Frage von schokotorte1357, 67

Werde ich immer so sein oder kann ich mich ändern?

Hey, ich seh in letzter Zeit alles nur noch negativ. Ich denke überhaupt nicht an die guten Sachen an mir. Nur an das herabwertende und mache mich somit selbst fertig. Ich habe das Gefühl dass jeder was gegen mich hat. Ich geb zu ich bin ziemlich schüchtern und rede allgemein nicht viel. Und ich weiß auch nicht wie ich aus diesem Problem entkomme. Ich hatte noch nie ein Freund und habe das Gefühl auch nie einen zu finden und immer allein zu sein ohne Freund. In meiner Klasse versteh ich mich mit allen gut und hatte bis jetzt mit noch niemanden Streit. Aber trotzdem fragt mich niemand ob ich am Wochenende oder so mal Zeit hab. Deswegen sitze ich immer allein zu Hause während alle anderen zusammen sind an Geburtstagen oder so wo teilweise auch fast alle von der Klasse eingeladen sind nur ich nicht. Ich kann mir das nicht erklären Weil ich mich wirklich mit allen verstehe aber dann kommt wieder das Gefühl dass sie mich nicht mögen. Ich ich hab an sich zwei beste Freundinnen und sonst außerhalb der Schule noch ein paar Bekannte mit denen ich mich sehr gut verstehe...Das sind so viele abwertende Punkte die mich fertig machen und ich nur an das  denken muss und nicht an meine positiven Dinge. Ich komme auf diesem Teufelskreis nicht raus es macht mich so fertig könnt ihr mir helfen?  Ich bin übrigens 16 vielen Dank schon im Voraus Liebe Grüße

Antwort
von Pusteblume8146, 12

Also, erst einmal erinnert mich das sehr an mich selbst. Ich war zwar in der Familie meist schon immer die Fröhliche, aber mich hat das auch getroffen, dass ich in der Klasse keine richtigen Freunde hatte, sondern “nur“ zwei beste Freundinnen, die ich aber natürlich sehr, sehr schätze. Davor hatte ich die aber auch nicht, und habe mich oft allein gefühlt. In den Sommerferien zb war ich einmal komplett alleine, habe mich nie getroffen, weil meine zwei Freundinnen auch noch weg waren. Das hat mich ziemlich traurig gemacht. Ich wollte immer dazu gehören, habe immer ja gesagt, obwohl ich das im dem Moment gar nicht gedacht habe und mich total unterworfen. Und das alles ist wirklich ein Kreislauf, den dadurch, dass mich Niemand nach einem Treffen gefragt hat, habe ich immer von mir gedacht, eine Freundschaft mit mir wäre eh uninteressant. Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht zu sehr in Selbstmitleid versinkt.

Ich habe mich dann viel mit de Thema Selbstbewusstsein beschäftigt, habe mir ein Buch dazu gekauft und Videos darüber angesehen. Ich habe mich gefragt, woran ich es festmache, dass ich wertvoll bin oder nicht. Und bin auch darauf gekommen, dass ich nie unabhängig von Anderen werde, wenn ich so darauf angewiesen bin, Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich habe zb in einem Buch jeden Tag aufgeschrieben, was ich gut gemacht habe, bzw was mich ausmacht. Und nach und nach ist es doch besser geworden. Wenn du mal aus der Schule bist, wirst du fest stellen, dass man viel freier ist, und Kontakte viel leichter entstehen - war bei mir zumindest so, weil man nicht in einem geschlossenen “Verband“ ist, sondern frei entscheiden kann, mit wem man befreundet sein will und mit wem nicht. Jetzt studiere ich und es fällt mir wirklich sehr leicht, ich bin viel offener und auch selbstbewusster geworden.

Mein Tipp an dich: mach dich frei, von den Vorstellungen, dass man nur liebenswert ist, wenn man viele Freunde hat und “abgesehen“ ist. Jeder ist einzigartig, dich gibt es nur einmal, egal ob du viele Freunde hast, oder nicht, ob du gute Leistungen erbringst, oder nicht. Du bist ein Mensch mit besonderen Eigenschaften, die nur du hast! Auch wenn du sie noch nicht entdeckt hast. Versuche, dich zu schätzen, wie du bist, unabhängig von Anderen. Mir hilft auch immer, raus in die Natur zu gehen, das beruhigt total und lässt einen zu sich selbst kommen. Glaube an dich, du schaffst das!!

Antwort
von Hannibal01, 13

Ich bin auch recht pessimistisch. Ich sehe in nichts etwas Gutes, abgesehen von wenigen Dingen. Eine miese Lebenseinstellung in vielen anderen Augen, aber sie ist nun mal nicht so wie sie bei mir scheint und ich finde sie nicht mal so schlecht, bzw. komme damit ziemlich gut zurecht.

