben möchte (geb Termin Januar), sie möchte es aber austragen, warscheinlich weil sie sehr Gläubig sind.

Kommentar von SandraBerlin,

Alternative bei Totgeburt= Kaiserschnitt (Schwangerschaft vorzeitig beenden)

Kommentar von critter,

Danke.

Kommentar von SandraBerlin,

Bitte!

Antwort von madita,
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Auch bei einem Kaiserschnitt ist es nicht einfach weg, in der Regel bekommt man die Möglichkeit, sich zu verabschieden.

Antwort von Qetan,
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Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder die Mutter bekommt Wehenmittel und bringt das Kind bei vollem Bewusstsein zur Welt, das ist eine psychische Tortur. Oder aber, je nach Größe des Kindes, wird es in Narkose geholt, durch Ausschabung oder Kaiserschnitt. Im Mutterleib verbleiben kann es auf gar keinen Fall.

Antwort von gri1su,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, das tote Kind kann nicht im Leib der Mutter bleiben, weil das für die Mutter auch sehr schlimme Folgen haben würde. Es muß also auf jeden Fall aus dem Leib entfernt werden, wie auch immer. So schlimm solche Situation für eine Mutter auch ist, aber glaube mir, dieses Übel ist kleiner als wenn das tote Kind im Mutterleib verbleiben würde.

Antwort von kiramarie,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bei einer guten Bekannten wurde vor einigen Jahren 3 Wochen vor dem Geburtstermin festgestellt, dass ihr Kind tot war.Das Kind hatte sich selber mit der Nabelschnur stranguliert, vermutlich infolge eines Autounfalls, den die Mutter wenige Tage zuvor erlitten hatte. Sie wurde damals vor die Wahl gestellt:entweder Kaiserschnitt u. mind.1 Jahr mit einer erneuten Schwangerschaft warten oder aber Geburt einleiten u. das Kind auf normalem Wege bekommen u. so schnell wie möglich wieder schwanger werden können. Sie hat sich damals für letzteres entschieden u. das Kind geboren. Sie war sehr froh darüber, dass sie ihr Kind anschauen u. von ihm Abschied nehmen konnte. 2 Monate nach diesem traurigen Erlebnis war sie wieder schwanger u. bekam ein kerngesundes Kind.

Antwort von citrone,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo Schubine, gehe ich recht in der Annahme, dass du schwanger bist und dir viiieeele Gedanken machst? Das ist nicht gut. Freu dich doch mal!!! Vor dir liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine wunderschöne Zeit, wenn du es zulassen kannst. Es gibt übrigens ganz tolle Foren für Schwangere unter http://www.qualimedic.de Schau mal im Wartezimmer unter deinem Geburtszeitraum nach. LG citrone

Antwort von Klabauter,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gibts zuweilen, daß ein sehr früh abgestorbener Fetus im Leib der Mutter bleibt, ohne daß man es merkt. Wohl aus Selbstschutz wird der Embryo mit hartem Kalk (?) umkleidet, man nennt sie dann Steinkinder.

Kommentar von Gibbeltante,

Und wo bleibt das dann ?! In der Gebärmutter ? Ist das nicht hinderlich respektive gefährlich, wenn die Frau irgendwann wieder schwanger wird ?

Antwort von ahrimannheim,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der tote Fötus kann nicht im Körper der Mutter verbleiben und muß sofort nach Feststellung (Absterben des Fötus)entfernt werden. Das entstehende Leichengift tötet sonst auch die Mutter. Wie der Fötus herausgeholt wird, hängt vom Zeitpunkt der Schwangerschaft ab. Stirbt der Fötus in den ersten Schwangerschaftswochen, findet ein Schwangerschaftsabbruch statt. Ist ein schwangerschaftsabbruch in Anbetracht der Schwangerschaftsdauer nicht mehr möglich, wird die Geburt künstlich eingeleitet. Ein Kaiserschnitt mag die christlichere Lösung sein, aber Schwangere sollten diese Art der vorzeitigen Geburt nur in Ausnahmefällen wählen. Es ist und bleibt ein operativer Eingriff.

Antwort von rstalz,

hallo ich habe einen schlimmen herzfehler... habe dann im dezember 2008 erfahren das ich schwanger bin ind er 5 woche. Erst war ich gar nicht begeistert da ich auch dachte mit meiner schweren krankheit gehe das nicht...dann aber haben mir die ärzte in der uni klinik mut gemachtr und haben gesagt das es funktionieren könnnte... Ich habe mich dann auch angefangen auf das kind zu freuen und auch mein freund es war ein junge...im 5 schwangerscahftsmonat habe ich dann erfahren das ich sterben werde wenn i das kind weiter berhalte das i niemals mit meinem herzfehler ein kind bekommen kann ich mussze dann nach münchen fahren und das kind töten lassen das ist ungefähr das schlimmste was es gibt...in einer op wurde das kind dann entnommen und ich wurde steriliesiert ich habe lenox wie mein kind heute heissz dann mit nach hause genommen und in auf dem friedhof hioer in der nähe beerdigt...das ist ungefähr das schrecklichste was einem passieren kann. Sich zwischen sein und das leben seines kindes entscheiden zu müssen. Und i habe es nicht einfach verloren oder so sondern es musste sterben sonst wäre i gestorben und was nützt ein kind wenn es keine mama mehr hat,,,

Antwort von Marion73,

Liebe Schubine,

aus eigener Betroffenheit kann ich Dir sagen, dass ein totes Kind auf normalen Weg entbunden werden kann. Meine erste Tochter starb vor 7 Jahren eine Woche vor dem Entbindungstermin in meinem Bauch. Ich trug zwei Tage leblos in mir.

Als mir im Krankenhaus gesagt wurde, dass ich die Kleine "normal" entbinden soll war ich im Glauben es nicht zu schaffen. Mir wurde erklärt, dass die "normale" Geburt ein psychologisch wichtiger Aspekt sei, um sich bewusst von seinem Kind verabschieden zu können. Ich habe meine Tochter dann auch über 35 Std. lang, mit eingeleiteten Wehen und vielen Mühen zur Welt gebracht. Heute bin ich stolz auf mich, diese stille, traurige und schmerzhafte Geburt gemeistert zu haben.

Auch wurde mir erklärt, dass keine Gefahr für mich als Mutter besteht und ein Kaiserschnitt für mich nur ein weiteres Risiko darstellt. Die Komplikationen nach einem Kaiserschnitt in Vollnarkose sind nicht zu unterschätzen.

Wäre ein aktuer Notfall und mein Leben zusätzlich in Gefahr gewesen (was es zum Glück nicht war!), hätten die Ärzte sofort notfallmäßig operiert.

Aber wie gesagt, ich bin froh, meine erste Tochter auf normalen Weg entbunden zu haben. Auch wenn ich dachte: "Wozu das alles? Wozu all diese Schmerzen?"

Inzwischen haben wir ein "Folgekind" zur Welt gebracht. Sie wird 4 Jahre alt, kam in 6 Stunden zur Welt und ich war so unbeschreiblich glücklich als ich unsere Maus gesund und munter in den Armen halten durfte.

Ich wünsche Deiner Freundin von Herzen alles Gute und die richtigen Menschen an ihrer Seite.

LG

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