Frage von Newi84, 205

Wer zahlt die Reha nach einer Bandscheiben-Operation?

Hallo,

ich bin heute zum ersten Mal hier im Forum, weil wir uns einfach nicht mehr zu helfen wissen. Meine Mutter (55 Jahre) wurde vor sechs Wochen zum ersten Mal an den Bandscheiben operiert. Danach sollte vom medizinischen Dienst im Krankenhaus auch sofort eine Rehamaßnahme beantragt werden. Diese sollte sechs Wochen nach der Op erfolgen (Ruhephase).

Allerdings ging bei diesem Verfahren wohl so alles schief, was nur schief gehen konnte. Wie sich jetzt herausgestellt hat, wurde der Antrag vom medizinischen Dienst des Krankenhauses nie abgesandt, sonder einfach als genehmigt abgehakt. Auf Nachfragen wurde dies dann jetzt festgestellt. Es wurde nun über die Krankenkasse (freiwilliges AOK-Mitglied) angeblich ein Eilverfahren eingeleitet. Heute kam dann aber von der Knappschaft, also Rentenversicherung ein Anruf, dass der Antrag in Bearbeitung sei, diese Bearbeitung aber mindestens noch 2 Wochen in Anspruch nimmt und danach auch nicht klar ist, ob der Antrag genehmigt wird oder nicht. Hierzu muss man sagen, dass meine Mutter lediglich 8 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat und danach (nach der Geburt von zwei Kindern) den Haushalt geschmissen hat und sich um die Buchhaltung in der Firma meines Vaters kümmert. Für uns war also klar, dass diese Rehamaßnahme über die AOK laufen muss, aber die scheinen das jetzt abwälzen zu wollen und alles auf Kosten der Gesundheit miener Mutter.

Die kann sich nämlich kaum helfen, ist in ihrer Bewegungsfreiheit doch sehr eingschränkt, obwohl sie Krankengymnastik bekommt, aber natürlich noch lange nicht in dem Maße wie es wahrscheinlich nötig wäre, nur hat sie hier natürlich Probleme mit den Folgerezepten (Budget).

Wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen. Diese ganze Verfahren schlägt zudem sehr aufs Gemüt. Da man doch sehr in der Luft hängt und von keiner Seite wirklich Hilfe bekommt. Wir wären wirklich für jede Anregung dankbar.

Antwort
von eulig, 161

wer zuständig ist, richtet sich danach ob der Patient dem Grunde nach noch erwerbsfähig wäre. ob er nun arbeitet oder nicht ist dabei unerheblich.

deine Mutter ist 55 und ist damit noch nicht in Altersrente und bezieht wohl auch keine volle Erwerbsminderungsrente.

ergo - Rentenversicherungsträger ist zuständig.

bei der Rentenversicherung wird dann geprüft, ob die versicherungstechnischen Voraussetzungen vorliegen, für die Zuständigkeit. es gibt verschiedene, die erfüllt sein können, z.B. die Wartezeit von 15 Jahren (ist nur eine von vielen).

erst wenn das nicht gegeben ist, dann fällt die Zuständigkeit an die AOK zurück.




Kommentar von Newi84 ,

Hallo, vielen Dank. So in etwa hatte ich mir das auch gedacht.

ärgerlich ist bloß, dass sich das jetzt schon über acht Wochen hinzieht und dieser Zuständigkeitsstreit sich nun auf dem Rücken meiner mutter austrägt. Denn um so mehr Zeit vergeht, umso schwieriger wird es wohl, ihre Mobilität wieder herzustellen.

MfG

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