Frage von Korti123, 323

Werde ich von Kortison Nebenwirkungen bekommen (z.B. Vollmondgesicht)?

Guten Abend,

ich (weiblich, 27) habe seit drei Tagen einen akuten Tinnitus.

Ich werde morgen zum Arzt gehen und ich habe schon gelesen, dass man bei einem akuten Tinnitus meist im Krankenhaus (stationär) eine Kortison Infusion über 5 Tage bekommt.

Meine Frage: Bekommt man bei dieser Dauer (5 Tage) Nebenwirkungen vom Kortison und wenn ja, wie lange halten diese nach Absetzen an?

Im Internet steht, dass z.B. das Vollmondgesicht erst nach längerer Einnahme von hochdosiertem Kortison erscheinen soll und unter Umständen Monate braucht, bis es verschwindet.

Aber wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird das Kortison jeden Tag niedriger dosiert, weshalb i.d.R. keine Nebenwirkungen auftreten sollten und wenn, dann nur kurzzeitig.

Stimmt das? Habt ihr Erfahrungen? Würde mich über Antworten freuen :)

Falls das eine Rolle spielt: Ich bin 1,70m groß und 68kg (gerade gewogen). Und wie ich oben bereits schrieb: ich bin weiblich und 27 Jahre alt :)

LG

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Antwort
von Negreira, 233

Bei einem akuten Tinnitus, der bereits seit 3 Tagen besteht, hast Du ganz schlechte Karten. Er wird mit der Zeit besser werden, aber nie ganz verschwinden. Manchmal tritt er wochenlang nicht auf und plötzlich ist er wieder da.

Es gibt keine Behandlungsmethode, die Tinnitus heilt. Manchmal ändert sich die Art der Wahrnehmung, man hört kein Pfeifen mehr sondern ein Knistern, aber dals Ursache bleibt ein Tinnitus bestehen.

Selbst wenn Du Cortison bekämst, was ich mir kaum vorstellen kan, würde es nichts helfen. Und eine Kurzeeinnahme von Cortison ist ziemlich ungefährlich, was die Wassereinlagerungen anbelangt, das "Mondgesicht" ist die Folge hoher lang andauernder Cortisongaben.

Ich wünsche Dir gute Besserung. LG

Antwort
von Hardware02, 200

Ein "Mondgesicht" bekommt man nicht. Das ist, wenn man dauerhaft Cortison nehmen muss. 

Allerdings wirst du schlecht schlafen können und wohl ziemlich aufgekratzt sein. Sei vorsichtig, nach dem Absetzen des Cortisons kannst du für eine kurze Zeit (also ein, zwei Tage) ein Depression bekommen.

Das mit dem Ausschleichen solltest du gleich wieder vergessen. Da hast du nur Nebenwirkungen und sonst gar nichts. Lass dir einfach die fünf Infusionen geben, und fertig.

"Ausschleichen", das sind diese Tabletten, die du jeden Tag in einer kleineren Dosis nimmst.

Wichtig ist, dass du einen "Magenschutz" bekommst (das ist eine Tablette), außerdem eine Spritze gegen Thrombose. Achte also im Krankenhaus darauf, und wenn man dir einen Magenschutz gibt, dann weise die Ärzte unbedingt darauf hin.

Antwort
von ArduinoMega, 220

Cortison ist immer vorsichtig zu behandeln, da es extrem aggressiv ist. Wenn dein Arzt das für die einzige Möglichkeit hält, muss es wohl so sein, sonst auf andere Therapien ansprechen. Es ist möglich, das du die Nebenwirkung Vollmondgesicht ausbildest, aber das geht weg und ist doch sicher besser als Tinnitus, oder?

Kommentar von Korti123 ,

Natürlich ist das besser als ein Tinnitus, den man sein Leben lang hat.

Sollte mein Arzt mir keine andere Therapie vorschlagen, dann würde ich das gerne machen und die Nebenwirkungen in Kauf nehmen - aber mich interessiert es auch, wie lange das andauern würde.

Kommentar von ArduinoMega ,

Wie gesagt es geht weg - so nach 5 Tagen, en du es überhaupt bekommst.

Kommentar von Korti123 ,

OK, danke :)

Antwort
von Fiddi, 172

Also wenn Du so eine Stosstherapie mit Kortison bekommen solltest, was in der Regel eine Woche ist, musst Du Dir keine Gedanken machen. 

