Packen viele Eltern ihre Kinder zu sehr in Watte?
Lassen wir heute Kind nicht mehr Kind sein, aus Angst, es könnte ja was passieren?
Im Vergleich zu früher (vor 20 Jahren). Da tobten Kinder draußen herum, schwammen in Flüsse oder Seen, gingen Angeln, kamen verdreckt heim, manchmal grün und blau an den Knien oder Ellbogen.
Kletterten auf Bäume, heckten Streiche aus und vieles mehr. Ist das heute noch so??
Selbst bis in die Schule hinein reichen die Arme der Eltern, ebenso Kindergärten.
Auch soll ja alles möglichst sauber sein, hygienisch und so weiter. Überbehüten viele ihre Kinder??
Wie seht ihr das? Was sollte man ändern?
Danke für alle Antworten, auf die ich mich freue.
Leider ist es oft so, wie Du es beschrieben hast und diese Entwicklung hat viele Gründe, die in unserer Gesellschaft zu suchen sind, aber auch bei den Müttern und Vätern , die überängstlich sind und die Kinder am liebsten unter der Glasglocke halten oder bei Eltern, die ihr Kind durch ihre Affenliebe erdrücken. All das ist eine sehr ungute Entwicklung, weil es kinderfeindlich ist. Die Eltern meinen,sie tun alles für ihr Kind, dabei hemmen sie seine Entwicklung und die "Gesellschaft" tut nichts für die Kinder, außer dass die Politik große Töne spuckt ohne auch nur an der Ursache zu kratzen. Viele schauen weg und halten sich raus, weil es nicht "ihr" Problem ist und andere verstecken sich hinter Gott, der so eine Entwicklung nicht gewollt hat. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass aufklärende Gespräche von vielen gut angenommen worden sind. Wir haben unseren Beruf noch ernst genommen und haben viel versucht, um Eltern an die Thematik zu bekommen. In den neuen Bundesländern war es üblich, dass regelmäßige Elternabende gemacht wurden und über ein solches Problem diskutiert wurde. Mit wachsender Zahl Zugezogener aus den alten Bundesländern bekamen wir zu spüren, dass wir um den Erhalt unserer guten Arbeit kämpfen mussten. Es war teilweise schwer, aber sie haben erkannt, dass KIGA und Schule nicht nur Abgabestellen für die Kinder sind, sondern dass es die Zusammenarbeit und manchmal die Aufklärung der Eltern ist, die unsere Arbeit wertvoll machen. Erzieher und Lehrer, die ihren Beruf als Berufung ansehen, sind immer offen für Probleme der Kinder und der Eltern. Leider nimmt das immer mehr ab. Traurig.

Ja. Und wenn die sich mal prügeln, kommt gleich ne Anzeige wegen Körperverletzung.
Und wenn die zuhause am Computer Räuber und Gendarm spielen, dann sind das gleich "Killerspiele" und gehören sogar für Erwachsene verboten ...
Auf jedem Klo steht ein Sagrotan und die Kinder kriegen Allergien, weil sie mit keinem Keimen mehr in Kontakt kommen.
Ja, leider ist es wahr, traurig gell?
Sukram71 am 1. Juli 2009 09:47 Jede Art von Gewalt wird total geächtet, selbst wenn sie nur medial ist.
Aber die "kalte Gewalt" im Kampf um gute Noten in der Schule und Ausbilungsplatz wird gleichzeitig immer härter.
Und dann wundert man sich ...
DH!!!