Man kann mich deswegen auch gerne für verrückt halten, man hat auch guten Grund dazu. Alles was sich von der gesellschaftlichen Norm abweicht, ist irgendwo unnormal, bzw. wird gerne schnell als schlecht abgestempelt. In meinem Fall ist es auch so. Viele meckern über meine Ansichten rum und meinen, dass ich mich ändern soll. Ich ändere  mich jedoch nicht für andere und bleibe deshalb so denkend, wie ich bin.

Ich sehe mich auch weniger als ein Pessimist, sondern eher als ein Realist. Ich erwarte und erhoffe mir nicht zu viel von allem und bin am Ende auch nicht am Boden zerstört, sollten meine zu hohen Erwartungen doch nicht eintreffen.

Als Realist heißt es noch lange nicht, dass man depressiv sein muss. Depressionen kann nur ein Arzt diagnostizieren und in meinem Fall es nicht so, dass ich mich totheule oder nicht mit meinem Leben klar komme, bzw. mit dem Umfeld.

Wie man nun deine Ansichten ändern soll, steht schon in Frage seit Jahrzenten. Sich nicht integriert zu fühlen ist ein echt mieses Gefühl, welches man aber jedoch nie wirklich zum Ausdruck bringt, bzw. man es für sich behält.

Stelle dich darauf ein, dass du bei diesen 2 guten Freundinnen bleiben wirst und erzwinge dir keine neue. Sowas kann auch einen falschen Eindruck vermitteln, was die Situation eher verschlimmern könnte. Sei überhaupt froh, Anschluss, bzw. Freundinnen zu haben. Manche haben keine einzige Person außerhalb der Familie zu reden.

Gehe nach draußen und erkunde die Welt und was für Menschen sich auf dieser Welt befinden. Vielleicht trifft man auf Gleichgesinnte und zukünftige, neue Freunde.

Schließe dich einem Verein, bzw. einer Sportgruppe an und lerne dort neue Leute kennen.

Und habe keine Angst, dass du ohne Freund an der Seite schlecht aussiehst. Im Gegenteil. Mädchen mit 16, ohne Freund, machen in meinen Augen einen seriöseren, besseren Eindruck. Vielleicht bin ich der einzige, aber davon gehe ich weniger aus.

Sei froh das du gesund bist und die Möglichkeit hast zu leben. Warte bis du Erwachsen bist und schon hast du mehr beeinflussendere Möglichkeiten, die du völlig auskosten kannst.

Eine Sache kannst du mir glauben: Eine gute Beziehung schließt sich nur durch Zufall, meistens zumindest. Mach dir da also wirklich keinen großen Druck.

Wie gesagt. Ich verstehe dich gut und bin in ähnlicher Situation. Durch die Trennung meiner Eltern und den in Verbindung stehenden Erlebnissen sahh ich die Welt plötzlich mit neuen Augen.

Viel Glück! :-)

Kommentar von schokotorte1357 ,

Danke :)

Kommentar von Hannibal01 ,

Gern geschehen. :-)

Antwort
von HalloMerida0815, 14

Also, ob Du in der Lage bist dich zu verändern, das liegt ganz allein an dir selbst. Denn Du musst es wollen, wirklich wollen, dann brauchst Du allerdings Hilfe, denn allein ist es fast unmöglich.

Ich habe es allein versucht (insgesamt 36 Jahre lang) und ich habe es nicht geschafft! Vor ca. 6 Jahren (am 18.10.2010) habe ich mir das erste Mal Hilfe gesucht und gefunden. Allerdings ging es mir zu diesem Zeitpunkt richtig schlecht, ich wollte nur noch sterben.

In den letzten 6 Jahren bin ich 2,5 Jahre stationär in der Psychiatrie gewesen, habe 40 vers. Antidepressiva ausprobiert, 45 x EKT (Elektrokrampftherapie) unter Vollnarkose gemacht und zuletzt habe ich eine THS-OP (Tiefenhirnstimulation) machen lassen, dh. ich habe jetzt einen Hirnschrittmacher.

Ich habe einfach viel zu lange gewartet um mir Hilfe zu suchen und bin jetzt chronisch depressiv, so ziemlich ohne Aussicht je wieder arbeiten zu gehen, wo doch Arbeit mein Leben war!

Ich möchte Dich bitten, nicht so lange zu warten! 1. könntest Du eine Schilddrüsenerkrankung haben, das kann z.B. der Hausarzt über eine Blutuntersuchung erkennen, 2. könnte auch nur ein Burnout dahinterstecken, da können pflanzliche Mittel und Autogenes Training evtl. helfen, 3. eine Depression könnte auch möglich sein (meine fing mit meinem 6. Lebensjahr an).

