Frage von bachforelle49, 74

werden einst stillgelegte Kasernen(gelände) in absehbarer Zukunft wieder benötigt?

wenn mehr Soldaten eingestellt und die miliätirische Präsenz in unserem Land wieder erweitert werden soll, wird das Verteidigungsministerium auch mehr Fäche für Kasernen benötigen.. War es ein Fehler, soviele alte Kasernen platt zu machen und das Gelände für Wohnungsbau, Industrie und Ansiedlung neuer Firmen langfristig zu belegen?

Expertenantwort
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 38


wenn mehr Soldaten eingestellt und die miliätirische Präsenz in unserem Land wieder erweitert werden soll

Wo nimmst Du denn die Weisheit her? Ja, es sollen mehr Soldaten eingestellt werden, das hat aber nichts mit einer Erweiterung der bestehenden Struktur zu tun, sondern es sollen die dort nicht besetzten Stellen ausgefüllt werden. Die Bundeswehr ist auf rund 185.000 aktive Soldaten ausgelegt, im Moment sind es nur rund 176.000. Um dieses Fehl zu füllen, muss man weder Kasernen erweitern noch welche bauen.

Was Du mit "militärische Präsenz erweitern" meinst, verstehe ich nicht so ganz - die Bundeswehr ist in ihrer Struktur so wenig in der Fläche präsent wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte. Das wird sich auch nicht ändern, wenn ein paar freie Stellen besetzt werden. Oder ist das jetzt wieder die große Angst vor der "Militarisierung der Öffentlichkeit" im Zusammenhang mit den jüngsten Terrorübungsplänen? Dazu kann man nur sagen: Die Bundeswehr ist weltweit eine der am strengsten der parlamentarischen bzw. öffentlichen Kontrolle unterworfenen Armeen der Welt und seit mittlerweile über 60 Jahren in die freiheitlich-demokratische Grundordnung eingebunden. Wer ernsthaft glaubt, es bestünde durch Bundeswehreinsätze im Inneren eine Gefahr für unsere demokratische Ordnung, hat noch nie wirklich Kontakt zur Truppe gehabt. Ergänzend: Ich persönlich bin ebenfalls kein Freund von Bw-Einsätzen im Inneren, aber nicht, weil ich die Bw für eine "Reichswehr 2.0" halte, sondern weil ich es für schwierig halte, die Ausbildung in eine solche Richtung zu orientieren - die Zeit und die Arbeitskraft wird für originär militärische Ausbildungen deutlich dringender benötigt.

Also: Nein, das war kein Fehler, und nein, die Personalentwicklung der Bundeswehr wird weder den Neubau noch die Reaktivierung von Bundeswehr-Liegenschaften notwendig machen.

Kommentar von bachforelle49 ,

komisch nur, daß alle 4 Jahre neue Trends und Erkenntnisse auf den Tisch kommen, die das alte dann erstmal auf den Kopf stellen und irgendwann wiederholt sich der Zopf dann doch wieder.. bei den bewegten Zeiten, denn wir aufgrund der demographischen Veränderungen entgegengehen (werden), kann ich deine euphorischen Landschaftsbilder leider nicht teilen..

es sei denn, du könntest glaubhaft belegen, daß - lapidar gesagt - weniger Waffen produziert und weniger in Waffen(Technik) investiert wird.. aber das Gegenteil ist der Fall...

Kommentar von navynavy ,

komisch nur, daß alle 4 Jahre neue Trends und Erkenntnisse auf den Tisch kommen, die das alte dann erstmal auf den Kopf stellen

Natürlich ändern sich gewisse sicherpolitische Prämissen, nur ist der seit 1990 herrschende Trend - Verkleinerung und v.a. Professionalisierung von Streitkräften - sowohl in Deutschland als auch in weiten Teilen der Welt eindeutig. Das ist eine durchgehende Entwicklung der letzten 25 Jahre. Und was die Bundeswehr sucht bzw. braucht, ist eine höhere Einsatzbereitschaft. Die hat nur laienhaft etwas mit größeren Truppenzahlen zu tun, letztere ist da sogar eher kontraproduktiv, weil sie verhindern würde, dass die Truppe durchgehend modern ausgerüstet wird.

Das Einzige, was sich seit 2014 in der Bundeswehr geändert hat, ist die Erkenntnis, dass die Streitkräfte nicht die "Melkkühe" des Bundeshaushalts sein können, ohne auf Dauer daran kaputtzugehen. Diese Kursänderung wird in der deutschen Bevölkerung in ihrer sicherheitspolitischen Sichtweise aber aus "Aufrüstung" und "Militarisierung" etc. missverstanden.

es sei denn, du könntest glaubhaft belegen, daß - lapidar gesagt -
weniger Waffen produziert und weniger in Waffen(Technik) investiert
wird.. aber das Gegenteil ist der Fall...

Das eine hat mit dem anderen schlicht nicht das Geringste zu tun - Waffensysteme werden schlicht immer teuerer. Und die Exportzahlen haben mit der Frage Wehrpflicht oder nicht äußerst wenig zu tun.

Antwort
von Marco350, 16

Die meisten Kasernen wurden nicht mehr benötigt und mussten eh saniert werden. Dort werden wahrscheinlich Häuser gebaut für unsere Neuankömmlinge oder Industriegebiet

Antwort
von Kuestenflieger, 45

nein , der bestand reicht aus , einige sind ohnehin ausserhalb .

und 1 raum app. braucht es auch nicht für jeden kanonier .

Kommentar von bachforelle49 ,

ich sehe, du kennst dich mit einem 7 bett app. aus.. von mir aus..

Kommentar von Kuestenflieger ,

12 herren

Antwort
von JBEZorg, 32

Wenn Deutschland auf Krieg aus ist, dann war das ein Fehler.

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