...also mein kurzer kommt meist genau so heim wie du beschrieben hast (blaue Flecken, wunde Knie...) - das liegt aber nicht daran, dass ich mich nicht um ihn kümmere, sondern daran das er die meiste Zeit mit seinen Freunden im Freien verbringt und seine Kindheit richtig geniest.
Das ist sehr schön. Ich finde, das gehört dazu.
DH! Das nennt man Kindheit. Es gibt doch nichts schöneres als aufm Bolzplatz sich auszupumpen oder Bäche mit selbst gebauten Dämmen zu überfluten...
Ich denke, dass die Extreme heute krasser sind. Es gibt Eltern die sich übermäßig um ihre Kinder kümmern aber auch jede Menge Eltern, die sich überhaupt nich für ihre Kinder interessieren.
Ja! Leider! Heute muss man hier lesen, dass Kinder die im Sportunterricht lange laufen mussten, es vielleicht gefährlich fürs Kind ist. Mehr Freiheit fürs Kind. Mehr Kindheit fürs Kind. Es ist heute beschämend, diese Sakrotan- und Hilfe-mein-Kind-Welt. Aber das liegt meiner Meinung auch daran, dass es immer mehr Kinder gibt, die ohne einen Papa aufwachsen.

Einerseits werden Kinder zu sehr behütet dank der Medien, die in ihrer selbstsüchtigen Jagd nach Einschaltquoten reißerische Lügen über Viren, Bakterien und Keime verbreiten.
Andrerseits werden die gleichen Kinder vernachlässigt sodass sie sich vermehrt dem Alkoholkonsum hingeben was die Medien wieder für sich nutzen um dramatische Bilder über den Äther zu schicken.
In erster Linie sind die Eltern und Lehrer verantwortlich. In zweiter Linie die Medien, Gesellschaft und Politik angesprochen.
Lieber Heym.M. Die schreibst in 1. Linie die Eltern und Lehrer??? wieso Lehrer - die Erziehung wird doch von den Eltern gemacht.Wenn Du die Fragen hier mal liest-mein Lehrer hat geschimpft - darf er das!!! und dann die Kommentare der Eltern dazu- beim Rektor beschweren ist noch das kleinste. Es hat niemand anderer Schuld an der schlechten Erziehung der Kinder als die Eltern Und noch etwas hat an dem ganzem Dilemma schuld-- die Mütter sind sind mehr zu Haus bei den Kindern- das ist der ganze GRUND.
HeymM am 1. Juli 2009 12:03 Ganz einfach. Weil Lehrer auch Pädogogen sind und ein Großteil der Zeit mit den Kindern der Eltern verbringen. Sie kennen die Schwächen und Stärken der Jugendlichen oft besser.
Gerade in der heutigen Zeit wo die Eltern oft beide berufstätig oder alleinerziehend sind haben die Lehrer ebenso eine gewisse Verantwortung. Das hatten sie früher mehr als heute.
Nur die Gesetze wurden derart verschärft, dass den Lehrerinnen und Lehrern die Hände komplett auf den Rücken gebunden sind.
Die Schüler haben auch durch die Medien mehr psychologische und auch physische Gewalt über die Pädagogen sowohl als auch über die Eltern. Und das nutzen viele der heranwachsenden aus.
Die Lehrer haben keine rechte Mittel mehr um die Schüler in Disziplin und Ordnung zu lehren. Damit meine ich nicht wie früher die Zucht.
Die Gesetzgebung spielt Lehrer und Eltern gegeneinander aus. Und die Schüler lachen!
Die Kids heute sind schon saumäsig verwöhnt.
Und die Freizeitgestaltung hat sich halt auch stark geändert ...hauptsache Gameboy und Co.
Früher gabs mal am Wochenende ein Western auf dem ersten um 22 Uhr und ansonsten war man "Auf Achse" :)
jenny74 am 1. Juli 2009 09:58 ich denke das mit gameboy und co kann man steuern als eltern wenn man denn wirklich interesse fürs kind hat, ich kenne es auch noch sao wie du schreibst und ich muß sagen ich fand es auch damals besser, und bei uns gibts mal nen gemütlichen spiel-und fernsehabend wie zu meiner zeit. leider sehen das eben nicht alle eltern so die ihr kind aus bequemlichkeit lieber vor die konsole setzen

