Nach der riesigen Massenkarambolage gestern auf der A2 habe ich mich gefragt, wer dabei eigentlich welchen Schaden übernimmt. Zahlt da die Versicherung von jedem einzelnen der verwickelt ist oder wird dabei untersucht, wer Schuld war und der muss dann alles zahlen?

Normalerweise gilt "wer auffährt, hat Schuld", d.h. jeder zahlt, außer, man kann wirklich einen Schuldigen ermitteln. So hat's mir ein Bekannter erzählt, der mal in eine Massenkarambolage verwickelt war. Ob das so stimmt, weiß ich aber nicht.

Schwierig. Ich denke, dass die versicherungstechnische Unfallanalyse bei so was eine Weile dauern wird. Man wird versuchen, den Hauptschuldigen zu ermitteln. Falls eine Einzelperson die Schuld trägt, kommt deren Versicherung dafür auf. Im Regelfall werden bei Massenkarambolagen aber auch Teilschuldfaktoren anderer Beteiligter gesucht.
apriket am 20. Juli 2009 19:52 Du hast das Prinzip des Sicherheitsabstandes nicht verstanden. Du musst IMMER so fahren, dass du dein Fahrzeug, was auch immer geschieht, zum Stehen bringen kannst, bevor es zum Aufprall kommt.
DerEntomologe am 20. Juli 2009 19:53 Bei meiner Fahrweise????? Nicht dein Ernst! :-)
apriket am 20. Juli 2009 20:00 So wie du denken viele, weshalb es ja auch immer wieder zu solchen Karambolagen kommt.
der schaden wird gesamt ermittelt und von den beiligten versicherungen geteilt.
wer auffährt hat Schuld. Nicht angepasste Geschwindigkeit - und jeder geht in der SFK hoch.

Die Schäden werden aufgeteilt wenn der/die schuldigen nicht eindeutig zu ermitteln sind,
apriket am 20. Juli 2009 20:05 Erstens muss die Schuld individuell nachgewiesen werden (unser Recht kennt keine Kollektivschuld) und zweitens gilt auch hier die Unschuldsvermutung, bis das Gegenteil bewiesen ist.
das ist falsch. weil bei massenunfälle nicht alle schuldige ermittelt werden können wird für die schadensregulierung ab 50 fahrzeuge die von mir o.g. sonderregelung angewand.

Bei Massenkarambolage würde unsere Versicherung den Schaden an unserem Auto übernehmen (steht so im Vertrag).

Meistens immer der der auffährt.Denn der hat den Mindestabstand nicht eingehalten.
Das wird meistens so geklärt: Wo hat es zuerst gekracht, hinten oder vorne. Wenns hinten war ist der hintere schuld, wenns vorne war, ist man es selbst, der aufgefahren ist, also selbst schuld.
Da werden sich die Versicherungen mit hoher Wahrscheinlichkeit lange streiten. Sofern ein einzelner Verursacher ermittelt werden kann, dann muss es eigentlich dessen Versicherung zahlen. Aber in diesem Fall wird garantiert alles versucht werden, um anderen Beteiligten noch weitere Fahrfehler zu unterstellen, die für das Ausmaß des Ganzen mit verantwortlich waren...
ChiChaCho am 20. Juli 2009 19:46 Garantiert sind alle Mitschuld. Es war ja ein heftiger Regen und die Leute sind zu schnell gefahren. War selber in dem Regen. Schneller als 30 ging nicht und einige sind 100 gefahren, obwohl man nichts gesehen hat.
apriket am 20. Juli 2009 19:49 Eine Massenkarambolage kann nie von einem einzigen Fahrer verursacht werden. Da müssen auch andere viel falsch gemacht haben.
Ist auch irgenwie logisch. Wer ausreichend Sicherheitsabstand eingehalten hat, der fährt ja auch in der Massenkarambolage nicht auf, dem kann aber einer hinten drauffahren, der zu dicht aufgefahren ist, oder zu schnell dran war.