Werden die Blutzuckerteststreifen für dieses Messgerät von der Krankenkasse bezahlt?

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6 Antworten

ich wollte ein berichtsheft bestellen und mir wurde eine neues gerät angeboten? kostenlos.

ich würde dort mal anfragen?

http://diabetes.ascensia.de/produkte/contour-next-produkte

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Kommentar von Woropa
03.04.2016, 11:26

Danke, das ist  echt ein toller Tipp.

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Jede Firma, die Blutzuckermessgeräte hestellt, produziert und verkauft auch die genau für dieses Messgerät entwickelten Teststreifen. Wenn du beispielösweise ein Messgerät der Firma ABC besitzt, bist du gezwungen, auch die Teststreifen der Firma ABC zu kaufen - denn andere Streifen passen nicht. Daher verschenken die Hersteller (und zwar ausnahmslos ALLE Hersteller) ihre Geräte sehr gerne - man muss nur mal eine Anfrage per Mail senden oder bei der Firma anrufen, und schon hat man ein kostenloses Messgerät. Bei der Erstaustattung der Geräte sind auch immer ein paar Teststreifen schon dabei, damit man das Gerät ohne Zusatzkosten ausprobieren kann. Wenn man sich also im Internet schon ein paar Geräte angesehen hat, hat vielleicht auch Testergebnisse der Stiftung Warentest miteinander verglichen und hat zwei oder drei Geräte in der engeren Wahl, dann würde ich bei den entsprechenden Herstellerfirmen jeweilos ein Testexemplar anfordern und ausprobieren, mit welchem Gerät man am besten zurechtkommt. Und für dieses Gerät schreibt dir dann auch dein Hausarzt die Teststreifen auf, wenn er das bei deinem Vorgängergerät auch schon gemacht hat, und diene Krankenkasse übernimmt die Kosten. Einzige Ausnahme sind die Geräte und dazugehörenden Teststreifen, die nicht in Apotheken erhältlich sind, da es Eigenmarken von Supermarktketten sind. Es gibt zwar für diese Geräte oft auch passende Teststreifen in der Apotheke, aber es ist meist nicht ganz einfach, den Namen dieser Streifen herauszufinden. Aber für alle Geräte, die über Apotheken vertrieben werden, haben die Apotheken auch die entsprechenden Streifen, die verschreibungsfähig sind...

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Wie andere schon geschrieben haben, normalerweise bekommt man die Testgeräte für umme beim Arzt. Üblicherweise einen, der auf Diabetologie spezialisiert ist, die bekommen sie von Vertretern geschenkt, weil die Firmen nicht mit den Geräten, sondern mit den Streifen ihr Geld verdienen. Bei Hausärzten, also Allgemeinmediziner eher weniger, aber fragen kostet nichts.

Was die Teststreifen anbelangt, da kenne ich nur ein Gerät, dessen Teststreifen ungern übernommen werden. Accu Check Mobile, der Mercedes unter den Testgeräten, weil es Kompakt ist, keine Streifenfuddelei hat und das Lanzettiergerät am Messgerät hängt. Dafür verlangen die dann auch mehr als den üblichen Marktpreis für Teststreifen. Hier kanns dann durchaus zu Querelen mit der Kasse kommen.

Allerdings wäre es generell eine gute Empfehlung für den Diabetes einen Spezialisten aufzusuchen, meiner Erfahrung nach kann man in dem Thema die allermeisten Allgemeinmediziner in der Pfeife rauchen.

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Hey

Lange Zeit gab es Debatten, ob und wie viele Teststreifen einem Typ 2 Diabetiker verordnet werden können/dürfen. (Wie hier alle richtig geschrieben haben, werden einem die Geräte selbst förmlich hinterher geschmissen). Die entscheidende Frage war dabei immer „insulinpflichtig oder nicht“?

Im „Diabetes Journal“ Ausgabe 4/2014 gab es einen Artikel zu diesem Thema: (…) viele Ärzte gehen nämlich davon aus, dass sie bei nichtinsulinpflichtigem Typ-2-Diabetes maximal 50 Teststreifen pro Quartal verschreiben dürften. Das stimmt aber nicht, denn der Text in der Arzneimittel-Richtlinie spricht nur von einer „Behandlungssituation“- und eine solche kann auch mehrmals pro Quartal vorkommen. Auch hier hat die KV klar bestätigt: „Es gibt keine Begrenzung auf das Quartal!“ Mit dieser Bestätigung der KV liegt erstmals eine solche klare Aussage einer offiziellen Stelle vor, die nun auch die letzten Zweifel ausräumen sollte. Die Arznei- und Hilfsmittelversorgung ist bundesweit einheitlich gesetzlich geregelt, es gibt insoweit keine länderspezifischen Unterschiede. Die der Zeitung vorliegende Auskunft der KV Westfalen-Lippe gilt daher bundesweit!

Gruß, Dana (Seit 30 Jahren Typ 1 Diabetikerin).

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Kommentar von Woropa
04.04.2016, 16:56

Danke für die ausführliche Erklärung. Ich musste allerdings vom ersten Tag an spritzen, als das Diabetes bei mir durch Zufall festgestellt wurde, beim Blut abnehmen beim Urologen, war mein Wert schon 18,6 (334 bei einem Westdeutschen).

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Diese Teststreifen werden nur in Ausnahmefällen von der Krankenkasse bezahlt.

Dazu ist eine Verordnung deines Arztes und die Genehmigung der Krankenkasse erforderlich. 

Für ein selbstbeschafftes Gerät werden diese Streifen nicht übernommen, da hier normalerweise das Gerät billig und die Streifen teuer sind.

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Kommentar von niaweger
04.04.2016, 11:01

Diese Teststreifen werden nur in Ausnahmefällen von der Krankenkasse bezahlt.

Der Ausnahmefall, in dem die Krankenkasse Teststreifen bezahlt, ist genau dann, wenn der Versicherte an Diabetes leidet. Es gibt natürlich Unterschiede darin, wie viele Teststreifen pro Quartal einem Diabetiker bezahlt werden. Wer aus therapeutischen Gründen 6mal täglich seinen Blutzucker messen muss, bekommt normalerweise auch genauso viele Teststreifen pro Quartal bezahlt. Ein Patient, der ein mal in der Woche ein Tagesprofil mit vier Werten macht, bekommt entsprechend weniger. Und das sogar bei einem selbstgekauften Messgerät: Bedingung ist lediglich, dass die Teststreifen als medizinische Hilfsmittel zugelassen sind und daher über Apotheken vertrieben werden.

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Beim Diabetologen bekommst Du  kostenlos ein neues Gerät und die passenden Teststreifen bekommst Du dort auch auf Rezept.

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Kommentar von Woropa
03.04.2016, 11:15

Da bn ich nicht in Behandlung, nur beim Hausarzt.

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