Diese Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Wasseransammlungen, Morbus Cushing, Osteoporose, ect. sind Nebenwirkungen wenn Du Kortison hochdosiert als Langzeitmedikament über Monate, Jahre hast. Dann solltest Du auch einen speziellen Kortison Ausweis bei Dir mitführen.

Es kann sein das Du vielleicht "kleinere" Nebenwirkungen verspürst, wie z.B. Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen. Aber jeder reagiert auf das Kortison anders, Desshalb kann man das gar nicht so pauschal sagem.

Selbst wenn Du nun eine Woche lang mal hochdosiertes Kortison bekommst, ist es nicht zwingend erforderlich, dies dann so aus zu schleichen, als wie wenn Du es überlängere Zeit hattest.

Antwort
von nonamestar, 202

SCHNELL die Behandlung beginnen.

Kurzzeitige Einnahme macht mehr gut als schlecht.

Ohne gutes Hörvermögen bist Du schlecht dran.

Es zählt jede Stunde - ich würde HEUTE beginnen und nicht morgen.

Hörverlust ist irreparabel - Mondgesicht geht wieder weg.

Kommentar von Korti123 ,

Ich habe leider erst gerade angerufen und erst morgen einen Termin bei meinem HNO bekommen.

Macht es einen großen Unterschied (12h?)? Und wird es überhaupt zum Mondgesicht kommen und wenn ja, wie lange?

In anderen Fragen hieß es, dass keine Nebenwirkungen auftreten sollten, weil die Infusion meist nur eine Woche dauert.

Danke für die Antwort :)

Kommentar von nonamestar ,

Eine Kurzzeitgabe macht KEIN Mondgesicht.

Ich würde an Deiner Stelle bei einem Tinnitus SOFORT zur Notaufnahme einen Krankenhauses gehen.

Jede Stunde zählt....wie bereits gesagt.

Nicht lange denken - anrufen und sofort HANDELN.

Nur wenig ist so shice wie mangelndes Hörvermögen (außer fehlendem Sehvermögen).

Glaube mir, ich habe einen unverschuldeten Explosionsunfall hinter mir und konnte wegen der Verletzungen leider KEIN Cortison bekommen - ich habe mein Leben stark einschränken müssen.

Sieh zu, dass die Infusion noch heute beginnt !

Ich würde hier Amok laufen und GARANTIERT in 2 Stunden meine Infusion erhalten.

Antwort
von Deichgoettin, 169

Du hast das richtig verstanden. Bei solch einer geringen Dosierung und Verabreichungsdauer mußt du die keine Sorgen machen. Gute Besserung

Kommentar von Hardware02 ,

Und wo siehst du hier die Dosierung?

Kommentar von Deichgoettin ,

Die sehe ich hier zwar nicht, aber ich weiß, dass die Dosierung bei einer Tinnitus Behandlung niedrig ist. 

Antwort
von Tronje2, 160

Dazu kann ich aus eigener, leidvoller Erfahrung etwas sagen:

Ich habe jahrelang mit Tinnitus zu kämpfen und alle möglichen Behandlungen über ich ergehen lassen. Korison war, soweit ich mich erinnere, nicht dabei.

Erst in einer speziellen Kurklinik haben die dortigen HNO Ärzte allen Patienten gesagt, dass Tinnitus nicht mehr behandelbar sei.

Und dabei waren Patienten, die nur noch 25% hörten. Tinnitus entsteht durch eine Schädigung im Ohr. Das kann durch Stress, Lärm oder andere äussere Einflüsse passieren. Diese Einflüsse müssen aus dem Leben des Patienten verschwinden.

Der durch den Tinnitus entstehende Geräuschpegel wird vom Gehirn aufgenommen und dort gespeichert. Das Gehirn nimmt also dieses Geräusch weiter wahr obwohl das Ohr es u. U. nicht mehr sendet.

Das ist dann so was wie ein Phantomschmerz.

Gelehrt wurde, dass wir das Geräusch ignorieren und wie wir das können.

Es gibt dann noch den Noiser ( falsch geschrieben??? ). Damit kann man u. U. das Gehirn überlisten.

Der angsprochene Zeitfaktor ist bei einem Hörsturz wichtig. Da zählt jede Minute! Die Taubheit ist sonst nicht mehr reversibel. MfG


Kommentar von Tigerkater ,

Reicher " Erfahrungsschatz ". Aber zur Beantwortung der Frage trägst Du damit leider nichts bei !

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 148

Bei einer so eng begrenzten Cortisontherapie ist kein Vollmondgesicht zu erwarten. Aber leider bringt diese Therapie nur selten gute Erfolge, 

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