Auf jeden Fall werden sie das. Wenn ich überlege was ich früher so angestellt habe.. ich war eigentlich nur draussen unterwegs, mit einem Trupp anderer Kinder. Wir sind Rad, Roller etc. gefahren haben und gestritten wie die Kesselflicker und wieder vertragen. Ich habe die Möhren aus der Erde gezogen, in der Pfütze abgewaschen und gegessen. Es gab wenig Spielzeug und das was es gab wurde heiss geliebt. Heute sitzen die Kids in übervollen Spielzimmern und langweilen sich. Sie müssen sich die aufregenden Erfahrungen die ich beim Bäumekletter, etc. hatte, am PC holen. Viele sind übergewichtig und können nichtmal mehr einen Purzelbaum machen, weil sie nicht genug Bewegung haben. Ich finde diese Entwicklung schrecklich.
DH!
Ja, so sind meine auch aufgewachsen, die Kleine tut es noch. Sie klauen Möhren und Kartoffeln aus einem Acker hinter dem Haus und die Möhren werden nur an der Hose abgewaschen und gleich gegessen. Meine Schwägerin bekommt immer einen halben Herzinfarkt und hat uns schon als schlechte Eltern bezeichnet!!! So eine Kindheit zu haben ist herrlich.
moin390 am 1. Juli 2009 11:19 Da haben Deine Kinder es noch richtig gut :) Sie werden sicher keine Allergien entwickeln.

verallgemeinern kann man diese aussage zwar nicht, aber ich finde schon, dass einige eltern es mit ihrer sorge um die kinder übertreiben. allerdings spielt ja auch das umfeld eine große rolle. heut zu tage ist die kriminalität viel höher als früher.
ja die kinder wissen heut zu tage nicht mal mehr wie das ist richtig kind zu sein vorallem wird das kind gehätschelt und betätschelt das ist doch nicht mehr normal,wir haben es doch auch geschafft das aus uns was geworden ist

