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Werde ich nasser, wenn ich im Regen laufe oder wenn ich im Regen gehe?

gefragt von UlfDunkelUlfDunkel am 11.05.2007 um 15:07 Uhr

Aus gegebenem Anlass (jipphie, endlich Regen ohne Ende):

Ich sehe immer wieder viele Menschen quasi schutzlos durch den Regen rennen, während andere Zeitgenossen (ebenso schutzlos) gemächlichen Schrittes durch den Regen gehen.

Angenommen, ich soll normal bekleidet ohne Regenschutz 500 Meter durch Regen zu Fuß zurücklegen -- werde ich nasser, wenn ich gehe oder wenn ich laufe?


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Niklaus
beantwortet von Niklaus am 11. Mai 2007 15:14
10x
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Gute Frage Ulf. Das müßte man mal wissenschaftlich untersuchen. Denn wenn man geht, verweilt man länger im Regen als wenn man läuft. D.h. die Zeit in der der Regen auf meinen Körper trifft ist ein Maß dafür wie nass ich werde. Wenn ich laufe habe ich zwar eine kürzere Verweilzeit im Regen, dafür aber eine höhere Geschwindigkeit rechtwinklig zum Regen. Dadurch erwische ich natürlich mehr Regentropfen als beim Laufen, da ich mit mehr Regentropfen kollidiere. Auch das ist ein Parameter der meine Nässe beeinflußt.

Ehrlich gesagt ich weiß keine Antwort. Man müßte es wie oben schon erwähnt untersuchen.


Kolibri
beantwortet von Kolibri am 11. Mai 2007 15:23
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Eigentlich ist das doch ganz logisch:

Wenn ich gehe bin ich zwar länger dem Regen ausgesetzt, aber er kommt nur von einer Seite! ;)

Laufe ich durch den Regen, ist das unangenehme zwar schnelledr überstanden, aber zum Regen kommt auch noch das Spritzen der Nässe des Bodens etc. pp

Übrigens kam genau dieses Ergebnis bei der Sendung mit Wiegald Boning raus - da haben sie das mal ausgetestet.... :))

Kommentar von Fd580abb770a26f70fd9a966622313a6smallgri1su am 11. Mai 2007 15:43

hallo kolibri. Regen nur von einer Seite? Dann solltest Du mal zu mir kommen, da gibt es Rundumduschen satt grins LG

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 11. Mai 2007 15:47

Nee, danke - da ist mir ne normale Dusche oder Regen doch noch lieber als ein Wasserwerfer! ;))

Ich hoffe, Du genießt Deinen Urlaub wenigstens ein bißchen???

Kommentar von Fd580abb770a26f70fd9a966622313a6smallgri1su am 11. Mai 2007 16:04

na ja, geht so. Ich meld mich demnächst mal

Kommentar von 091c3a8979eeff2ed5b6f04e3ccc4e26smallHeeeschen am 11. Mai 2007 15:49

klasse kolibri- hätte ich Deine Erklärung in Ruhe gelesen, hätte ich meine Recherche gespart *gg ;-)

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 11. Mai 2007 15:51

@Heeeschen: Zumindest kamen wir beide zum gleichen Ergebnis - WIE ist doch egal! ;))

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 11. Mai 2007 17:18

es ist aber bestimmt nicht so daß es auf das gleiche hinausläuft. Bei sehr langsamen gehen bin ich mir 100% sicher daß man nasser wird als wenn man etwas schneller läuft. Hinzukommt daß ein Regenschauer nicht konstant verläuft, wie vielleicht in einem Laborexperiment. Das heißt wenn es anfängt zu regnen und man dann schnell zum nächsten Unterschlupf rennt, wird man sicher weniger naß als jemand der so langsam läuft daß er den sich immer stärker werdenen Regen vollmitbekommt, während der andere schon angekommen ist noch bevor es stark regnen kann.

