Frage von Th33nd, 97

Werde Selbstmordgedanken nicht los?

Hallo zusammen,

Wie die Beschreibung schon sagt, werde ich meine Selbstmordgedanken nicht los. Als ich 16/17 war (bin derzeit 21) wurde ich depressiv. Mit ca. 20 ging es dann endlich mal Berg auf. Nach ca. Einem halben Jahr habe ich es endlich gewagt mir Hilfe zu holen, was ich damals und auch heute als Zeitverschwendung empfinde. Nun ja, mir wurde Mirtazapin und Escitalopram verschrieben. Parallel war ich auch beim Psychologe (Gesprächstherapie). Mit 18 hab ich mein ersten Suizidversuch unternommen und Selbstverletzung hat für mich auch eine sehr große Rolle gespielt. Wie es mir derzeit geht? Das wüsste ich selber gern. Mein Wohlbefinden kann sich schlagartig von Gut zu schlecht ändern was mir sehr zu schaffen macht. Mein jetziger Job als Speditionskaufmann gefällt mir sehr gut, allerdings fühle ich mich bei meinem Arbeitgeber sehr unwohl. Auch wenn es mir gut geht denke ich sehr oft darüber nach, wie ich mir am besten das Leben nehmen könnte. Diese ständigen Gedanken an Suizid machen mir manchmal echt zu schaffen. Kann es sein, dass ich diese Gedanken hab weil mein Suizidversuch gescheitert ist und ich überlege wieso und wie ich es hätte besser machen können? Ich finde das einfach nur sehr belastend. Das ständige nachdenken schlägt mir auf den Magen, ich bekomm nichts runter obwohl ich Hunger hab. So langsam bin ich echt am verzweifeln.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Danke schon mal für die Ernst gemeinten Antworten. :-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Illuminaticus, 21

Du musst den Weg der Nicht-Vermeidung gehen, also dich offensiv deinen Gedanken gegenueberstellen, also ihnen nicht als Makel oder mit Abscheu begegnen.

Naechstes Mal, wenn es wieder losgeht, mit Gedanken, wie du sterben wirst, was die Leute auf deiner Beerdigung denken usw., dann lasse es voll rauskommen. Verlange mehr von deinem Verstand, er soll dir mehr vorschlagen, wie es ein Ende nehmen kann.

Wenn du das lange genug machst, erkennst du, dass Du nicht deine Gedanken bist, sondern derjenige, der sie beobachtet, das ist der erste Schritt.

Aber Achtung, dein Verstand arbeitet mit Gefuehlen und will dir alles Moegliche, auch Schrecken einjagen, alles nur Versuche, dich unter Kontrolle zu bringen.

Hilfreich waere es, wenn du deine Gedanken aufschreibst, denn der Verstand wiederholt sich laufend, dadurch wirst du darauf aufmerksam!

Also fordere deinen Verstand, alles zu bringen. Irgendwann kommt nichts mehr und du wartest und er wird dir dann andere Dinge praesentieren.

So einfach geht es mit dir natuerlich nicht, fordere ihn auf, wieder auf das Thema zurueckzukommen und mehr furchteinfloessendes zu bringen.

Damit hat der Verstand Probleme, denn es gibt nicht viel Neues, du hast schon das Meiste auf deinem Zettel und wartest auf Neuigkeiten, die er nicht bringen kann.

Du musst erkennen, dass der Verstand dich dominieren will und du selbst nicht der Verstand oder deine Gedanken bist! Das wird helfen. Alles Gute!

Antwort
von StvdtKind, 29

Ich hatte genau das selbe wo ich 13 war. Heute mit meinen 18 Jahren hat sich an meinen Gedanken und Gefühlen nichts geändert, aber ich hab gelernt damit umzugehen. Versuch was zu finden wo du den Kopf frei kriegst. Vielleicht ein Hobby was dir besonders Spaß macht. Rede mit Freunden, Bekannten oder der Familie. Es muss kein Therapeut sein aber irgendeinen zum reden ist immer gut.

Nimm dir frei von deiner Arbeit und nimm eine/n gute/n Freund/in und fahr irgendwo hin. Versuch dich abzulenken und rauszufinden woher diese Gedanken kommen. Versuch für dich selbst rauszufinden was dich ablenkt und dir hilft. Kein Therapeut kann in deinen Kopf reinschauen und dir sagen was dir hilft. Das kannst allein nur du. Hoffe ich konnt dir vielleicht ein wenig helfen und lass den Kopf nicht hängen. Wünsch dir noch einen schönen Abend. :)

Antwort
von Morlalafell, 10

Moin. Warst Du schon mal in therapeutischer Behandlung,Tagesklinik oder ein stationärer Aufenthalt? Mirtaz sind nicht alles,und helfen ohne ,gesprächsunterstützung,nix. Außer,das de voll Appettit bekommst und zunimmst. Was für Hilfe,wo,hast Du angenommen,gesucht? Ich lehne mich jetzt mal ganz weit ausm Fenster und meine,das es an Deiner Erziehung,Kindheit liegt. Sorry,will Dich nicht verletzen damit aber das was Du schreibst,:genauso; ist es mir ergangen(mit 18 ,erster ...versuch) ind ich war in stationärer behandlung und weiß das es meine( kack) Eltern versaut haben. 

Kommentar von Th33nd ,

Doch , wie schon erwähnt war ich bei einem Therapeuten mit dem ich eigentlich über alles reden konnte. Allerdings hat mir das überhaupt nicht geholfen.  Es kam mir so vor als wäre er garnicht uf meine Sorgen und Probleme eingegangen . 

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