Aber ich möchte Dir auch nichts einreden, ich bin kein Arzt oder Therapeut, nur jemand der viele Fehler gemacht hat... Suche Dir Hilfe, am besten erstmal beim Hausarzt oder, wenn es Dir unangenehm ist, kannst du auch erstmal versuchen ein anonymes Telefonat mit unbeteiligten zu führen, die Nummer 0800 1110111 ist kostenfrei und dort sitzt geschultes Personal, die können dir bestimmt weiterhelfen!

Aber ich bitte Dich, tue irgendetwas, bevor dir Dein eigenes Leben zur Last wird!

Antwort
von Bethmannchen, 6

Vielleicht wirst du von anderen als "Spaßbremse" gesehen. Das ist ganz subjektiv, und von denen nicht böse gemeint. Das würde es verständlich machen, wenn sie nicht so erpicht darauf sind, dich überall dbei haben zu wollen, gar nicht erst auf die Idee kommen, dich zu irgend etwas einzuladen.

Jeder Mensch kann sich ändern. Frage dich doch mal, wie du sein müsstest, oder wie du gerne sein willst, und dann änderst du dich dahingehend. Jetzt bist du stark introvertiert, müsstest also mehr aus dir herausgehen.

Schüchternheit kommt von innen:

Ich denke, man geht nicht so leicht auf andere Menschen zu, weil man annimmt, von ihnen abgewiesen zu werden. Warum ist man aber nicht so offen?

Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass schüchterne Menschen sehr feinfühlig, tiefsinnig, rücksichtsvoll... sind. Sie haben sehr viele wertvolle Charaktereigenschaften und sind die besten Freunde, die man haben kann. Sie halten ander Menschen für noch sensibler, als sie selber sind. Deshalb halten sie sich zu sehr rurück.

Was du dagegen tun kannst ist zunächst einmal deine Sicht auf dich und andere Menschen zu verschieben. Diesen Satz sagte meine Oma einmal zu mir, und das hat mir unglaublich gut geholfen:

Die Menschen sind nicht so verletzlich, wie du glaubst.

Mehr hatte sie nicht gesagt. Dazu muss man sich erst einmal ein paar Gedanken machen. Nimm einmal diesen Satz in deinen Kopf und beobachte die Menschen um dich herum. Finde heraus, dass es stimmt.

Du wirst dabei einige Erkenntnisse bekommen wie z.B. Auch die ganz coolen Typen haben ihre Zweifel, Unsicherheiten, Sorgen, Nöte; sie lassen es nur nicht jeden sehen.

So eine Typveränderung braucht ein bisschen Zeit. Erst tust du so, als wärest du anders, und zuletzt geht dir deine neue Rolle in Fleisch und Blut über, und du hast dich geändert. Die anderen werden das such bemerken, und dann ändern sie auch ihr Verhalten dir gegenüber. Das wird nicht sofort geschehen, sondern eher ein fleißender Übergang werden.

Also Kopf hoch, und immer ran an die Leute.

Antwort
von covernate12, 3

Hab mir n tagebuch gekauft und hab angefangen das na zufauchen glaub mir bring viel gute laune und n freien geist 

Antwort
von Carrier, 18

Was magst du denn genau an dir nicht? Du sprichst über so viele "abwertende" Punkte und fragst, ob man was dagegen machen kann, und deswegen wäre es interessant zu wissen, was du genau meinst.

Ansonsten würde mir nur einfallen, dass du vielleicht einfach etwas zu schüchtern und introvertiert bist. Wenn du nicht versuchst mit den Leuten zu reden und wirklich mal mit ihnen was zu machen, dann kann es zwar sein, dass dich Leute mögen und du respektiert wirst, aber dass ansonsten halt nie beispielsweise gefragt wirst, ob du auf ne Feier mitgehen willst oder so. 

Antwort
von Engelchen553, 12

Wenn dir  so viele negative Sachen einfallen dann denk mal an die positiven mach dic nicht selbst fertig du musst lernen dich zu akzeptieren wie du bist und vielleicht sind die anderen auch schüchtern versuch mal den ersten Schritt zu gehen vielleicht wirst du dann jemanden finden habe nur Mut und Selbstvertrauen du willst ja nicht ohne freunde Leben und keine sorge das wird sich noch änderen aber es dauert noch einbischen deshalb solltest du etwas unternehmen viel Glück ich hoffe ich konnte dir helfen 😊Lg Engelchen  

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community