Ja , das ist defintiv so, und habe ich die Beobachtung gemacht, dass ausgerechnet die Dorfkinder noch mehr behüteter sind, als Stadtkinder....
Hier werden die Kinder sogar noch zum Schulbus gebracht, obwohl der Bus nicht mal 5 min vom Elternhaus entfernt ist.
Die Kinder gehen nicht mal alleine zum Spielplatz und wenn ich es anders handhabe, ist man gleich eine "Rabenmutter", ich meine, ich bin extra von der Stadt aufs Land gezogen, DAMIT meine Kinder frei und unbeschwert draußen spielen können ;-)
Die Eltern sind soo gluckenhaft, das ist echt furchtbar, die lassen die Kinder nicht mal 1,2 Stunden alleine zu Hause um ihren Einkauf zu erledigen (wohlgemerkt 6 bis 10 Jahre alte Geschwisterkinder)... geschweige denn alleine von derSchule nach Hause kommen, alleine die Tür aufschließen und dort alleine 1 Stunde auf Mami zu warten, die dann von der Arbeit kommt... Ich versteh das alles nicht.
Mein älterer Sohn (der ist jetzt 15) ging bereits in der ersten Klasse alleine zur Schule und wieder nach Hause (da haben wir noch in Berlin gelebt), er hat nach der Schule alleine seine Freunde auf dem Spielplatz getroffen und hat sich an Verabredungen und Absprachen gehalten, hat gelernt umsichtig und vorsichtig zu sein. Und es hat ihm gut getan, er ist viel selbständiger , als andere Jungs in seinem Alter...
Wir leben auch hier in einem Dorf. Es ist halb und halb. Ich habe hier Eltern, meistens sind es Eltern von Töchtern, die ihren Töchtern gar nichts alleine machen lassen. Diese werden zum Bus gebracht und wieder abgeholt. Eine Mutter eines Sohnes, der ein Störenfried ist (er stänkert, wirft mit Steine auf andere und macht ein Mordsgeschrei, wenn die Kids sich wehren), bleibt sogar beim Bus stehen, damit ihrem Kind ja nichts passiert. Solche Extreme haben wir auch hier. Andererseits sehe ich auch Kinder, die herumtoben, Radeln oder Angeln und Unsinn anstellen. Aber diese sind in der Minderheit. Leider. Meine Schwägerin rennt wirklich wegen jedem P.ups mit ihren Kindern zum Arzt. Diese dürfen wirklich nichts machen, nicht einmal Blumen auf der Wiese pflücken. Schlimm ist so etwas!
>Diese dürfen wirklich nichts machen, nicht einmal Blumen auf der Wiese pflücken. Schlimm ist so etwas!< Ist das nicht auch eine Art der Kindesmisshandlung? Also jetzt nur als Beispiel genommen. Ich kenne deine Schwägerin natürlich nicht.
moon73 am 1. Juli 2009 10:06 Ja genau diese Beobachtungen mache ich hier auch: auch hier rennen die Eltern wegen jedem Huster und erhöhter Temperatur zum Arzt, das wird sogar am Wochenende der Notarzt belagert...schlimm, und auch bei uns sind die Kinder, die unbeschwert durchs Dorf toben, eher die Minderheit, auch die älteren (Teenager) werden wegen jedem bischen kutschiert, dabein könnten die bequem mit dem Rad fahren oder auch mal den Bus nehmen...
moon73 am 1. Juli 2009 10:13 Ach und was mir auch so gegen den Strich geht, ist die Bevormundung durch den Kindergarten, die Kinder bringen ja Frühstück von zu Hause mit und was sie nicht alles nicht mit zum Kiga nehemn dürfen: Süßkram ist klar, aber: kein Toast, keine Marmelade, kein Nutella, kein Kuchen, keine Kekse, kein Schokopudding.. ich spreche ja nicht davon, dass die Kinder das immer mitbekommen, aber selbst ich hab mich als Kind total darüber gefreut , wenn mir meine Mutter noch was extra mit eingepackt hat (Kekse,Kuchen, eine kleine Schoki)... und jetzt? Alles verboten :-/
Warum muss das Kind in den Kindergarten- dann kann das Kind essen was es will.
moon73 am 1. Juli 2009 10:40 Weil soziale Kontakte und das Miteinander sehr wichtige für die soziale und geistige Entwicklung eines Kindes sind? Weil es wichtig ist, dass Kinder nicht nur Mamawelt kennen , sondern sie brauchen zur Entwicklung einfach ein bischen mehr Input...
blumenfrau am 1. Juli 2009 14:53 bei uns ist das in Sachen Bevormundung exakt das gleiche Lied...GRRRR!!!!

aslo ich denke eine gwisse vorsicht ist ok aber ich sperre meine kleine nicht ein sie geht allein zur schule und kommt auch allein anch haus, klar hat sie ein handy und ist ordentlich aufgeklärt was fremde angeht,. sicher hast du recht hier bei uns sieht man jetzt in den freien kaum kids auf dem hof aber auch während der schulzeit, ich bin hier auch aufgewaychsen bei uns waren die höfe voll mit kids. naja aber was die blauen flecken kaputten hosen und dreckigen shirts angeht da hat sie mich schon längst ein und das ist auch gut so

ja, so ist es. Ich bin Mutter und auch sehr schützend über meine Kinder. Aber wenn sie was anstellen, haben sie dafür gerade zu stehen.
Leider passiert zu viel seit Jahren, und davor kann man als Eltern nicht die Augen verschließen.
Ich denke, es wird das, was schon immer passieren konnte, viel zu reißerisch von den Medien verbreitet, wenn es mal passiert.
ich meine heute gibt es ein anderes Wort dafür...."Wohlstandsverwarlost"...sie haben alles,..an Materiellen,...nur keine Aufmerksamkeit,von den Eltern,...Eltern ist es anscheinend egal,..wenn Kinder Stundenlang,Nächtelang vor dem PC hocken....wenn sie betrunken nach Hause kommen.....das sind die Gefahren,die es "früher" noch nicht so krass gegeben hat....es gibt hauptsächlich nur mehr Einzelkinder,weil alles andere ist ja schon fast "asozial".....und somit,..sind viele Kinder einsam.....