Kommentar von 344c7f33ec5d90c2b730c1352202a760smallschurke am 11. Mai 2007 22:00

bin zwar kein Wissenschaftler aber vom Gefühl her stimme ich Dir zu


gri1su
beantwortet von gri1su am 11. Mai 2007 15:16
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Nass ist nass. Für mich spielt es überhaupt keine Rolle, ob ich gehe oder laufe. Du wirst es nicht glauben, aber ich geniesse den Regen richtig. Und wenn ich durchnässt bin, gehts eben unter die Dusche und in trockene Klamotten (vorausgesetzt, ich habe die verkehrte Bekleidung an), wo ist da das Problem? Ich kann mich immer amüsieren, wenn ich die Leute beobachte, wie sie krampfhaft versuchen, möglichst nicht nass zu werden. Um auf Deine Frage genauer einzugehen: Ich denke, es kommt darauf an, was für ein Regen es ist. Bei einem Wolkenbruch ist es egal, ob Du gehst oder läufst. Bei Nieselregen sieht es anders aus. Je kürzer Du Dich im Regen aufhalten musst, desto größer ist die Chance, einigermaßen trocken davon zu kommen.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 11. Mai 2007 15:22

Hallo gri1su: Mir geht es nur um die (wissenschaftliche) Betrachtung des Problems.

Ich habe keine Probleme damit, im Regen klatschnass zu werden.


anonym
beantwortet von wiele am 11. Mai 2007 15:27
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Also folgendes Gedankenexperiment:
Voraussetzung:
1. Der Regen ist von konstanter Stärke.
2. Ich vernachlässige die Körperneigung, die bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten auch unterschiedlich ist.
3. Ich vernachlässige den Schweiß, der beim Rennen zu weiterer Nässe führt ;-)
-
Nun kann man sich leicht denken, dass man, wenn man steht, am meisten (unendlich viel) Regen abbekommt, bis man am Ziel ist (weil man ja nicht ankommt).
Rennt man aber "unendlich" schnell, sammelt man so zu sagen alle Tropfen auf, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Weg sind. Das wäre das Minimum, das man an Regen abbekommt.
Jede Annahme, die zwischen den beiden Extremen liegt wird im Ergebniss der Nässe auch dazwischen liegen.
Also, meiner Meinung nach: Je schneller, desto weniger nass.
Gruß wiele

Kommentar von 622a0a9071a62222d3609db9c8991a7fsmallsoust am 11. Mai 2007 19:07

Schade, wiele, dass ich nur einen Daumen für Dich habe.... Gäbe Dir gern noch ein, zwei Zehen dazu.....

@Ulf: Übrigens fände ich die Fragestellung interessanter, wenn es um eine bestimmte im Regen verbrachte Zeit ginge, d.h. ohne dass man durch Laufen früher ankäme als durch Gehen. Also: nach, sagen wir, zehn Minuten, in beiden Fällen: regensicherer Unterschlupf, vorher Dauerregen.

Kommentar von wiele am 11. Mai 2007 23:06

Danke für Deine Zehen, soust ;-)
Deine Frage nach der gleichen Zeit im Regen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten finde ich auch sehr interessant.
Dazu folgende Überlegung aus dem "Bauch":
Ich gehe wieder von idealen Voraussetzungen aus: Konstante Regenstärke, kein Wind, kein Spritzwasser vom Boden...
Dazu nehme ich den Körper im Regen mal als Quader an, also eine interessierende Fläche ist parallel und eine senkrecht zur Regenrichtung.
Dann müsste das, was auf die obere Fläche (senkrecht zur Regenrichtung) fällt, unabhängig von der Geschwindigkeit sein, denn überall ist die "Regentropfendichte" gleich groß.
Anders ist es bei der vorderen Fläche (parallel zur Regenrichtung): Die "sammelt" mehr Regentropfen auf, wenn sie schneller ist.
Also müsste bei gleicher Zeit gelten: Je langsamer, desto trockener. Oder umgekehrt: Je schneller, desto nasser.
Beim Rennen eines Menschen müsste man noch die Körperneigung beim Rennen berücksichtigen - dazu bin ich jetzt zu müde - gähn ;-)
Gruß wiele


ArianeHD
beantwortet von ArianeHD am 11. Mai 2007 15:19
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In einem anderen Forum wurde versucht, das anhand einer Formel mal zu berechnen http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/40867,0.html

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 11. Mai 2007 15:21

Mit einem sehr ambivalenten Ergebnis. :-)


Heeeschen
beantwortet von Heeeschen am 11. Mai 2007 15:41
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Das gabs dochmal in dieser Sendung mit Wigald Boning - diehaben das auf einer Sportbahn mit einer jungen Dame und einem Feuerlöschwagen ausprobiert. Und wenn ich mich nicht sehr täusche war es so, dass die Dame beim RENNEN nasser wurde, obwohl die Verweildauer im Regen kürzer war. Ich kann mich nicht mehr an die Erklärung erinnern. Schaue aber nochmal nach...

