Werden heute noch wegen der Bahn Grund und Boden enteignet und nach nicht mal 100 Fahre weiter verkauft?

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1 Antwort

Ja, die Bahn darf noch heute Eigentümer "enteignen" wenn das für das Wohle der Allgemeinheit besser ist z.B. weil eine sehr wichtige Strecke erweitert werden muss.

Erst bekommt man ein gutes Angebot und wenn man immer ablehnt und die Dringlichkeit erkennbar ist, dann hat die Bahn auch andere Mittel. Im schlimmsten Fall fangen sie schon an zu bauen drum rum, wodurch der Wert des Grundstückes fällt (da es ja keine kurze Baustelle ist sondern danach dort Gleise mit Lärm sind) und du bekommst dadurch nur noch "wenig" als Entschädigungszahlung.

Wenn du Glück hast geht es gut und du darfst bleiben, wenn du Pech hast ist dein Haus weg...

Wenn nun eben nach 100 Jahren das Grundstück nicht mehr gebraucht wird, weil die Strecke nicht mehrbefahren ist und daher zurück gebaut wird, dann ist es ja nur logisch, dass die Bahn das nun sinnlose Grundstück verkauft.

Da vorher nicht klar ist, wie lange die Strecke dort bleibt, wäre eine Pacht weniger sinnvoll. Die Firma muss ja auch wirtschaftlich denken. Werden Grundstücke nur zeitweise gebraucht z.B. um dort im garten die Kräne aufzustellen werden sie auch nicht enteignet sondern die Eigentümer einigen sich meist auf eine Miete für die Zeit.

Das hat dann auch nichts mit Gewinnmaximierung zu tun. Natürlich freuen die sich wenn es einen Wertzuwachs hatte, aber sie haben es ja für einen bestimmten Zweck gekauft. Einfach so dürften sie keine Leute enteignen.

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Kommentar von ES1956
20.05.2016, 13:07

Die Bahn darf niemand enteignen und sie tut es auch nicht.

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