..Ja und Nein.. Früher gab es mehr Sicherheit für Die Kinder.. So komisch das klingt, aber schaut euch doch mal die NAchrichten an.. Es vergeht keine Woche wo nicht ein Kind misshandelt oder verg.. oder entführt wurde.. Dazu kommen noch die ganzen Krankheiten die rumfliegen usw.. Man hat einfach Angst um seine Kind.. Mehr angst als man früher hatte.. ! LEIDER ! ! !
Solche Dinge gab es immer, auch schon vor 50 Jahren. Das ist nichts Neues.
subsi75 am 1. Juli 2009 09:49 ..das mag sein, aber auch so häufig wie jetzt ?? Ich denke nicht..
Nö, heute kommt es nur in den Nachrichten. Früher hat man darauf oft wegen Respekt gegenüber den Angehörigen verzichtet (in den bundesweiten Nachrichten; oftmals macht die tagesschau bis heute beim Sensations-Journalismus nicht mit. Zum Glück! Das sieht man dann bei den Privaten hoch und runter...). Oder: Du achtest auch mehr darauf, seit du selbst Kinder hast. Das ist normal. Weißt du noch viel über Verkehrsunfälle in den Nachrichten, als du noch Kind warst? Aber seit du Auto fährst achtest du sicher mehr darauf. Das ist normal und hängt mit dem Vordenkprozess des Hirns zusammen. Ein Mensch filtert ständig Unmengen an Informationen, welche auf einen einprasseln. Früher wars dir einfach "unwichtiger".
moon73 am 1. Juli 2009 09:53 @subsi: Leider gab es Kindesmißhandlung und Mißbrauch vor 50 Jahren schon genauso häufig wie heute, aber es wurde im Deckmantel der Familie verschwiegen und früher war es noch normal und erlaubt seine Kinder mit dem Gürtel zu prügeln und sie in den Schrank zu sperren.
Heute aber regieren Lehrer, Erzieher und Medien äußerst sensibel auf das Thema und machen es öffentlich!!
da musste man die statistic anschauen von kinder unfälle/missbrauch -damals und heute .dann könnte man sagen 'wir machens richtig und damals wars falsch ' oder genau andersrum.
Sehe ich auch so.
Ich glaube, daß der z.T. ausufernde Alkoholkonsum oder bes. riskante Verhaltensweisen Jugendlicher auch auf "Überregulierung" durch Elternhaus zurück zu führen sind.
Habe mal einen Psychologen gehört, der sagte, daß der Mensch ein gewisses Maß an Risiko braucht.
Reduziert man auf einem Gebiet Gefahren, holt sich der Mensch (pauschal) über riskantere Verhaltensweisen anderswo, "sein Risiko" zurück.
Ich habe oder hatte nie das Bedürfnis bis zum Koma zu saufen, oder Blödsinn wie den von "Jackass" zu machen.
Als ich als Kind unbedingt einen Helm zu Fahraddfahren wollte, hat man mich ausgelacht.
(gut, ich wollte einen Motorradhelm).
Diese gesellschaft kennt keine gemeinschaftlichen Normen und Werte mehr welche zur Erziehung herangezogen werden.Dadurch fehlen jede Menge Anhaltspunkte. Statt dessen muß alles möglich gemacht werden und man findet sich selber ganz fürchterlich fortschrittlich . In ein gemeinsames zusammenleben van Menschen gehören nun einmal gleiche Regeln welche für alle den gleichen Wert darstellen.. Und die letzte Elterngeneration hat diese Form kategorisch abgelehnt..was Ihr nun beklagt ist der "Erfolg" dieser "Erziehung"

zu früher hat sich aber auch sehr viel verändert! klar sind früher auch schon schlimme sachen passiert aber durch medien usw hört man so öfter+mehr darüber und macht sich dann so seine sorgen. trotzdem möchte ich das mein kind raus geht,auf bäume klettert und auch mal sieht was auf nen bauernhof passiert-stichwort,wo kommt das fleisch her.
als ich klein war kam grade so der game boy in die läden,klar war das toll aber mehr gab es nicht.schaut euch doch jetzt mal die läden an...klar das soviele kinder pc und co haben.
viele mütter/eltern sind einfach total verunsichert und haben angst etwas falsch zu machen und dann verurteilt zu werden(=rabenmutter ect...) man will alles PERFEKT machen!
man sollte mehr auf seinen bauch hören,zu den alten werten zurückkehren.