Kommentar von 091c3a8979eeff2ed5b6f04e3ccc4e26smallHeeeschen am 11. Mai 2007 15:48

Habs gefunden: Man wird beim Rennen nasser, da man nicht nur den Regen abbekommt, sondern auch das Wasser, was beim Laufen aufspritzt. Wurde durch den o. g. versuch bewiesen indem man die Dame bei beiden versuchen gewogen hat!

Kommentar von wiele am 11. Mai 2007 16:28

Das ist dann verständlich - ich hatte bei meiner Erklärung nur den Regen, also das, was von oben kommt, berücksichtigt.
Gruß wiele


WildeFee
beantwortet von WildeFee am 11. Mai 2007 15:46
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Ich behaupte, dass es keinen Unterschied macht, ob man eine Strecke läuft oder geht (solange man nicht zwischendurch stehenbleibt). Du bekommst dieselbe Menge Regentropfen ab, weil Regen so schnell ist und Dir an jeder Stelle, an der Du Dich auf der Strecke befindest, die gleiche Menge Regen begegnet. Dein Tempo ist in dem Fall völlig irrelevant. Du läufst ja nicht unter den Tropfen hinweg, so schnell, dass sie Dich nicht treffen würden (das geht nur im Märchen). :)


Tomorru
beantwortet von Tomorru am 11. Mai 2007 16:27
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Nun, durch das Laufen erhöht sich die Tropfenflächendichte und ich werde nässer. Zur Tropfmenge von oben kommt bei entsprechenden Fützen noch die Tropfmenge von unten. Das ist aber dann auch noch von der ARt des Regens abhängig. Durchs Laufen wird also lediglich die gefühlte unangenehme Zeitspanne im Regen verkürzt, ich muss aber davon ausgehen das ich nässer bin.


reinigungspartner
beantwortet von reinigungspartner am 12. Mai 2007 16:09
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Beim Laufen werde ich nasser. Zum auf mich herabströmenden Regen kommt noch das von mir aufgewirbelte Spritzwasser von unten. Natürlich ist es wichtig welche Strecke ich im Regen zurück legen muß. Nur mal über die Straße komme ich beim Laufen trockener weg.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 15. September 2007 19:02
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Um alle Diskussionen abzukürzen: Man hat es untersucht. Die Untersuchung war zwar nicht unbedingt wissenschaftlich, aber durchaus aussagekräftig genug: Man bleibt trockener, wenn man läuft.


Djinndrache
beantwortet von Djinndrache am 18. Mai 2008 22:07
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Wurde auch von den MythBusters mal behandelt ;)


anonym
beantwortet von brachiel am 18. Juli 2009 02:47
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So, ich habe es mal ausgerechnet. Der Körper der durch den Regen läuft wird durch einen oder mehrere Quader angenähert und der Regen soll senkrecht fallen. Dann gilt, dass die Regenmenge die beim Quader ankommt proportional zu L(h+d*w/v) ist, wobei L die zurückzulegende Strecke, h die Grösse, d die Tiefe (also Abstand Bauch, Rücken) und v die Geschwindigkeit der Person ist. w ist die Fallgeschwindigkeit des Regens.

Man sieht nun, dass wenn die Person stehen bleibt, die aufgenommene Regenmenge gegen unendlich geht (was ja klar ist, da es der Person ständig auf den Kopf regnet, sie aber dem Ziel nicht näher kommt). Auf der anderen Seite; lässt man v gegen unendlich gehen, geht der hintere Term gegen Null - also trägt nur noch die Regenmenge zur Gesamtregenmenge bei, die man von Vorne aufnimmt weil man in den Regen hinein läuft.

Man beeinflusst also mit der Geschwindigkeit die Regenmenge die von oben auf einem herab fällt - die Regenmenge die von vorne an den Körper trifft ist unabhängig von der Geschwindigkeit.

lg Wanja

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 18. Juli 2009 13:14

Hallo Wanja.

Wenn Du v auf Null setzt, spielt die Regenmenge von vorne keine Rolle, daher ist Dein letzter Teilsatz per se nicht korrekt.

Kommentar von brachiel am 14. September 2009 23:29

Man steht dann aber auch unendlich lange im Regen, da man nie zum Ziel kommt - die angegebene Formel funktioniert nicht für v=0 und der von dir genannte Fall macht auch nicht wirklich Sinn. Die von mir gemachten Aussagen sind also korrekt, wenn man die sinnlosen Fälle wie v=0 oder v < 0 weglässt.


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