Frage von schnubbel12345, 61

Werden freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung im Überbrückungstatbestand als Anrechnungszeit anerkannt?

Ich (27) werde meinen Beruf vorübergehend aufgeben, da ich es nicht schaffe, meine Masterarbeit neben dem Beruf zu schreiben. Doch bevor ich eine solche Entscheidung endgültig treffe, möchte ich mich vorbereitet wissen:

Wenn man seinen Arbeitsvertrag als Arbeitnehmer kündigt, erhält man eine zwölfwöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld. Dieser Zustand gilt als Überbrückungstatbestand. In dieser Zeit erfolgt keine Einzahlung in die Rentenkasse und mir gehen demnach auch diese zwölf Wochen als Anrechnungszeit verloren.

Meine Frage: Wird, wenn ich freiwillig während der Sperrfrist in die gesetzliche Rentenversicherung einzahle, diese Zeit als Anrechnungszeit anerkannt?

Nach Ablauf der 12 Wochen sollte ich dann ja die Agentur für Arbeit für mich einzahlen und ich erhalte wieder Anrechnungszeit sowie Entgeltpunkte (gerne kann das einer korrigieren, falls ich falsch liege - ich bin zum ersten Mal nicht in einem Arbeitsverhältnis, seitdem ich 18 bin)

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente, 38

Du kannst freiwillige Beiträge leisten. Dabei ist der Mindestbeitrag 10 % vom jeweiligen Höchstbetrag.

Das ist sinnvoll für Wartezeiten, z.B. für deine Erwerbsminderungsrente

Kommentar von derajax ,

Mindestbeitrag 2016: monatlich 84,15 EUR

Höchstbeitrag 2016: monatlich 1.159,40 EUR

Da ist nichts mit 10%

Kommentar von schnubbel12345 ,

Vielen Dank, dann werde ich entsprechend meine Beiträge weiterhin einzahlen.

Antwort
von Petriotic, 20

Hallo, ich möchte gerne noch auf etwas anderes aufmerksam machen: Vergiss bitte nicht die Krankenversicherung !!! Falls Du über einen Ehepartner familienversichert bist, dann ist es okay.

Ansonsten hätte ich mit dem Arbeitgeber eine Teilzeitvereinbarung getroffen und versucht, alles unter einen Hut zu bringen.

Kommentar von schnubbel12345 ,

Danke für den Hinweis, darum muss ich mich also auch kümmern. Eine Teilzeitvereinbarung ist kaum möglich, da selbst bei 20h auf dem Papier 30h Arbeit anfallen. Finanzielle Puffer habe ich genug und einen Anschlussjob finde ich auch ohne weiteres.

Antwort
von Kathyli88, 41

Ja sie werden "anerkannt".

Solltest du aber lassen, denn wenn wir in rente kommen, gibt es keine rente mehr, oder sie ist so gering dass man nicht mehr davon leben kann. Das rentenalter wird stetig erhöht. die meisten gehen schon vorher drauf, und der rest ein paar jahre danach. Behalt das geld und mach was sinnvolles damit. Auch keine private rentenvorsorge. Bringt seit der abgeltungssteuer auch nichts mehr

Kommentar von DerHans ,

Ein sehr GEFÄHRLICHER Rat.

Was ist, wenn er während der unversicherten Zeit erwerbsunfähig wird? 

Dann kann er sofort aufs Sozialamt gehen und braucht gar nicht auf den Renteneintritt warten.

Kommentar von Kathyli88 ,

Dann kriegst von der rentenversicherung auch nichts. Ein bekannter von mir bekam eine synfix aus titan in den rücken aufgrund einer kaputten bandscheibe. Weil er osteochondrose hat ist dieses titanium-teil in die beiden wirbel eingebrochen. Er kann kaum noch laufen, nimmt morphin und opioide (vom arzt verschrieben natürlich) und streitet sich seit 8 jahren mit der rentenversicherung herum, er bekommt keine rente, sein rentenantrag wird immer wieder abgelehnt und auch der beitritt zu einem "VDB" hat nichts gebracht. Unser sozialsystem ist recht am ende angekommen. Warten wir mal was in 30 jahren ist. Wahrscheinlich spätestens dann ein bürgerkrieg weil die sozialkassen leer sind. Das merkt man auch schon bei beiträgen für kitas die zwischen 450-500€ monatlich liegen...wo es in den 90'ern noch 50€ im monat kostete...ich könnte noch viele beispiele nennen...aber bitte, zahlt halt in den rentenversicherung ein selbst wenn es sich umgehen ließe 

Kommentar von Kathyli88 ,

Bzw. 25 DM

Kommentar von Kathyli88 ,

Und bei einem jüngeren geschwisterkind waren es dann schon 80 DM...aber trotzdem kein vergleich zu 450-500€. 

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