Ja, aber die Umstände haben sich einfach geändert.... wir wohnen ländlich, haben den Wald um die Ecke; wenn mein große Tochter zum Spielplatz will (Luftlinie 100m) wird man aber angemacht wg, Verletzung der Aufsichtspflicht... wenn man zu Fuß 30 min zum Kiga läuft (einfacher Weg! 2x pro Woche laufe ich das 4x hin und wieder zurück!), wird man für verrückt erklärt... Es mangelt einfach an Gelegenheit, "Kind zu sein" und was sich dabei entwickelt, ist nicht wirklich gut....
Wenn man heutzutage sein Kind laufen läßt, steht man mit einem Bein im Gefängnis, weil man ruckzuck angezeigt wird.

Manche werde überbehütet und manche unterbehütet und manche werden gut betreut und losgelassen, wie es halt immer schon war. Jeder macht es halt, so gut er kann und so gut es ihm in seiner speziellen Situation möglich ist.

Ja, es ist doch so, dass die Eltern schnell als schlecht und unfähig hingestellt werden. Wie viele schon ausgeführt haben, ist man gleich Rabenmutter, wenn auch nur ein bisschen Staub zu Hause rumliegt oder wenn das Kind blaue Flecken oder Schürfwunden hat (vom Spielen). Kein Wunder, dass viele da überfordert sind, deswegen mach ich mir um sowas keinen Kopf. Ich sorge mich natürlich um meine Tochter, aber ich erziehe sie so, wie ich es für richtig halte. Sollen die Anderen doch quatschen. Interessiert mich nicht. Ebenso ist es auch mit dem Arbeiten. Wenn man bei seinem Kind zu Hause bleibt, heißt es gleich: "Asozial und faul". Tut man das nicht und geht 8 Stunden arbeiten, weil man das Geld benötigt, heißt es: "Du verbringst zu wenig Zeit mit dem Kind." Ganz ehrlich, man kann's doch sowieso nicht jedem Recht machen, also versuch ich das erst gar nicht und erziehe sie so, wie ich es für richtig halte. Achso, und jemand hat hier geschrieben, dass an der Erziehung allein die Eltern beteiligt sind. Das sehe ich ebenfalls nicht so. Ab einem gewissen Alter schaut sich ein Kind gerne etwas von Freunden oder anderen Erwachsenen ab. Den größten Einfluss hat wohl später der Freundeskreis. Wenn ein Kind dann anfängt, Drogen zu nehmen oder sonst was, obwohl die Eltern Aufklärung usw. geleistet haben, dann heißt es immer, die Eltern sind Schuld. Aber dass es vielleicht auch daran liegen könnte, dass Gruppenzwang betrieben wird, darauf kommt niemand. Ich seh es so: Selbst wenn jedes Kind gleich erzogen wird, hätte nicht jedes Kind denselben Charakter. Darauf hat man selber später wenig Einfluss.
Viele betreiben kein Überbehüten sondern kümmern sich garnicht um die Kinder. Viele Kinder sind auf der Straße, gehen einklauen, die Älteren Geschwister (1.-3. Klasse) machen den Haushalt, kümmern sich um die Jüngeren etc.
Es gibt auch manche Eltern, die Angst vor allem haben, Krankheiten, Allergien, Missbrauch., Entführung.
Ich möchte das nicht verurteilen. Ich kann verstehen, dass die Eltern aus ihrer Sicht nur das Beste für ihr Kind wollen und möchten, dass sie nicht in eine ungewisse Zukunft blicken.